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125 Jahre Frohe Botschaft

Grußwort der Geschäftsführerin
zum 125. Jubiläum: 

das Porträt von Elke Rutzenhöfer, Geschäftsführerin des Wichern-Verlages Berlin
Elke Rutzenhöfer ist Geschäftsführerin des Wichern-Verlages. Sie unterstützt die Redaktion, wo sie kann und steuert viele gute Themenideen zur Frohen Botschaft mit bei. Foto: Hoffotografen

Frohe Botschaft – ich stelle mir vor, in welch unterschiedliche Zeiten diese Blätter hinein gewirkt haben. Mit ihrem Trost, ihrer Erfahrung, ihrem Schutzraum für Klage, Leid und ihrer Kunde von der Güte Gottes. Ich stelle mir die große Gemeinschaft von Menschen aus allen Schichten in Kaiserzeit, Weimarer Republik, Naziherrschaft, DDR und seit 1990 im wiedervereinigten Deutschland vor, die in der „Frohen Botschaft“ über 125 Jahre verbunden sind. Dankbar bin ich den Schriftleitern über die Generationen, die diese Gemeinde gestaltet haben. Dankbar bin ich der derzeit leitenden Redakteurin Sibylle Sterzik und ihren vielen ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren. Wenn die Gegenwart ein Gefängnis aus Sorgen ist, zeigt die Frohe Botschaft Wege der Hoffnung und Zukunft, die im Glauben wurzeln.

Elke Rutzenhöfer, Geschäftsführerin des Berliner Wichern-Verlags

 
Titelseite Frohe Botschaft September

Editorial Ausgabe September 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

Einer trage des anderen Last, so heißt ein Filmtitel der DEFA aus dem Jahr 1988. Zugleich ist es ein Bibelwort aus Galater 6,3: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Eine, die diesem Grundsatz ihr ganzes Leben verschrieben hat, ist Mutter Teresa. Im indischen Kalkutta half sie unzähligen Menschen, ihre Lebenslast zu tragen. Hans-Jürgen Grundmann stellt sie in dieser Ausgabe vor. Auch Menschen wie Albert Kalusche, die im Gemeindedienst der Evangelisch-methodistischen Kirche Gottes aufrichtendendes Wort verkünden, helfen Lasten zu tragen. Er berichtet davon in der Rubrik „Christen sprechen über ihren Glauben“. Generalsuperintendent Martin-Michael Passauer antwortet auf eine wichtige Lebens­frage: Was kann ein älterer Mensch an Jüngere weitergeben?

Herzlich grüßt Sie Ihre 

Ihre 

Sibylle Sterzik

Sibylle Sterzik

125. Jubiläum – So war es damals

Der frühere Verlagshersteller aus dem Wichern-Verlag erinnert sich

Porträt von Hans-Jürgen GrundmannViele Jahre meines Lebens begleitet mich die „Frohe Botschaft“. Nach der Wende übernahmen wir Satz und Druck der „Frohne Botschaft“ von der Druckerei Bartos und gliederten sie in den evangelischen Wichern-Verlag ein. Bis dahin war es außergewöhnlich, dass die „Frohe Botschaft“, die in den ostdeutschen Gemeinden verbreitet war, in West-Berlin gedruckt worden war. Ich empfinde das noch heute als ein Wunder, dass mit der Frohen Botschaft eine Verbindung zwischen Ost und West verblieben war. Kirchenrat Willi Federlein und Oberkonsistorialrat Manfred Stolpe übernahmen als Kirchenvertreter die volle Verantwortung für die Frohe Botschaft. Erst dann erteilte die DDR die Einfuhrgenehmigung. Von der Druckerei Bartos gingen die Paletten mit der „Frohen Botschaft“ in den Osten zum DDR-Postzeitungsvertrieb. Da die Lkw nicht kontrolliert wurden, konnte man noch Bibeln dazwischenlegen und mit den Paletten in den Osten schmuggeln. Die Adressen der Abonnenten hatte nur das DDR-Postzeitungsvertriebsamt, von dort aus wurde die „Frohe Botschaft“ dann verpackt und zugestellt.

Als infolge der Wende das Amt aufgelöst wurde, brauchte man einen eigenen Verlag und Vertrieb. Das Diakonische Werk übernahm die Redaktion und der Wichern-Verlag die Herstellung, Satz und Vertrieb, bis die Redaktion 2014 ganz in den Wichern-Verlag kam. Nach der Wende kamen auch Leserinnern und Lesern aus dem Westen hinzu.

Begonnen hatte alles 1897 als Verteilblatt für die „Sonntagslosen“ im Christlichen Zeitschriftenverein (CZV). Gemeint war die ärmere Bevölkerung, die sonntags arbeiten musste und nicht in den Gottesdienst gehen konnte. 1940 wurde aus der Beilage im Berliner Sonntagsblatt ein eigenes ­Evangelisationsblatt der Märkischen Schriftenmission. Das schrieb der ehemalige Schriftleiter Edgar Schwarz im Extrablatt „Frohe Botschaft“ in „die Kirche“ zum 19. November 2006. Verboten 1941 konnte die Zeitschrift am 5. August 1946 wieder erscheinen. 1982 ging der Christliche Zeitschriftenverein in den reaktivierten Wichern-Verlag ein.

Hans-Jürgen Grundmann 

 

125 neue Leser zum  125. Jubiläum gesucht

Vor 125 Jahren, genau 1897, gab der ­Christliche Zeitschriftenverein, Vorläufer des Wichern-Verlages, ein „Schenkblatt” heraus, die Frohe Botschaft für jedermann. Auch 125 Jahre später möchten wir jedermann erreichen. Die Frohe Botschaft muss weitergehen. Wir suchen 125 neue Leserinnen und Leser. Helfen Sie mit, geben Sie die Frohe Botschaft weiter!
Verschenken Sie ein ­Jahresabo für 27 Euro an einen lieben ­Menschen.
Anruf genügt: 030/28874822.
Wir bedanken uns mit einem Buchgeschenk. 
Und schreiben Sie uns, warum Sie die Frohe Botschaft weiterempfehlen.

 

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