Predigten des Monats September 2026

 

Zum Monatsspruch September 2026

Ausgestreckte Hände in roten Ärmeln
Wer mit offenen Händen betet, zeigt sein Vertrauen in Gott Allmacht. Foto: Jon Tyson/unsplash

„Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.“
Kohelet 4,6 (L) 10,10 (E)

Salomo muss es wissen! Das Predigerbuch, sein Spätwerk, berichtet von seiner Studie über den Sinn des Lebens.

Er hatte beides ausprobiert, Ruhe und Mühe. Tatsächlich probierte er alles aus, was zu seiner Zeit möglich war. Er investierte Mühe und vermutlich auch Geld, nur um dann bald festzustellen, dass alles Treiben unter der Sonne doch nur „Haschen nach Wind“ ist. Salomo gewann durch Beobachtung und Erfahrung die Erkenntnis, dass „zwei Fäuste voll mit Mühe“, also harte Arbeit, Disziplin und Sorgfalt kein Garant für Erfolg und Beständigkeit sind. Wie enttäuschend! Aber auch wie ernüchternd! Denn König Salomo, dem Gott außerordentliche Weisheit verliehen hatte, erkannte dadurch, worauf es wirklich ankommt.

Der Gegensatz von Hand und Faust macht‘s deutlich: Fäuste sind geschlossene Hände, stehen für Entschlossenheit, aber auch für Ungeduld oder sogar Rücksichtslosigkeit. Die Hand aber ist offen, voller Erwartung, gefüllt zu werden. Die offene Hand voller Ruhe – möglicherweise eine Umschreibung der für Salomos Zeit typischen Gebetshaltung, – ist sie vielleicht ein versteckter Hinweis für alle, die trotz größter Anstrengung innerlich leer bleiben?

Beten mit offenen Händen mag Überwindung kosten, doch wer so betet, demonstriert unübersehbar sein Vertrauen auf Gottes Allmacht. Wer sich – angesichts all dessen, was zu tun ist, – für die „Hand voll mit Ruhe“ entscheidet, kann darauf vertrauen, dass Gott sein Tagewerk segnend begleitet und innerlichen Frieden gibt. Versuchen Sie es!

Uschi Hecht, Berlin

 

Predigten im Monat September 2026

Ein Gemälde von Jesus und Zachäus
Jesus und Zachäus. Wieskirche, Fresko von Johann Baptist Zimmermann (zwischen 1749 und 1754). Foto: wikimedia commons/gemeinfrei

Komm runter

Predigttext zum 6. September 2026
14. Sonntag nach Trinitatis:
Lukas 19,1–10

Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. Lukas 19,5–6

Die Erzählung aus dem Lukasevangelium ist bekannt. Hören wir einmal die persönliche Sicht des Zachäus auf die Begegnung mit Jesus:

„Seit den Tagen meiner Kindheit werde ich geärgert. Ich bin kleiner als die anderen. Damit haben sie mich immer aufgezogen. Ich bin älter geworden, aber nicht größer, habe versucht mich bemerkbar zu machen, nichts hat geholfen. Denen werde ich es zeigen, habe ich gedacht. Aber wie?

Vom Außenseiter zum Steuereintreiber

Da bietet sich die Gelegenheit, das Recht der Steuererhebung zu pachten. Dazu muss man mit den römischen Besatzern zusammenarbeiten. Jeder, der das tut, macht sich unbeliebt. Aber bei mir ist das egal. Sie haben mir gesagt, wie viel Steuern ich einbringen muss, wie viel Geld ich den Menschen darüber hinaus abnehme, sei meine Sache.

Zuerst habe ich gar nicht begriffen, wie raffiniert dieses System angelegt ist. Aber allen Ärger, den die Steuer bei den Menschen verursacht, ziehe ich auf mich. Außerdem ist darin schon angelegt, dass ich die Menschen betrügen muss. Wenn ich selber Geld haben will, das ich zum Leben brauche, muss ich ihnen mehr abnehmen, als der Staat fordert. Es ist ein erhebendes Gefühl, wenn sie ihre Steuer bei mir einzahlen müssen. Jetzt bin ich wer, jetzt stelle ich etwas dar. Nur liebt mich keiner, jetzt erst recht nicht mehr. Kennt ihr einen, der gerne Steuern zahlt?

Die Sehnsucht nach Anerkennung

Aber manchmal quält mich mein Gewissen: Verbieten die Gesetze, die Gott unseren Vätern gab, nicht den Diebstahl? Haben uns die Propheten nicht gewarnt, uns mit den Mächtigen einzulassen? Meine Seele hat immer noch keinen Frieden gefunden. Dann denke ich, wenn doch nur einer käme und sagen würde: ‚Zachäus, ich mag dich, mich interessiert nicht, ob du zu klein geraten bist oder womit du deinen Lebensunterhalt verdienst, ich höre dir zu.‘ Das täte meiner Seele so gut.

Heute ist Jesus in der Stadt. Es heißt, er liebt jeden Menschen, so wie er ist. Hier ist die Stelle, wo er vorbeiziehen muss. Natürlich haben sich schon wieder alle vor mir aufgestellt. Da muss ich auf diesen Baum klettern.

Jesus sieht Zachäus

Jetzt kommt Jesus auf mich zu. Was wird jetzt passieren. Er wird bestimmt sagen: ,Ey du, komm da runter, mach dich nicht peinlich, was bist du denn für einer, ein Betrüger, ein Sünder, scher dich weg hier.‘ Was hat er gesagt? Mein Herz kann nicht glauben, was meine Ohren gehört haben: „Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.“

Über Stunden sitzen wir zusammen. Er hört mir zu. Ich erzähle ihm alles. Wie sie mich als Kind ausgeschlossen haben, wie ich mich mit den Römern eingelassen habe. Ich erzähle ihm auch von den Betrügereien. Wie geduldig er ist. Kein Vorwurf kommt über seine Lippen. Er schaut mich an, es kommt mir vor, als wenn seine Augen in mehr Herz sehen könnten. Eigentlich müsste mir Jesus doch fremd sein, und doch vertraue ich ihm ganz.

Vergebung und ein neuer Anfang

Er sagt: „Zachäus, Gott liebt dich, auch wenn du seine Gesetze übertreten hast. Deine Schuld ist dir vergeben. Ändere deinen Sinn und folge mir nach. Dann wird deine Seele Frieden finden und dein Herz die Liebe, die es braucht.“

Thilo Haak, Pfarrer im Ruhestand, Berlin.

 

Wasser fließt aus einem Holzrohr im Wald in einen Bach
Quellen sind wunderbare Orte des Lebens. Foto: Arseny Togulev/unsplash

Gott gibt das Wasser des Lebens

Predigttext zum 13. September 2026
15. Sonntag nach Trinitatis:
1. Mose 2,4b–9 (10–14) 15 (18–25)

Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen. Denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Strom stieg aus der Erde empor und tränkte alles Land. Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den ­Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahret. 1. Mose 2,5.6.8.15

Wasser – wie wichtig ist gutes frisches und sauberes Wasser! Wasser aus einem Strom, damit beginnt alles Leben auf der Erde. In diesem Jahr wird mir das wieder ganz besonders bewusst. So habe ich mich für diese Verse aus dem Predigttext entschieden – vielleicht überraschend oder ungewöhnlich.

Der Strom, das fließende Wasser, lässt Sträucher und Kraut, Bäume wachsen und Früchte gedeihen und reifen. Ja, auch wir Menschen bestehen aus Wasser, 60 bis 70 Prozent oder sogar mehr (Neugeborene). Hinzu kommt der Atem Gottes, der uns lebendig macht. So sind wir in Bewegung – Leben heißt in Bewegung sein und gespeist werden aus dem Strom, dem Wasser des Lebens, den Gott aus der Erde quellen lässt. Die Quelle des Lebens findet sich bei Gott. Doch was geschieht mit den Quellen, was machen Menschen daraus?

Wenn Wasser fehlt oder zu viel wird

Wasser kann fehlen und Menschen dürsten, Land trocknet aus und bringt keine Frucht mehr. Wasser kann zu viel strömen und Lebensgrundlagen vernichten, Menschen ertrinken, Land wird überschwemmt und Ernten vernichtet. Das erleben wir immer wieder auch in diesem Sommer nahe bei uns und weltweit. Wir wissen, wir sind an den sogenannten Naturkatastrophen beteiligt, vieles ist menschengemacht, hausgemacht.

Der richtige Umgang mit Wasser ist und bleibt entscheidend für das Leben. Der Kampf ums Wasser darf nicht eskalieren, doch er hat längst begonnen und damit der Kampf um die Gärten der Welt – die Orte, die zu bebauen und zu bewahren sind. Wir dürfen nicht alles Wasser nur für uns gebrauchen zum Bewässern, für Industrie, zur Körperpflege und Reinigung, zur Kühlung usw.

Wasser gehört der ganzen Schöpfung

Wasser gehört der ganzen Schöpfung, der Tierwelt und der Pflanzenvielfalt. Regenwald, Seen, Flüsse, Quellen sind wunderbare Orte des Lebens, erhaltenswert und zu bewahren.

Erinnern wir uns an einen Ostermorgen, als wir stumm zur Quelle liefen, Wasser schöpften, uns wuschen und tranken, um dann fröhlich das Osterfest zu feiern – das Leben, das aus der Quelle Gottes quillt. Erinnern wir uns an den Besuch in einem Heilbad und das Trinken einer besonderen Heilquelle, viele kleine Schlucke im Gehen und Wandeln, langsam heilend. Bewahren wir diese Erfahrungen gemeinschaftlichen Lebens und helfen wir im Alltag mit, dass Gott das Wasser für alles Leben fließen lässt und die Erde ein bewässerter Garten sein will.

Ich wünsche Ihnen, dass die Quelle des Lebens, Gottes Wort und Segen, Sie erfüllen und weiterströmen.

Sabine Benndorf ist Prädikantin im Westhavelland im Kirchenkreis Havelland.

 

Silhouette einer Hand, die einen Wahlumschlag in eine Wahlurne steckt
Nicht nur mitreden – mitentscheiden. Foto: Element5 Digital/unsplash

Die Wahl liegt bei uns

Predigttext zum 20. September 2026
16. Sonntag nach Trinitatis:
2. Timotheus 1,7–10

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserem Herrn (…). Er hat uns selig gemacht (…) nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus (…) der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium. 2. Timotheus 1,7–10 (gekürzt)

Wir haben die Wahl. Großartig! Und leider überhaupt nicht selbstverständlich … Viel zu verbreitet das Gefühl von Wahllosigkeit: alternativlos in Warteschleifen oder in „Gesprächen“ mit Chatbots ausharren – unentrinnbar im Stau stehen – Lebensvollzügen ausgeliefert sein. Aber jetzt: Wahlmöglichkeiten!

Das hohe Gut der politischen Wahl

Das gilt an diesem Sonntag herausragend für das Hochamt der Demokratie im Land Berlin – die Wahl zum Abgeordnetenhaus! Auch wenn das Ergebnis einer Wahl nicht mit den eigenen Erwartungen übereinstimmen mag, so bleibt doch das hohe Gut, überhaupt die Möglichkeit zur Wahl zu haben. Man bedenke das Gegenteil … Und der Weltöffentlichkeit wird doch mancherorts in absurder Weise vorgeführt, wie verletzlich dieses vermeintlich sichere Grundrecht ist. Grund genug, das eigene Wahlverhalten auch danach auszurichten, dass das Recht der eigenen Wahl Zukunft behält!

In dem Brief, dem die Verse des Predigttextes entnommen sind, verfasst vom frühchristlichen Missionar Paulus an seinen Mitarbeiter Timotheus, geht es um eine andere als um die politische Wahlmöglichkeit. Seine Worte setzen eine sehr grundsätzliche Wahlfreiheit voraus; eine, die wirklich allem zugrunde liegt: Tod oder Leben. Entweder dem Dunklen, Negativen, Hoffnungslosen verhaftet bleiben – oder in Gottes Namen der Zuversicht glauben.

Hoffnung statt Alternativlosigkeit

Durch die Auferweckung Jesu von den Toten ist „dem Tod die Macht genommen“. Ostergefühle mitten im September. Niemand ist gezwungen, das Leben als unentrinnbares Unterfangen anzuschauen, in dem es keinen Sinn macht, für Gutes einzutreten. Diese Weltsicht ist entmachtet – nun sitzen Hoffnung, Vertrauen und Zuversicht in der Regierung. Ihr Programm: Es gibt immer ein Morgen, alle Tage neu. Zukunft statt festgefahrener Gegenwart. Für jede und jeden, allezeit und „unvergänglich“ gibt es eine zweite Option. Verzagen, hetzen, wütend sein oder leben und handeln im Geist „der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“. Alternativlosigkeit hat ausgedient. Nicht Furcht und Angst vor dem Leben haben müssen, sondern „Mut zum Sein“ (Paul Tillich) haben dürfen, ausleben können, verbreiten.

Mich beeindruckt, wie offenbar schon zu biblischer Zeit dieser „Mut zum Sein“ schambesetzt sein konnte, wogegen Paulus angeht. „Schäme dich nicht des Zeugnisses von unserem Herrn …“ Warum auch?!? Zwar versuchen ein gekränktes Herz oder das Gefühl, Opfer zu sein, ihre Macht zu erhalten und stets neu zu bekräftigen. Lach darüber! Die Wahl liegt inzwischen bei uns.

Kraft, Liebe und Besonnenheit

Wir dürfen Kraft, Liebe und Besonnenheit leben, sie unser Handeln und Denken bestimmen lassen, sie stark und stärker werden lassen – sogar durch unsere politische Wahl.

Oberkonsistorialrat Dr. Christoph Vogel leitet die Abteilung 3 Pfarrpersonal, Religionsunterricht, Prüfungswesen und Bildung im Ev. Konsistorium der EKBO.

Eine Silhouette von Menschen, die sich sitzend vor einem hellen Hintergrund unterhalten
Jesus hört der bewundernswerten Frau zu. Tun wir das auch: dem anderen zuhören? Foto: Priscilla Du Preez/unsplash

Im Gespräch bleiben

Predigttext zum 27. September 2026
17. Sonntag nach Trinitatis:
Matthäus 15,21–28

Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Sie aber kam und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde. Matthäus 15,24–28

Ich bewundere diese Frau. Leider wissen wir nicht, wie sie hieß. Sie lässt sich nicht kränken von einer abfälligen Bemerkung, die ihr gilt. Sie hätte Grund, sauer zu sein oder zum Gegenangriff überzugehen. Alles das tut sie nicht. Sie geht auch nicht in die Opferrolle und wendet sich ab. Sie geht auf ihr Gegenüber ein, respektiert seine Sicht. Sucht nach dem Verbindenden, nimmt das Bild, das er ihr hinhält, und weitet es, so dass auch sie darin Platz findet. Damit bleibt sie in Kontakt mit ihrem Gegenüber, bleibt im Gespräch.

Und gibt ihm die Chance, seinerseits zu überprüfen, ob es Übereinstimmungen gibt. Mit Erfolg. Ihr Gegenüber schaut sie anders an und gibt ihrem Wunsch nach.

Ein Meisterstück der Kommunikation

Ein Meisterstück an Kommunikation. Vorbild für eine Frage, die uns gegenwärtig vielfach umtreibt. Wie bleiben wir im Gespräch, auch wenn wir einander fremd (geworden) sind?

Kürzlich hatten wir im Rahmen der internationalen Sommerakademie des Berliner Missionswerkes Besuch aus den USA. Pfarrerin Jes Kast aus Pennsylvania erzählte, wie sie versucht, mit Menschen im Gespräch zu bleiben. Auch wenn das in der politisch aufgeheizten Situation, die sich auch quer durch die Kirchengemeinden zieht, manchmal kaum möglich erscheint. Jes arbeitet mit dem Bild des Nachbarn oder des Nächsten, was im Englischen das gleiche Wort ist: Neighbor. Der oder die andere ist zuerst Mensch, Nachbar, Nächster. Erst dann Kanaanäerin, Samaritaner. Niemand muss auf Wesentliches verzichten, damit andere auch teilhaben können. Unter Nachbarn ist Anteilnahme möglich.

Jesus lässt sich auf das Gespräch ein

Bewundere ich auch den Gesprächspartner der bewundernswerten Frau? Ich zögere kurz, aber ja. Jesus hört zu und er lässt sich auf das veränderte Bild ein. Auch die Hunde essen von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Gottes Zuwendung gilt seinem auserwählten Volk. Das bleibt. Aber die Zuwendung geht darüber hinaus. Viel mehr Menschen können von Gottes Zuwendung leben. Dieser Gedanke ist, so scheint es hier, auch für Jesus neu. Aber er scheint ihn nachvollziehen zu können. Und er erkennt in seiner Gesprächspartnerin einen ähnlichen Glauben wie er selbst ihn lebt. Und so wird die Tochter der namenlosen Frau gesund.

Im Gegenüber das Antlitz Gottes erkennen

Bei der Sommerakademie hat Pfarrer Gerd Bock aus Südafrika eine Andacht gehalten, bei der er uns aufforderte, uns unserer Nachbarin und unserm Nachbarn zuzuwenden und sie und ihn zu grüßen mit den Worten „In deinem Gesicht erkenne ich das Antlitz Gottes“. Bei manchen Menschen fällt es uns leicht, diesen Satz zu sagen. Bei andern vielleicht schwerer. Die Übung tut immer mal wieder gut, um im Gespräch zu bleiben.

Pfarrerin Barbara Hustedt ist Landeskirchliche Pfarrerin für Ökumene und Weltmission sowie stellvertretende Direktorin des Berliner Missionswerks.