125 Jahre Frohe Botschaft

16 Seiten Gottvertrauen
Wir feiern 125 Jahre Frohe Botschaft 
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Zum Jubiläum schreiben Leserinnen und Leser, warum sie die Monatszeitschrift gern lesen

In diesem Jahr 2022 gibt es etwas Großartiges zu feiern: 125 Jahre besteht die evangelische Monatszeitschrift Frohe Botschaft! Sieht man von den drei Jahren in der Zeit des Nationalsozialismus ab, in denen sie nicht erscheinen durfte. (Welche waren das?) Damit ist die Frohe Botschaft vermutlich die älteste deutsche evangelische ­Zeitschrift. 125 Jahre lang verbreitet die Frohe ­Botschaft das Evangelium von Jesus Christus.
Viel hat sich seitdem verändert. Computer ­wurden erfunden, selbstfahrende Busse, digitale Medien, elektronische Post. Aber die Frohe Botschaft gibt es noch immer, sowohl die Zeitschrift als auch das, was sie als frohe Botschaft weitergibt: Verbum dei manet in eternum. Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit. Gottes Ja zu seinen Geschöpfen, zu seiner Welt gilt und er verspricht, alle Tage bei uns zu sein.
Er weist uns in Liebe und Vergebung aneinander, so wie er uns liebt und vergibt. Und er will uns mit offenen Armen empfangen, wenn sich das
Tor unserer Erdentage zur Ewigkeit hin öffnet.
Was es bedeutet, uns zuspricht, wie es uns anregt, im Sinne Jesu zu leben und zu handeln, davon erzählt Monat für Monat diese Zeitung. Sie ermutigt Leserinnen und Leser zu Hause in den Wohnzimmern, in der Fremde, in Krankenhäusern oder in fernen Ländern wie Bulgarien, Rumänien oder England, wo sie auch Menschen lesen.

Warum lesen Sie die Frohe Botschaft gern? Schreiben Sie uns!

Warum Sie, liebe Leserinnen und Leser, die ­Frohe Botschaft gern lesen und weiterempfehlen, darüber möchten wir mehr erfahren. Wann haben Sie sie zum ersten Mal in der Hand gehabt? Wo lesen Sie sie am liebsten? Was schätzen Sie besonders an dieser Zeitung? Schreiben Sie uns. Wir drucken die schönsten Beiträge im Jubiläumsjahr ab. Im Juni gibt es eine Geburtstagsausgabe.

In der Ausgabe Februar 2022 erzählte Sabine Hoffmann,
was ihr an der Frohen Botschaft gefällt:

Bild von Sabine HoffmannDie „Frohe Botschaft“ lese ich deshalb gerne, weil die Beiträge aufbauend und verständlich sind. Ich habe oft Lust, in der Bibel nachzuschlagen und nachzulesen, wenn ich die Bibelauslegungen lese. Die Predigttexte sind fast immer nachvollziehbar. Wenn ich etwas gar nicht verstehe, kann man immer nachfragen. Die Leserartikel zu den ­Erlebnissen zum Kriegsende blieben mir lange im Gedächtnis, weil es authentische Geschichte war. Die Beiträge waren sehr emotional geschrieben und ich konnte sehr gut nachvollziehen, wie in schwierigen Zeiten der Glauben Hoffnung gibt.

16 Seiten Gottvertrauen

Das spürt man auch im Krankenbrief. Er animierte mich, dass ich kranken Freunden schreibe. Gerade jetzt in Zeiten des Abstands hilft ein Brief, Kontakt zu halten. In der „Frohen Botschaft“ ist von Seite 1 bis 16 einfach „Gottvertrauen“. Keine Zweifel und Fragezeichen, sondern klares Bekenntnis zum Evangelium. Das tut gut, wenn die Nachrichten in der Welt fast nur noch schlecht sind. Ich brauche einen tröstenden Haltepunkt, an dem ich mich festhalten kann. Das ist die „Frohe ­Botschaft“.
Sabine Hoffmann, Vertriebsleiterin der Frohen Botschaft im Wichern-Verlag, Berlin

 

Ein treuer ­Alltagsbegleiter
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In der Ausgabe März 2022 erzählt Jürgen Mann, ­Bürgermeister der Gemeinde Muldenhammer im Vogtland, warum ihn die Frohe Botschaft seit Jahrzehnten im Alltag begleitet:

Bild von Jürgen Mann
Jürgen Mann, ­Bürgermeister der Gemeinde Muldenhammer.
Foto: privat

Die Frohe Botschaft ist für mich eine gut verständliche Ergänzung der im Gottesdienst gehörten Predigten. Sie zeigt mir so manchen über­raschenden Blickwinkel und Auslegungsinhalt der thematisierten Bibelstellen auf. Außerdem ist sie für alle Altersgruppen interessant und greift auch immer aktuelle Themen auf. Haltung und Orientierung ist gerade in unserer Zeit für die vielen desorientierten Menschen sehr wichtig. Das Wort Got­tes ist für mich Lebens- und Entscheidungsgrund­lage und Wegweiser meines Lebens. Besonders in meinem Beruf als Bürgermeister ist diese Lebenshaltung von vielen Anfechtungen und Zweifeln geprägt. Vor der politischen Wende bezeichnete man mich auf Grund meines Glaubens und meiner politischen Haltung als „Klassenfeind“. Seit 1990 bin ich ehrenamtlich und seit 13 Jahren hauptamtlich kommunal politisch für meine Heimatgemeinde tätig. Gleichzeitig war ich über 20 Jahre selbstständig in der Wirtschaft unterwegs.
Der Umgang mit Menschen macht mir immer noch große Freude, obwohl sich die Ansprüche der Menschen und die gesellschaftlichen Werte stark verändert haben. Bei aller profanen, menschlichen und sicher dem Zeitgeist geschuldeten Umstände, gilt es gerade jetzt auf unsere Lebensgrundlagen im Wort Gottes zu verweisen. Gerade wir Christen haben heute die elementar wichtige Aufgabe, unsere Menschen daran zu erinnern und eine Orientierung in den Wirren dieser Zeit zu geben. Dazu wünsche ich uns auf der Grundlage unseres Glaubens viel Kraft, Durchhaltevermögen und vor allem Gottes Segen.

Eines Tages fand ich sie wieder
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Bild von Christina Telker
Christina Telker, Leserin und Autorin aus Bernau. Foto: privat

In dieser Ausgabe April 2022 erzählt Christina Telker, ­darüber, dass sie die Frohe Botschaft im Elternhaus gelesen, abbestellt und nach Jahren wiedergefunden hat und nun gern liest:
Ich konnte es kaum fassen, als ich es las, 125 Jahre, das ist ein stolzes Jubiläum, auf das die Frohe Botschaft zurückblicken kann. Mehrere soziale und politische Epochen hat diese Zeitung überstanden, und sie gibt es immer noch! Ich wünsche der Frohen Botschaft noch weitere 125 Jahre und mehr.
In meinen Kinderjahren (in den 1950er Jahren) lernte ich die Frohe Botschaft kennen. Sie gehörte in meinem Elternhaus ganz selbstverständlich dazu. Vielleicht auch ganz besonders, weil christliche Zeitschriften zu DDR Zeiten eine Seltenheit waren. Die christliche Botschaft gehörte ganz selbstverständlich in unseren Alltag, mit Morgen- und Abendandacht und dem Tischgebet. Später hatte ich diese Zeitschrift aus den Augen verloren. Selbst in den Aufstellern in den Kirchen mit kostenlosem Material war sie nie zu finden. Ich arbeitete im kirchlichen Dienst und war auch später im Ruhestand in unserer Kirchgemeinde ehrenamtlich vertreten. Da mir diese Zeitschrift jedoch nie begegnete, nahm ich an, es gibt sie nicht mehr.
Eines Tages fand ich sie im Urlaub in einer Kirche. Die Freude war groß. So war für mich klar, diese Zeitschrift in den nächsten Bibelkreis nach der Sommerpause (2019) mitzunehmen. Da dieser Kreis ausschließlich nur aus Senioren besteht, nahm ich an, eine ebenso große Freude vorzufinden, wie sie bei mir war. Leider war dies nicht der Fall. Nicht einmal unser Pfarrer kannte diese Zeitschrift. Das fand ich sehr schade und bot dieses Exemplar, das ich mitgebracht hatte, zum Lesen an. Das Inter­esse war mäßig. Jetzt lesen wir meine Zeitung zu dritt, da sie immer weitergegeben wird.
Für mich persönlich war es auch eine weitere Freude, dass sich die Frohe Botschaft auch vom Inhalt her treu geblieben war. Trotz der Veränderungen in der Kirche, ist es für die Frohe Botschaft weiterhin ihr Ziel, nicht mit den Wölfen zu heulen, sondern Gottes Frohe Botschaft unter die Menschen zu bringen. Dies zeigt auch der Beitrag Lebensfragen in der Februarausgabe. So wünsche ich dieser Zeitschrift, dass es gelingen möge 125 und mehr neue Leser zu finden.
Christina Telker, Leserin aus Bernau

Ich bin 82 Jahre alt und das jeweilige Doppelblatt der Frohen Botschaft ist immer Bestandteil meiner sonntäglichen Morgenandacht. Ich lese die „FroBo“ seit meiner Rückkehr in die christliche Gemeinschaft seit 2002 regelmäßig und habe daraus in meinen wöchentlichen Familien-E-Mails oft zitiert.
Das führte dazu, dass eine gestandene junge Frau und Mutter erwachsener Töchter ein solches Interesse bekundete, dass ich die Zeitschrift seit einigen Jahren diese für sie abonniert habe.
Hermann Hünecke, Leser aus Potsdam

Wir dürfen unserem Herrn sehr dankbar sein, dass die Frohe Botschaft bereits 125 Jahre erscheinen darf – durch alle politischen Systeme hindurch. Allerdings sind weitere 125 Jahre erforderlich bis das Vierteljahrtausend erreicht ist. Als Anmerkung zur Februar Ausgabe der Frohen Botschaft.
Matthias Lemke, Leser aus Friedrichroda

 

Sie bildet und bietet gute Anregungen
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In dieser Ausgabe erzählen Hildegard Eydam, Ann-Susann Kießling und Edeltraud Mödl, was ihnen an der Frohen Botschaft sehr wichtig ist, die sie seit Jahren lesen:

Bild von Hildegard Eydam
Hildegard Eydam, Leserin aus Naumburg. Foto: privat

Warum ich die „Frohe Botschaft“ (früher hieß es noch weiter „für jedermann“) so gerne mag? Ich finde, die Vielseitigkeit der Themen und die unterschiedlichen Meinungen und Auslegungen der Bibeltexte sind eine Bereicherung meines ­Allgemeinwissens. Auch die Lebensbilder, die mir viele bekannte und unbekannte Menschen näherbringen, sind sehr interessant. Und dann ist auch im Allgemeinen eine gute Mischung aus vielen Themen für mich sehr interessant und aufschlussreich. Nicht zuletzt ist es die langjährige Tradition, die mich immer wieder gespannt sein lässt, was es wohl diesmal zu lesen gibt. Ich gebe die Frohe Botschaft auch immer weiter in ein Altenheim, wo es noch einige Leserinnen, vielleicht auch Leser gibt. So wünsche ich der Zeitschrift mit der Frohen Botschaft für jedermann, die lebensnotwendig und frohmachend ist, noch viele Jahre für viele Neue und langjährige Leser/innen.
Hildegard Eydam, Leserin aus Naumburg

Ich lese die „Frohe Botschaft“ schon immer. Im Jahre 2000/2001 übernahm ich diese dann nach dem Tod meiner Mutter für mich selbst. Immer wieder finde ich darin gute Berichte und ­Anregungen. Manchmal gebe ich sie auch weiter, oder lese es später noch einmal. Ich bin Jahrgang 1962. Mit freundlichen Grüßen aus dem Vogtland
Ann-Susann Kießling, Oelsnitz OT Hartmannsgrün
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Seit einigen Jahren bin ich Abonnentin der „Frohen Botschaft“. Ich freue mich zum Monatswechsel immer auf die neue Lieferung, lese aber trotzdem die Ausgaben erst zum jeweiligen Sonntag.
Dann allerdings ab und zu auch mehrmals an ­darauffolgenden Tagen.
Zum einen finde ich die Ausführungen zu den Predigttexten sehr interessant, insbesondere, falls ich vorher die Möglichkeit hatte, den Gottesdienst in der hiesigen Dorfkirche zu besuchen.
Manchmal finden sich Parallelen, das andere Mal gänzlich neue Punkte und Argumente, die Ausgangspunkt für weitere Gedanken meinerseits sind.
Besonders gerne lese ich den „Krankenbrief“. Diese Lektüre führt dazu, sich wieder mehr ­Gedanken über sich selbst zu machen; die eigene Gesundheit beziehungsweise Behinderung. Und auch das eventuelle Ende, welches hoffentlich noch in weitere Ferne liegt, zu reflektieren.
Gerade im Moment beschäftigt mich der Tod ­meiner schwerkranken Freundin, die nur drei Wochen älter als ich gewesen ist, zusehends. Zwar bin ich erleichtert, dass sie nach einer längeren Beschwerdezeit mit ALS gehen durfte, aber dennoch bin ich traurig, nicht mehr mit ihr sprechen zu können.
Sonstige Texte, Gebete oder ­Rätsel betrachte ich als positive Zugaben, die mir Spaß und ­Freude bereiten, das eine oder andere Mal auch Zuversicht oder Trost! Sehr froh bin ich, dass die „Frohe Botschaft“ ­zuverlässig jeden Monats­anfang in meinem Brief­kasten liegt. Eine gute, gesunde und friedvolle Zeit für das gesamte Team.
Edeltraud Mödl, Leserin aus Offenbau