Zwei Männer und eine Vision. Wie die Bibel entstand – Teil 9 Luther und Freiherr von Canstein Von Hans-Jürgen Grundmann aus Berlin
Wie haben Sie es damals erlebt? – Neue Serie: 75 Jahre Kriegsende Der Sohn des Schmieds war zehn. Eine Wahrsagerin, die russisch sprach, befreite den Vater von den Russischen Soldaten. Siegfried Dehmel, Pfarrer im Ruhestand aus Berlin
Christen sprechen über ihren Glauben. Die Menschen sollen erleben, dass das Reich Gottes nichts Fernes und Jenseitiges ist. Warum sich Dr. Rainer Brockhaus bei der Christoffel-Blindenmission engagiert. Von Rainer Brockhaus aus Bensheim
Frieden halten – wie schaffe ich das? Haltet Frieden, rief der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Gedenkgottesdienst zu 75 Jahre Kriegsende am 8. Mai 2020 auf. Wieso gelingt uns Menschen das so selten, fragt eine Leserin. Es antwortet: Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer aus Berlin
Die vorlutherischen deutschen Bibel – Wie die Bibel entstand – Teil 8 Der Bayer versteht den Sachsen nicht. Von Hans-Jürgen Grundmann aus Berlin
3. Oktober – Deutschland singt Eine Initiative feiert die Wiedervereinigung, die Demokratie und tritt für den Zusammenhalt in der Gesellschaft am 30. Tag der Deutschen Einheit ein. Mitmachen erwünscht Von Stephan Kahé aus Tutzing
Wie haben Sie es damals erlebt? – Neue Serie: 75 Jahre Kriegsende Wie eine Krankenschwester aus der Steiermark das Leben eines 18-Jährigen rettete. Eva Lorenzen, Leserin aus Magdeburg
Große Geschwisterschar. Wir waren sechs Geschwister, eine Schwester starb bereits vor vielen Jahren Hildegard Eydam, Leserin aus Naumburg/Saale
Christen sprechen über ihren Glauben: Gott beruft mich zum Leben als sein geliebtes Kind, dieses Geschenk weiterzugeben in Verantwortung für die Schöpfung. Von Alexander Reichert, Leser aus Jüterbog
Die Weisheit der älteren Semester. Lebensfrage: Trotz meiner Erfahrungen fühle ich mich als älterer Mensch manchmal nicht ernstgenommen. Müsste das nicht andersherum sein? Es antwortet Hans-Ulrich Schulz, Generalsuperintendent a.D., aus Potsdam
Du Friedensbringer, wende dich deiner Schöpfung zu. Die Reisenden wollen sicheres Geleit. Die Kranken hoffen auf Heilung. Die Trauernden brauchen Trost. Die Ratlosen suchen neue Wege. Du Gott Jakobs, erinnere dich deiner Verheißung. Deine Gegenwart ist Leben. Komm, mache deine Verheißungen wahr. Friedensbringer, wende dich deiner Kirche zu. Gib ihren Worten Klarheit, ihrem Beten Beständigkeit, ihrer Gemeinschaft Liebe. Behüte die Verfolgten. Nimm dich unserer Lieben an und segne sie. Du Gott Jakobs, um Jesu Christi willen erinnere dich deiner Verheißung. Deine Gegenwart ist Leben. Komm, mache deine Verheißungen wahr. (VELKD)
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Psalm 139,14 (L)
Wie oft wohl habe ich diesen Vers schon auf einer Geburtsanzeige gelesen! Neugeborene bringen uns die Wunder der Schöpfung wieder zu Bewusstsein. Staunend betrachten wir die kleine Person und erkennen in ihrer Mimik die Züge von Oma oder Papa. Ein wenig andächtig fühlen wir uns wie Zeugen des Wunderwirkens Gottes.
Gott hat mich – und Sie – wunderbar gemacht. Wir haben allen Grund, Gott dafür zu danken, auch wenn wir mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen kämpfen. Der Mensch ist viel mehr als nur Produkt des wunderbaren Zusammenspiels biologischer Prozesse. Wir lesen, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat, also irgendwie ihm ähnlich. Meine Seele erkennt es – und staunt.
Gott hat den Menschen mit Geist und Seele ausgestattet, damit er in der Lage ist, logisch zu denken und Zusammenhänge zu erfassen, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Auch Gefühle gehören dazu, sowie die Fähigkeit, intuitiv das zu erfassen, wofür es keine logische Erklärung gibt. Der Mensch hat vieles bekommen, was dem Wesen Gottes entspricht. Und – sozusagen als besondere Zugabe, auch den tiefen Wunsch, Gott nahe zu sein. Ist das nicht wunderbar? Meine Seele erkennt es – und staunt über Gott.
Und sie stimmt ein in das Gebet des Psalms: „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin.“ Ich danke dir, dass ich dich kenne – als den Gott, der Wunder tut. Ich danke dir für die Wunder, die du in meinem Leben tust. Meine Seele kann sie kaum fassen – und betet dich staunend an!
Ursula Hecht, Berlin
Licht in den Augen. Foto: pixabay
Ist das nicht offensichtlich?
Predigttext zum 2. August 2020 8. Sonntag nach Trinitatis: Johannes 9,1–7
Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt
Johannes 9,3–5
Wer blind geboren ist, musste in der Vergangenheit gesündigt haben – oder seine Eltern!
Jesu Jünger sind aufgewachsen mit diesem Schubladendenken. Aber sie entdecken bald, dass ihre Schlussfolgerung falsch ist. Und damit auch ihre Selbsteinschätzung. Sie reden so, als wäre Sünde etwas, das nur bestimmten Menschen widerfährt.
Ob sie sich wohl selbst als Sünder sehen? Oh, sie werden sich noch wundern, wenn sie endlich begreifen, dass Jesus nur deshalb gekommen ist ,um Sünder zu suchen und zu retten! Dazu sollen die Werke Gottes an den Menschen offenbar werden. Dazu gehört auch, Blinden die Augen zu öffnen und Glauben zu wecken! Denn nur der Glaube an Jesus ist das einzig wirksame Mittel gegen die Sünde. Nur der Glaube an das Licht der Welt kann vor der Nacht der Sünde schützen.
Ob seine Jünger wohl verstanden haben, dass die Heilung von Gebrechen wie ein Wegweiser zu Gott wirken soll? Für Jesus war dieser Zusammenhang völlig offensichtlich.
Wie sehe ich mich selbst? Bin ich vielleicht auch so jemand, an dem die Werke Gottes offenbar werden sollen? Ich tue mich schwer damit, meinen Zustand als Blindheit zu akzeptieren. Aber genau das sagt das Wort Gottes: Ohne Jesus sind alle Menschen blind. Ohne sich von Jesus die Augen öffnen zu lassen, bleibt ihnen die offensichtliche Wirklichkeit der Sünde verborgen. Und auch Jesu Nachfolger, die diese Erfahrung des Augenöffnens eigentlich schon kennen, brauchen es immer wieder. Sie laufen sonst Gefahr, aufgrund falscher Schlussfolgerungen geistlich Offensichtliches nicht zu erkennen.
Wie Jesus die Augen eines jeden öffnet, ist ganz unterschiedlich, aber immer so, dass der Glaube des Einzelnen gefragt ist. Die Beschreibung hier liest sich ein bisschen unappetitlich. Aber – der Blinde hat es nicht gesehen, nur die Jünger. Er mag etwas gehört haben, was merkwürdig zu sein schien. Die Jünger, die genau gesehen haben, was Jesus tat, sind in dieser Geschichte erst mal nur die lernenden Beobachter. Die Zeit ihrer konkreten Glaubensprüfung wird später kommen.
Der Blinde aber muss jetzt glauben, bevor auch nur irgend eine Änderung eingetreten ist. Er muss darauf vertrauen, dass Jesus das Richtige tut, auch wenn es sich merkwürdig anfühlt. Etwas anderes bleibt ihm nicht übrig. So geht es jedem. Man muss Jesus glauben – oder blind bleiben!
Jesus lädt seine Jünger ein, damals wie heute, vom Beobachten zum Handeln zu kommen: Mutige Schritte im Glauben zu wagen, auch wenn sie merkwürdig erscheinen. Um dann endlich klar sehen zu können!
Ursula Hecht, Berlin
Es gibt immer was zu verkünden. Foto: pixabay
Vom Taugenichts zum Verkündiger
Predigttext zum 9. August 2020 9. Sonntag nach Trinitatis: Jeremia 1,7-10
Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: „Ich bin zu jung“, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir. Jeremia 1,7–8a
Ich tauge nichts oder auch „Ich bin ein Taugenichts“, so manch einer von uns hat das wohl möglich schon zu sich selbst gesagt!? Oder hat sich anhören müssen: Du bist nur eine Belastung für uns, du bist ein Taugenichts. Josef Freiherr von Eichendorff, ein Dichter der deutschen Romantik, macht einen Taugenichts zum Helden seiner berühmtesten Novelle. Allerdings findet der Taugenichts sein Glück in der Welt und Liebe. Im wirklichen Leben stehen die, von denen man sagt, du taugst zu nichts, eher im Unglück.
Wenn Gott allerdings seine Geschichte mit den Menschen schreibt, dann bekommt die Frage nach dem, was ich tauge, noch einmal eine ganz andere Farbe. Davon erzählt uns der Bericht der Berufung des Propheten Jeremia. Jeremia zweifelt nicht am Herrn, sondern an sich. In dieser Hinsicht ist die Berufung des Jeremia einzigartig unter den Propheten. Er ringt mit Gott, dass er nicht predigen muss. „Ach, Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung.“
Das ist ein mir bekanntes Gefühl: Ich sehe die Aufgabe, aber sie scheint zu groß für mich selbst. Könnte da nicht ein anderer ran? Unser Selbstbewusstsein kann ganz schön an-geknackst sein, aber oft nicht, weil wir uns selbst nichts zutrauen, sondern weil wir viel zu oft erleben müssen, dass uns andere nichts zutrauen: Lass es lieber, dafür bist du zu dumm! Viele Menschen prägen solche Sätze. Vielleicht war es auch bei Jeremia so. Bei solchen Sätzen wird deutlich, wie gemein Menschen gegenüber Menschen sein können. Bei Gott ist das offensichtlich ganz anders: Er hält Jeremia keineswegs für einen Taugenichts. Er kannte ihn schon immer und immer, was nichts anderes heißt, als dass Jeremia wie jede und jede von uns ein von Gott geschaffenes Wesen ist. Gott hat mich gewollt und gemacht und darum bin ich etwas wert.
Darum auch lässt Gott Jeremias Widerspruch nicht gelten: „Wohin ich dich sende und predige, was ich dir auftrage“. Und spricht ihm zu: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir!“
Eine alte christliche Weisheit formuliert dieses Geschehen in dem Satz: „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand!“ Gott stattet Jeremia mit der Kraft und dem Zutrauen aus, welches er in den folgenden Jahren brauchen wird. Denn Jeremias Weg war nicht einfach. Er hat sich mit allen angelegt, mit seinen Volksgenossen, mit den Herrschern zu Hause und mit denen fremder Völker. Jeremia übte Sozialkritik an der Gesellschaft, in der er lebte. Im Auftrag des Herrn sprach er alles aus und scheiterte dennoch. Er musste darunter leiden, der Verkündiger einer unbequemen Wahrheit zu sein. Seine Mahnungen blieben ungehört, Jerusalem wurde zerstört, die Bevölkerung wurde weggeführt. Aber alles dieses vermag nicht mehr sein Selbstbewusstsein in Wanken zu bringen. Aus dem selbsternannten Taugenichts ist ein von Gott gerufener Verkünder geworden.
„Und siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund“, spricht Gott zu Jeremia. Auch uns legt Gott seine gute Nachricht in den Mund und ans Herz. Der Zuspruch Gottes an Jeremia gilt auch uns. Gott baut mit uns Christen sein Reich. Er wagt es mit uns und vertraut uns. Wie einst Jeremia dürfen wir uns auf Gottes Zusage einlassen. Gott hat mit jeder und jedem von uns seinen Plan. Darum taugen wir alle etwas und niemand ist ein Taugenichts.
Thilo Haak, Pfarrer der Ostergemeinde in Berlin-Wedding
Damit sich Gott aller erbarme
Predigttext zum 16. August 2020 10. Sonntag nach Trinitatis/Israelsonntag: Römer 11,25–32
Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme. Römer 11,29–32
Damit sich Gott aller erbarme – damit endet unser Predigttext. Welch ein hoffnungsvoller Ausblick angesichts erbarmungsloser Konflikte und erbarmungswürdiger Formen des Zusammenlebens.
Wir begehen den Israelsonntag in zeitlicher Nähe zum jüdischen Feiertag 9. Av, den die jüdischen Gemeinden als Trauer- und Fastentag in Erinnerung an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Babylonier 586 vor Christus und durch die Römer 70 nach Christus gestalten. Sie erinnern auch an weitere Katastrophen der jüdischen Geschichte wie die Pogrome während der Kreuzzüge, die Vertreibung von der iberischen Halbinsel, den Holocaust während der nationalsozialistischen Herrschaft. Sie singen in ihren Gottesdiensten die Klagelieder Jeremias über Zerstörung und Exil und fragen Gott nach seinem hoffnungsvollen Eingreifen, das er ihnen als seinem erwählten Volk immer wieder verheißen hat.
In unserem Predigttext sind wir, die in den Stamm Israel Eingepfropften aus den Völkern, die Adressaten und Adressatinnen von Paulus. Uns offenbart er ein Geheimnis, damit wir nicht in Unkenntnis bleiben.
Er erinnert uns mit dem Schriftzeugnis aus dem Jesajabuch, dass aus Zion der Retter kommen und die Gottlosigkeit aus Jakob wegschaffen wird. Israel bleibt der Liebling Gottes aufgrund der Erwählung, Gottes Bund und seiner Gnadengaben.
In den letzten Versen geht es jeweils viermal um das Verhältnis von Ungehorsam und Gottes Erbarmen. Je zweimal ist von unserem Ungehorsam und dem Erbarmen Gottes gegenüber uns aus den Völkern die Rede, je einmal vom Ungehorsam und Erbarmen Gottes in Bezug auf Israel. Am Ende steht: „Gott hat ja alle in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er sich aller erbarme.“
Wie können wir über diese Hoffnungsbotschaft Gottes, die unseren Ungehorsam nicht verschweigt, am Israelsonntag 2020 in einer christlichen Gemeinde in Deutschland predigen? Zum einen, dass wir mit Trauer auf die Zeugnisse der Zerstörung jüdischen Lebens als Mahnmale für unseren Ungehorsam gegenüber Gott und seinem geliebten Volk in unserer Mitte hinsehen.
Zum zweiten, dass wir die Zeugnisse der Diskriminierung des Judentums nicht aus Gründen des Denkmalschutzes in unseren Kirchen und an anderen Orten unverändert stehen lassen, sondern sie umgestalten. Ein Beispiel ist für mich die meterhohe Gegenüberstellung der blinden Synagoge und der triumphierenden Kirche auf einem frisch renovierten Mosaik in der Herz-Jesu-Kirche im Prenzlauer Berg. Wie könnte es durch ästhetisch angemessene Lösungen so kommentiert werden, dass es unsere Umkehr aus unserem tödlichen Ungehorsam des Antisemitismus unübersehbar und unrevidierbar sichtbar macht?
Zum dritten: Wie können wir gemeinsam als Menschen aus den Völkern und aus dem geliebten Volk Israel unsere Hoffnung auf Gottes Erbarmen trotz unseres Ungehorsams bezeugen? Eine im interreligiösen Dialog in Berlin engagierte Muslima hat nach dem Anschlag in Halle Menschen aus verschiedenen Religionen zusammengerufen, um gemeinsam zu überlegen, was wir jenseits von Mahnwachen tun können. Es ist daraus das Projekt „Belastbare Brücken bauen“ entstanden. Wir haben inzwischen ein rotes Sofa, auf dem wir bei Wochenmärkten und an anderen geeigneten Orten im öffentlichen Raum mit der „beweglichen Mitte der Gesellschaft“ ins Gespräch kommen wollen. Hoffentlich wird dort eine Vorahnung davon spürbar, wie ein Leben aussehen kann, das von Gottes Botschaft für diesen Israelsonntag geprägt ist: „damit sich Gott aller erbarme.“
Dr. Gerdi Nützel, Pfarrerin der Internationalen Studierendengemeinde Berlin
Gäste freundlich bewirten. Foto: pixabay
Jesus warnt uns
Predigttext zum 23. August 2020 11. Sonntag nach Trinitatis: Lukas 18,9–14
Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Lukas 18,10–11
Bin ich froh, dass ich nicht in der Haut des Pharisäers stecke! Der so über andern Menschen denkt, die es im Leben nicht so gut getroffen haben. Oder die womöglich selbstverschuldet auf die schiefe Bahn geraten sind. Gut, dass ich nicht so bin!
Habe ich, haben Sie auch schon mal so gedacht? Wer so vergleicht, der hat und ist eigentlich schon verloren. Stellen wir uns selbstherrlich, selbstgerecht hin, dann vergessen wir ganz die Nächstenliebe. Zwei Drittel des Predigttextes beschreibt den „besseren” Menschen. Diejenigen, die meinen, sich durch ihre Werke einen Platz im Himmel erarbeitet zu haben. Darüber vergessen sie die Kernaussage der Bibel, nämlich Demut und Nächstenliebe. Schlimm!
Aber so ein Verbrecher, ein Nichtsnutz und offenbar schlechter Mensch – er kommt und bereut. Einer, auf den die Leute zeigen, wagt sich, wenn auch nur ganz hinten, in das Gotteshaus. Menschen, die den Weg zur Kirche finden, deren Habseligkeiten in einen Einkaufswagen passen, sitzen meist hinten, weil sie sich schämen, nicht gut zu riechen. Wie oft habe ich solche Menschen angesprochen, sie gefragt, wie es geht oder ob sie etwas brauchen? Oder ich lief mit gesenktem Blick vorbei und hoffte, er oder sie spricht mich nicht an? Meistens wollen Menschen nicht betteln, sondern nur etwas Liebe, Respekt, ein offenes Ohr. Wir sollten aufpassen, das wir sonntags unsere Gottesdienste nicht als selbstgerechte Pharisäer verlassen.
Titus Schlagowsky, Prädikant in Nochern
Sommerlich gedeckter Tisch. Foto: pexels
Gottes Ackerfeld
Predigttext zum 30. August 2020, Sonntag nach Trinitatis: Korinther 3,9–17
Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Korinther 3,9+11
Was für ein Bild. Paulus beschreibt die christliche Gemeinde als Gottes Mitarbeiter und zugleich als sein Ackerfeld und seinen Bau. Ackerfläche, Mitstreiter und Produkt zugleich? Christinnen und Christen sind demnach der Boden, in den Gott seinen Samen, sein Wort, seine Zuneigung legt. Aber der Grund dafür sind nicht die Getauften, sondern allein Jesus Christus. Nichts Vergängliches wie Gold, edle Steine oder Heu und Stroh. Das würde dem Feuer nicht standhalten, ein Bild für die Vergänglichkeit, für irdische Zerstörungskraft. Denn Feuer frisst sich im Nu durch alles hindurch.
Der Glaube aber, der auf Gottes Grund und Boden wächst zu einem prachtvollen Bau aus Nächstenliebe, Gottvertrauen und Dankbarkeit dem Schöpfer gegenüber, hat ein festes Fundament. Auf ihm soll ein Bau wachsen, das Haus der Gemeinde, eine Wohnung für alle, die von der Gnade Gottes erfahren dürfen, sich ihr öffnen.
So wächst der Tempel Gottes auf Erden. Kein Bau aus kostbaren Erzen oder leicht brennbarem Holz. Sondern aus dem Wort und der Liebe Gottes gebaut, stabil gebaut, ein Tor zur Ewigkeit hier auf Erden. „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (Vers 16). Ein Wort, hinter dem eine große Gnade und zugleich ein kraftvoller Auftrag steht. Dieser Geist soll lebendig und sichtbar werden für andere. Er ist es, der auf dem Ackerfeld Früchte tragen soll, die jeder sehen und von denen jeder probieren kann. Wer aber den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben – ein hartes Wort. Was mag es bedeuten? Vielleicht verbirgt sich darauf ein Hinweis auf jemanden, der Menschen vom Glauben abbringt? Der sie auf einen anderen Grund stellen will als auf den, der gelegt ist in Christus. Davor bewahre uns der Geist Gottes.
Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 1. Könige 19,7 (L)
Elia(s) bedeutet „Jahwe ist Gott“. Er gilt nach Mose als der bedeutendste Prophet des Alten Bundes. Elia ist ein hebräischer Prophet um 870 aus Thisbe und gilt als Retter der Jahwereligion im Reich Israel vor der drohenden Überwucherung durch den Baalskult. Über Elia existieren legendäre Berichte, unter anderem die Erweckung eines Kindes; die Speisung durch Raben; die Aufnahme in den Himmel.
Elia forderte 450 Baals-Propheten am Bach Kischon heraus. „Und ruft ihr den Namen eures Gottes an, ich aber will den Namen des HERRN anrufen.“ Welcher Gott mit Feuer antwortet, der ist Gott. Am Ende loderte das Stieropfer von Elia im Feuer, der Gott Jahwe erwies sich als der wahre – so die biblische Geschichte vom Gottesurteil auf dem Karmel. Elia bringt daraufhin die 450 Propheten des Baal um. Und muss vor dem Zorn der Frau des Königs Ahab, Isebel, in die Wüste von Beerseba fliehen. Dort stärkt ihn ein Engel Gottes mit Essen und Trinken, damit sich Elia weiter für den Glauben an seinen Gott einsetzen kann. Danach wandert Elia vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.
Engel schickt Gott als seine Dienstboten. Sie erscheinen anstelle Gottes und handeln in seinem Sinn. Engel übermitteln Botschaften an Menschen, greifen helfend und rettend ein, beschirmen in und führen durch spezielle Situationen. Wenn Gott uns durch Engel aufsucht, drückt er damit seine Liebe zu uns aus, will uns gebrauchen und zurechtbringen. Aber Gott macht auch uns selbst zu Engeln, indem er durch seinen Heiligen Geist uns etwas aufs Herz legt, das wir tun sollen. Gern wäre ich solch ein Engel.
Karl-Heinz Eberhardt Schäfer, Leipzig
Zur Vergebung durchringen und Gott die Ehre geben. Foto: pixabay
Vernünftiger Gottesdienst
Predigttext zum 5. Juli 2020 4. Sonntag nach Trinitatis: Römer 12,17–21
Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben „Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.“ Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12,18+19+21
Eine Familie hat die Angewohnheit, die Verwandten im Dorf bewusst nicht zu grüßen und nach Möglichkeit über sie Schlechtes zu erzählen. Ich habe nachgefragt. Dann bekam ich zu hören: Ach, Herr Pfarrer, die haben wir seit 30 Jahren nicht mehr gegrüßt, sie wissen ja gar nicht, was die uns angetan haben.
Ein Unrecht schmerzt, egal ob vermeintlich oder zu Recht. Da versagt man sich aus Stolz und Verletzung öffentlich die Anerkennung der eigenen Verwandten. Mit so einer Haltung möchte man verletzen, Rache üben. Auge um Auge, Zahn um Zahn, und das über Jahrzehnte.
Das ist so ein immer wiederkehrendes Muster: Der hat mir Unrecht getan, jetzt zahle ich es ihm heim. Solch eine Haltung gibt es im kleinen persönlichen Umfeld und in der großen Politik, anstatt Diplomatie zu üben, wird die Keule hervorgeholt: Sanktionen, Drohungen, Nadelstiche und am Ende sogar Krieg?
Was sagt Gott dazu: Mein ist die Rache, es ist nicht eure Sache, den vermeintlichen Gegner mit euren Rachevorstellungen nieder zu machen. Ich, Gott, werde darüber urteilen. Lernt endlich das alles mir zu überlassen.
Paulus schärft unser Gewissen mit seinem Brief: „Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“ Mit allen Mensch nah und fern. Das heißt zuerst: Denk doch mal darüber nach, warum du deinem angeblichen Feind so viel Böses wünschst. Kann einiges an dem, was du auszusetzen hast, auch an dir liegen? Hast du nicht ein mächtiges Eigeninteresse daran, den anderen fertig zu machen? Versöhnen statt spalten, verzeihen statt drohen, das meint die Bitte: Überwinde das Böse mit Gutem. So hofft es Paulus, so erfleht er es inbrünstig für die Gemeinde in Rom und für uns auch heute in unseren tagtäglichen Auseinandersetzungen mit unseren Mitmenschen.
Das muss man sich im persönlichen Bereich durchbuchstabieren: Muss ich diese Verletzung aussprechen, muss ich ironisch und spitzfindig mein Gegenüber bloßstellen mit Hochmut, Verachtung und Arroganz. Und in der großen Politik: Muss man Feindschaft pflegen, kann man nicht diplomatische Wege finden, Streit zu mindern und Verträge zu schließen, die die hasserfüllte Konfrontation mindern? Eine solche Haltung ist mehr denn je gefragt gerade auch von anerkennungssüchtigen Politikern.
Solche einfachen Sätze machen blitzartig klar: Es kann ja auch an mir liegen. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“
Das ist vernünftiger Gottesdienst nach Paulus: Wir überlassen es im Gebet Gott, Unrecht auszugleichen und ringen uns nach Streit dazu durch, endlich zu vergeben. Das macht uns frei, entlastet uns und gibt Gott die Ehre.
Paul Geiß, Pfarrer im Ruhestand, Berlin
Werfen Netze der Hoffnung aus: die Fischerbrigade am See Genezareth. Foto: pixabay
Botschafter werden
Predigttext zum 12. Juli 2020 5. Sonntag nach Trinitatis: Lukas 5,1–11
Aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. Lukas 5,5
Vor einigen Jahren wünschte sich ein Brautpaar aus diesem Evangelium als Trauspruch diesen Vers: „Aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.“ Kurz stutzte ich, doch dann spürte ich, wie diese Geschichte passte. Schmerzvoll sahen beide auf eine gescheiterte Partnerschaft. Doch sie wagten einen Neuanfang. Mit dem Ruf Jesu „die Netze auszuwerfen“ baten sie nicht nur um Gelingen, sondern auch darum, nicht mehr im Trüben ihrer Vergangenheit fischen zu müssen.
Dieses Evangelium ist eben auch ein Gleichnis. Damals wie heute sitzt Jesus mit im Boot unseres Scheiterns und unserer Ängste. Er ermutigt aufzubrechen aus Erfahrungen der Vergeblichkeit und das „tiefe Wasser“ nicht zu scheuen. Dort, wo wir im Dunkeln tappen, holt er uns weg, zeigt einen Weg und schenkt Fülle.
„Auf dein Wort hin will ich neu die Netze auswerfen“. Das hört sich in unseren Tagen zugleich auch sehr „digital“ an. Ein Leben ohne Netzempfang können sich viele kaum noch vorstellen. Als im Frühjahr nötige Abstandsregeln zur Anstandsregel wurden, waren wir dankbar für vielfältige Kontaktmöglichkeiten über das Funk-Netz. Doch menschliche Nähe kann das nicht ersetzen.
In unserer biblischen Geschichte geht es allerdings um schlichte Fischer-Netze. Sie kamen nach erfolgloser Arbeit unter dem Wort Jesu neu zum Einsatz. Überreich wurden sie gefüllt. Das animierte Petrus aber nicht, einen gut gehenden Fischladen mit Jesus-Beteiligung aufzumachen, sondern den Aufbruch zu wagen in die Nachfolge. Hinter dem Erschrecken über seine Gottesferne erkannte er dabei, dass die Fülle, die Jesus schenkt, nicht zu einem erfüllten Leben führt, wenn wir Bäuche und Kassen füllen, sondern wenn wir uns in das Netz seiner Liebe fallen lassen. Das gilt, wo Erfolglosigkeit den Tag zur Nacht werden lässt und wo Lebenskrisen unser rostiges Lebensschiff seeuntüchtig machen. „Fürchte dich nicht!“, ruft Jesus. Ich brauche dich! Hol Enttäuschte und Resignierte ins Boot, Kleingläubige und Fremde, Gescheiterte aus Corona-Zeiten und brotlose Künstler, Netzaktivisten und Menschen ohne Netzempfang. Gerade als Angefochtene macht Christus uns zu Botschaftern seine Erbarmens.
An der Fischerbrigade vom See Genezareth macht Jesus deutlich, dass er Jünger braucht, Junggebliebene mit einem Herz für Altgewordene und Abgehängte; Verkünder im Alltag, die neugierig machen auf den Geschmack der neuen Welt Gottes; Menschen, die all ihren Schwächen zum Trotz Netze der Hoffnung auswerfen, „auf sein Wort hin“ und sich gehalten wissen im Netz seiner Liebe hier und in Ewigkeit, Amen.
Ralf-Günter Schein, Pfarrer im Ruhestand, Templin
Gottes Ja
Predigttext zum 19. Juli 2020 6. Sonntag nach Trinitatis: 5. Mose 7,6–12
Denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Mose 7,6–8a
Das Volk Israel war hart an der Grenze, seinen Glauben, seine Geschichte und seine Herkunft, eigentlich seine ganze Existenzbestimmung aufzugeben. In diese Zeit hinein hält einer eine Predigt, die sie wieder zurückführen will zu dem, was wirklich wichtig ist. Er hält ihnen ihren Glauben, ja die Wurzel und damit die Stütze ihres Seins vor Augen: Ein Mensch, der sich erwählt weiß, wird sich nicht verloren fühlen. Seine Existenz weiß er nicht nur aus sich selbst heraus, sondern von außerhalb seiner selbst bestimmt. Für die Gemeinde Israel ist der Bestimmer ihrer Existenz niemand anders als Gott. Er hat sich in seiner großen und unbeschreiblichen Liebe ein kleines Volk am Rande der Geschichte ausgesucht.
Von den Tagen Abrahams an hat er es beschützt und geleitet. Er war es auch, der sie befreite aus der größten Frustration ihrer Geschichte. Aus der Sklaverei und Unterdrückung hat er sie zur Freiheit geführt. Aus dem Land der Peitschen und Aufseher, aus Ägypten, hat er sie in das Land, wo Milch und Honig fließen, geführt. Gott tat das aus freien Stücken. Nicht weil der Glaube der Menschen der Gemeinde Israel ihn erwählt hat, sondern weil er als der freie und über den Dingen stehende Gott sich die Menschen seines Herzens erwählt hat. In dieser Erwählung gründet Israel. Aus dieser Erwählung durch Gott erhält jeder Bezug ihres Lebens seinen Sinn.
Dieser Erwählungsgedanke begegnet uns auch in der Predigt Jesu. Im Johannesevangelium hören wir von ihm: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“
Gott hat Ja zu uns gesagt, lange schon bevor wir von uns aus auf ihn zugegangen sind. So wie er sich einst in grenzenloser Liebe das kleine Volk Israel ausschaute, hat er sich durch das Leben und die Predigt seines Sohnes allen Menschen zugewandt und sie eingeladen zu seiner Einladung ja zu sagen.
Dieses Ja ist das Ja des Menschen bei der Taufe. Da sagen wir: „Ja, Gott, ich will zu dir gehören. Ich will Teil der Gemeinschaft sein, die dir vertraut und die zu dir gehört. Ich bin mir sicher, dass du dich mich erwählt hast. Aus diesem Zuspruch will ich leben und an diesen Zuspruch will ich glauben.
So hat es Israel gehört: Gott hat euch erwählt, haltet seine Weisungen. So soll ich es auch hören: Wenn dein Glaube nicht unbedeutend und klein sein soll, wenn du dich nicht der Gefahr aussetzen willst, die Liebe Gottes, in der du gehalten bist, zu vergessen, wenn du dir den Frust des Alltags ersparen willst, dass dein Glaube darin nichts zu suchen hätte, dann mache dir bewusst: Gott hat mich erwählt und diese Erwählung will gelebt werden. Es tut gut, sich der Größe dieses Geschenkes jeden Tag neu bewusst zu werden. Denn ein bewusster Glauben wird mein Leben bei mancher Frustration heilsam zu berichtigen wissen. Er wird mich durch manche Tiefe des Lebens hindurch tragen. Mein Glaube ist das ständig wiederholte Ja zu der Erwählung, die Gott mir zugesprochen hat und aus der er mich nicht fallen lässt.
Predigttext zum 26. Juli 2020 7. Sonntag nach Trinitatis: Hebräer 3,1-3
Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt.
Hebräer 13,1–3
Es ist Urlaubs- und Reisezeit. Wo kann ich in diesem Jahr ohne Risiko hin reisen? Mit der Gastfreundschaft war es kürzlich schwierig. Besuche und Reisen waren eingeschränkt. Auch Gottesdienste, Abendmahl und Singen waren verboten. Stattdessen Abstand halten. Wie soll da Gemeinschaft gelebt werden?
Unser Predigttext erinnert uns daran, trotz allem den anderen nicht aus dem Blick zu verlieren. Ein Beispiel für Gastfreundschaft ist die Begegnung Abrahams mit den drei Männern im Hain Mamre (1. Mose 18,1–5). Die Urgemeinde praktizierte sie: Apostelgeschichte 22,44–46 (Epistel). Die Apostel Paulus und Petrus rufen dazu auf (Römer 12, 13; 1. Petrus 4,9). Für Jesus ist es eine wichtige Tat bei Rechenschaft im Weltgericht (Matthäus 25, 35.36). Liebe und Gastfreundschaft gehören zusammen.
Da fällt mir eine chassidische Geschichte ein: Rabbi Schmuel von Brysow war einer der von seiner chassidischen Richtung am höchsten geachteten Männer. Und er war reich. Eines Tages kam eine große Gruppe von Kaufleuten nach Brysow, und zwar kurz vor Sabbatanbruch, so dass sie sich entschlossen, den Festtag über in der Stadt zu bleiben. Sie kamen zu Rabbi Schmuel und erkundigten sich, ob sie in seinem Hause wohnen und das Sabbatmahl mit ihm teilen dürften. Rabbi Schmuel erwiderte, er könne ihnen beides anbieten, allerdings nur gegen Bezahlung, und dann nannte er sogar noch eine recht hohe Summe, die sie für ihren Aufenthalt zu bezahlen hätten.
Die Reisenden waren befremdet, dass ein Chassid für die Wohltat der Gastfreundschaft Bezahlung verlangte, aber da sie keine Wahl hatten, nahmen sie sein Angebot an. Und so aßen und tranken die Kaufleute über den Sabbat zur Genüge, ja verlangten sogar noch erlesene Weine und ausgewählte Speisen als Entgelt für den hohen Preis, den sie zu entrichten haben würden. Auch zögerten sie nicht, alle möglichen Sonderwünsche zu äußern. Als der Sabbat vorüber war und die Kaufleute ihre Reise fortsetzen wollten, traten sie in Rabbi Schmuels Studierzimmer, um die vereinbarte Summe zu entrichten. Der aber brach in Lachen aus: „Glaubt ihr, ich habe den Verstand verloren? Wie könnte ich Geld annehmen für das Privileg, Reisenden Gastfreundschaft zu gewähren?” Die Kaufleute sahen einander verständnislos an: „Warum habt Ihr uns denn dann nur unter der Bedingung aufgenommen, dass wir euch hoch bezahlen?” Da erklärte Rabbi Schmuel: „Ich fürchtete, es könnte euch peinlich sein, auch genug zu essen oder die besten Weine zu trinken, wenn ihr euch nur als meine Gäste fühlt. Und – seid ehrlich, hatte ich nicht recht?”
Wann und wo haben wir zuletzt Gastfreundschaft erlebt? Wen haben wir freundlich als Gast aufgenommen und bewirtet?
Einer nimmt uns auf und bewirtet uns überreich an seinem Tisch mit Brot und Wein und mit dem täglichen Brot. Möchte es auch unser dankbares Bekenntnis in diesen schweren Zeiten sein: „Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang. Und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar“ Psalm 23, 5.6.
Günther Dimmler, Pfarrer im Ruhestand, Königsee, Thüringen
Relief Druckerwerkstatt am Gutenberg-Denkmal in Mainz. Foto: wikimedia/EPei, CC BY-SA 3.0
Schwarze Kunst – Wie die Bibel entstand – Teil 7 Die Tragik des genialen Erfinders Johannes Gutenberg. Von Hans-Jürgen Grundmann aus Berlin
Wie haben Sie es damals erlebt? – Neue Serie: 75 Jahre Kriegsende Als 16-Jähriger überlebte er Fliegerangriff und Luftangriffe auf Leipzig. Und: Wie Pfarrer Harnisch von der Samariterkirche Berlin half. Von Werner Mähnert, Leser aus Halle und Christa Linke, Leserin aus Berlin
Mein Bruder und meine Tante – Neue Serie: Meine Geschwister Geht mit Gott, sagte die Oma zum Abschied von Bruder und Schwester. Von Melitta Haustein, Leserin aus dem Erzgebirge
Christen sprechen über ihren Glauben: In den Höhen und Tiefen meines bisherigen Lebens hat mir der 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“ sehr geholfen. Von Christiane Kohlhoff, Leserin aus Berlin-Wedding
Berühren trotz Abstand. Corona zwingt zum Masken tragen. Wie Gefühle zeigen? Von Sibylle Sterzik aus Berlin
Trage und ertrage mich,
Gott, damit ich dir nicht im Weg stehe,
sondern dazu beitrage, dir eine Schneise zu schlagen in diese Welt.
Eine Welt, die so tut, als bräuchte sie dich nicht
und die doch nach dir schmachtet,
aber zu stolz ist, das zu bekennen.
Du brauchst nicht erst zu erscheinen,
du bist schon da, denn du bist gekommen,
damit wir das Leben haben und es in Fülle haben:
Leben. 100 Prozent. Amen
Georg Schwikart, aus: Notizen eines Pfarrers am Stadtrand, Verlag Neue Stadt
Predigttext zum 7. Juni 2020 Trinitatis: 4. Mose 6,22–27
Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, dass ich sie segne. Mose 6,27
Die zentralen Worte des Predigttextes für den Sonntag Trinitatis sind jedem Gottesdienstbesucher deutlich im Ohr. Es sind die Segensworte am Schluss eines jeden Gottesdienstes.
Das sind alte Worte. In der Bibel werden sie Mose in den Mund gelegt. Wir können das nicht nachprüfen. Aber dass es sich um sehr alte Worte aus den Gottesdiensten Israels handelt, bestätigt die biblische Archäologie.
Es sind feierliche und gewichtige Worte. Das kommt in ihrem dreigliedrigen Aufbau zum Ausdruck. Dreimal wird die Zuwendung Gottes zu den Menschen bildhaft beschrieben. Gottes Angesicht ist Zeichen seiner hilfreichen Nähe (2. Mose 33,14). Wo es leuchtet, da bewirkt es nur Gutes. Wir tun es ja nicht anders: Wir drehen uns weg oder wenden uns zu, wir strahlen unser Gegenüber an oder auch nicht. Gleiches gilt für das Erheben des Angesichts. Das ist wie „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“.
Was die Zuwendung Gottes bewirkt, sind Gnade und Frieden. Dabei darf die Gnade keinesfalls in die Nähe von Willkür gerückt werden. Gottes Gnade ist eine überfließende, die weit über das Recht, das mir zusteht, hinausgeht. Und ebenso ist es mit dem Frieden, dem Schalom, der ganz umfassend Heil und Segen meint, geistlich wie materiell.
Die Segensworte wenden sich an ein Du. Gemeint ist der Einzelne als Teil des Gottesvolkes beziehungsweise der Gemeinde. Er wird so als Individuum ernst genommen und geht nicht in einem an die Vielen gerichteten „euch“ unter. Beim gottesdienstlichen Gebrauch sollten wir dies mit im Blick haben.
Weil diese Worte von den Priestern, den „Söhnen Aarons“, gesprochen werden sollten, werden sie Aaronitischer Segen genannt. Dass sie heute unsere Gottesdienste beschließen, liegt an Martin Luther und seinem Entwurf für eine Deutsche Messe. Während die Worte im Judentum immer in Gebrauch waren, fanden sie in der Alten Kirche und auch im Römisch-katholischen Gottesdienst bis zum Zweiten Vaticanum kaum Verwendung.
Der dreigliedrige Aufbau des alten Segenswortes stellt natürlich einen gedanklichen Bezug zur Dreieinigkeit Gottes her, wie wir dies in den christlichen Kirchen bekennen. Für den Text selber und seine ursprüngliche Verwendung war das noch nicht im Blick. Aber beide, den Text des Aaronitischen Segens und unsere christliche Lehre von der Trinität, eint die Erkenntnis, dass von der freundlichen Zuwendung Gottes nicht mit nur einem Begriff oder nur einem einzigen Satz gesprochen werden kann, seien diese auch noch so genial formuliert.
Wer auch immer heute wie damals diese wunderbaren Worte oder ähnliche spricht, „legt den Namen Gottes“ auf diejenigen, an die er sich dabei wendet. Gott will unsere Mitwirkung, wenn er sich den Menschen zuwendet. Gibt es Schöneres, als auf diese Weise am Tun Gottes teilzuhaben?
Dr. Volkmar Hirth, Berlin
Zuneigung weitergeben. Foto: pixabay
Trösten und Heilen
Predigttext zum 14. Juni 2020 1. Sonntag nach Trinitatis: Apostelgeschichte 4,32-37
Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde, ein Levit, aus Zypern gebürtig, der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.
Apostelgeschichte 4,32.36–37
Für mich liest sich der Text, wie real funktionierender Sozialismus. Alles ist gut, alles ist toll, jedem gehört irgendwie alles, der 17-millionste Teil (die DDR hatte damals circa 17 Millionen Einwohner) gehört mir, weil alles Volkseigentum war. So wurde noch vor 32 Jahren gesprochen! Beim Text der Apostelgeschichte, werde ich den Gedanken nicht los, dass es sich hier um die Anfangseuphorie einer Gemeinde handelt. Nebst einem der sich hervor tut, als Sohn des Trostes.
Offensichtlich hatte dieser Josef, mit Beinamen Barnabas, Sohn des Trostes, der Ermahnung, eine Art Vorbildfunktion. Vorbilder sind gut, nur können sie schnell auch das Gegenteil erreichen. Das erkannte auch eine große Fastfoodkette. Dort waren die besten Mitarbeiter des Monats mit Bild, zu sehen. Mobbing war plötzlich Thema!
Was will mir der Schreiber des Textes sagen? Das dieser Josef/Barnabas damals Aktivist der ersten Stunde oder Jünger des Monats war? Das glaube ich nicht, wenn nämlich Josef keinen Acker gehabt hätte, hätte er nichts zu verkaufen gehabt. Was machen ärmeren Menschen? Mir drängt sich das Gefühl auf, dass wir unsere Begabungen, die wir in die Wiege gelegt bekommen haben – Organisieren, Redegewandt sein, handwerklich geschickt sein und anderes –, erkennen und für Gott gebrauchen sollen. Gott etwas davon zurückgeben, um seine Gemeinde zu bauen, zu vergrößern.
Als ich kürzlich über das Teilen predigte, kam direkt die Antwort aus der Gemeinde: „Ich habe nichts zum Teilen.” Einen Christ, der nichts zum Teilen hat, kann ich mir nicht vorstellen. Dabei betrachte ich die schlicht gekleidete, aber sprachgewandte etwa 80-jährige Frau. Sie verbindet wie viele das Teilen mit Materiellen. Meine Antwort: „Sie haben da etwas, was sie teilen könnten! Das hat mit Materiellem nichts zu tun!“ Fragender Blick. „Sie haben etwas in die Wiege gelegt bekommen, Sie können die Aufmerksamkeit teilen.“ Wir können aufmerksam sein und mit unseren Nächsten teilen. Zeit zu teilen kostet nichts und kann dem Nächsten unendlicher Trost sein. Dann plötzlich sind Sie, ein Sohn oder eine Tochter des Trostes, wie es in der Apostelgeschichte steht. Nur das Bild, mit dem Tröster und Teiler des Monats steht dann auf dem Schreibtisch bei Gott!
Titus Schlagowsky, Prädikant in Nochern, Hessen-Nassau
Seele darf baumeln
Predigttext zum 21. Juni 2020 2. Sonntag nach Trinitatis: Matthäus 11,25–30
Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen. Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Matthäus 11,25–30
Jesu Lobpreis Gottes, den er Vater nennt, steht an einer Wendestelle im Evangelium des Matthäus. Jesus offenbart sich als der von Gott Gesandte.
Die Worte Jesus klingen fast so, als wenn er alle Klugheit, Gelehrsamkeit und Weisheit abwerten würde. Abgewertet wird hier aber eine überhebliche Form der Weisheit. Die Weisheit, die meint, aus eigener Kraft näher bei Gott stehen zu können. Die Einsicht in das Heilshandeln Gottes durch seinen Sohn Jesus Christus kommt aber nicht aus gelehrsamer Leistung, sondern aus der Offenbarung Gottes selbst.
Deswegen kann sie auch der Unmündige empfangen, deswegen gibt es keine Hierarchie der Frömmigkeit, deswegen gibt es keine schlechteren und besseren Christen. Alle Christen sind gleich. Das Erkennen Gottes wird mir durch Jesus Christus geschenkt.
Dieses Erkennen gibt es nicht aus eigenem Bemühen. Alle, die das Gegenteil behaupten, die meinen aus eigenem Können und Anstrengen eine Sonderrolle bei Gott spielen zu dürfen, haben die Botschaft Jesu nicht verstanden. Jesus ruft mir zu: „Komm zu mir, der du mühselig und beladen bist, ich will dich erquicken. Nimm mein sanftes Joch und meine leichte Last auf dich.“
Ich weiß, dass es zu unseren Zeiten viele Angebote gibt, die mir die Last des Lebens erleichtern wollen. Eine ganze Freizeitindustrie ist damit beschäftigt, mich ablenken zu wollen. Religiöse und pseudoreligiöse Hilfsangebote der Lebensbewältigung gibt es in Hülle und Fülle. Sie alle fragen: Was hilft in diesem Leben? Und zugleich bieten sie Antworten der unterschiedlichsten Art.
Was aber hilft mir wirklich zum Leben? Diese Frage kennt nur eine Antwort. Der, den wir als den lebendigen Sohn Gottes bekennen, ist der, der einzig Leben geben kann! Er ruft alle zu sich. Die Rede von der Leichtigkeit des Seins ist ein Selbstbetrug. Die einen brechen unter der Last eines frommen Leistungsdrucks zusammen, der ihnen kaum noch Luft zum Atmen lässt. Andere sind unter dem Joch des sich ständig Selbst-Beweisens-Müssens gefangen, dürfen nie schwach oder ausgelaugt sein.
Aber Jesus sagt: Meine Seele darf ruhen, muss sich nicht mit selbstgemachten Ansprüchen quälen, braucht nicht unter den Ansprüchen anderer zu leiden. Diese Ruhe der Seele
ist das Ziel der Offenbarung Gottes. Da, wo die Seele baumeln darf, weil sie sich sicher in Gottes guter Hand gehalten weiß, wird das Joch sanft und die Last leicht.
Predigttext zum 28. Juni 2020 3. Sonntag nach Trinitatis: Micha 7,18-20
Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.
Micha 7,19
Gnade vor Recht? Nach menschlichen Maßstäben ist das ein Skandal! Die meisten Menschen wollen das nicht, jedenfalls nicht für andere. Wenn die Lehrerin Schüler ungleich bewertet, dann finden Schüler das skandalös! Wenn der Richter im Prozess ein Auge zudrückt, dann ist das ein Skandal. Recht muss Recht bleiben! Gnade, dafür ist das Gericht nicht zuständig. Gnade ist das Privileg
der Könige und Staatenlenker. Doch Gott ist beides: Richter und Herr der Welt. Verurteilt er? Begnadigt er?
Die christliche Gemeinde ist sich sicher: Gott ist gnädig! „Abba, lieber Vater!“ betet Jesus und zeigt uns den liebenden, gnädigen Gott. Doch der Herrscher der Welt ist auch ihr Richter! Er sieht das Gute – und er sieht die Schuld! Nicht billige Gnade, sondern radikale Schuldbewältigung ist gefragt. Gott wird „unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen“ (Vers 19). Das ist nicht leicht und billig. Es kommt Gott teuer zu stehen. Es kostet ihn in Jesus Christus das Leben! Gott setzt sich ein mit voller Kraft. Zum Teil sind uns die Bilder noch vertraut, mit der uns Gottes Einsatz vor Augen gemalt wird. Mancherorts werden bis heute Trauben „unter die Füße getreten“. Wer das mitgemacht hat, erinnert sich vielleicht an ein tolles gemeinschaftliches Erlebnis. Aber er denkt auch an den nachfolgenden Muskelkater und lange dauert es, bis Füße und Beine nach den roten Trauben wieder sauber werden. Die Bilder des Bibeltextes verdeutlichen: Gott macht sich dreckig mit unserer Schuld. Gott müht sich mit unseren Sünden: Bis in die Tiefen des Meeres. Was für ein Sündenweitwurf. Die tiefste Meerestiefe misst 11000 Meter. Eine endlose Tiefe. So wirkt Gottes Gnade in unserem Leben: tiefenwirksam, unergründlich!
Durch das Leiden und Sterben von Jesus hat der Text aus dem Alten Testament eine zusätzliche Dimension erhalten. Ja, Gott ist der Richter, der Schuld beim Namen nennt und das Urteil spricht. Er spricht Recht, entsprechend unserer Schuld! Aber das Urteil nimmt er selbst auf sich im Leiden und Sterben von Jesus am Kreuz. Damit wird die Schuld unter seine Füße getreten und in die Tiefen des Meeres geworfen. Gott, der Richter, hat das Urteil gesprochen – und die Strafe auf sich genommen. Auf diese Weise lässt Gott, der König, für uns Gnade vor Recht ergehen. Seine Gnade spricht uns frei. So ist Gott. So beschenkt er uns aus Liebe. Jetzt kann unser Leben gelingen. Lasst uns Gott danken und ihn loben!
Thomas Günzel, Klinikseelsorger, Pfarrer im Ehrenamt, Evangelische Fachkliniken Heidehof gGmbH, Weinböhla
Gottes Wort „anschaulich“ – Wie die Bibel entstand – Teil 6 Viele Menschen können nicht lesen. Von Hans-Jürgen Grundmann aus Berlin
Wie haben Sie es damals erlebt? – Neue Serie: 75 Jahre Kriegsende Mit dem Handwagen auf den Heimweg Von Manfred Kummer, Leser aus Stollberg
Mein älterer Bruder – Neue Serie: Meine Geschwister Verloren und wiedergefunden. Von Christine Borchert, Leserin aus Diesdorf
Warum wütet Corona? Ist die Pandemie Covid-19 ein Gericht Gottes über uns? Eine Geißel zur Umkehr? Von Rolf Wischnath, Generalsuperintendent im Ruhestand aus Gütersloh
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