125 Jahre Frohe Botschaft

16 Seiten Gottvertrauen
Wir feiern 125 Jahre Frohe Botschaft 
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Zum Jubiläum schreiben Leserinnen und Leser, warum sie die Monatszeitschrift gern lesen

In diesem Jahr 2022 gibt es etwas Großartiges zu feiern: 125 Jahre besteht die evangelische Monatszeitschrift Frohe Botschaft! Sieht man von den drei Jahren in der Zeit des Nationalsozialismus ab, in denen sie nicht erscheinen durfte. (Welche waren das?) Damit ist die Frohe Botschaft vermutlich die älteste deutsche evangelische ­Zeitschrift. 125 Jahre lang verbreitet die Frohe ­Botschaft das Evangelium von Jesus Christus.
Viel hat sich seitdem verändert. Computer ­wurden erfunden, selbstfahrende Busse, digitale Medien, elektronische Post. Aber die Frohe Botschaft gibt es noch immer, sowohl die Zeitschrift als auch das, was sie als frohe Botschaft weitergibt: Verbum dei manet in eternum. Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit. Gottes Ja zu seinen Geschöpfen, zu seiner Welt gilt und er verspricht, alle Tage bei uns zu sein.
Er weist uns in Liebe und Vergebung aneinander, so wie er uns liebt und vergibt. Und er will uns mit offenen Armen empfangen, wenn sich das
Tor unserer Erdentage zur Ewigkeit hin öffnet.
Was es bedeutet, uns zuspricht, wie es uns anregt, im Sinne Jesu zu leben und zu handeln, davon erzählt Monat für Monat diese Zeitung. Sie ermutigt Leserinnen und Leser zu Hause in den Wohnzimmern, in der Fremde, in Krankenhäusern oder in fernen Ländern wie Bulgarien, Rumänien oder England, wo sie auch Menschen lesen.

Warum lesen Sie die Frohe Botschaft gern? Schreiben Sie uns!

Warum Sie, liebe Leserinnen und Leser, die ­Frohe Botschaft gern lesen und weiterempfehlen, darüber möchten wir mehr erfahren. Wann haben Sie sie zum ersten Mal in der Hand gehabt? Wo lesen Sie sie am liebsten? Was schätzen Sie besonders an dieser Zeitung? Schreiben Sie uns. Wir drucken die schönsten Beiträge im Jubiläumsjahr ab. Im Juni gibt es eine Geburtstagsausgabe.

In der Ausgabe Februar 2022 erzählte Sabine Hoffmann,
was ihr an der Frohen Botschaft gefällt:

Bild von Sabine HoffmannDie „Frohe Botschaft“ lese ich deshalb gerne, weil die Beiträge aufbauend und verständlich sind. Ich habe oft Lust, in der Bibel nachzuschlagen und nachzulesen, wenn ich die Bibelauslegungen lese. Die Predigttexte sind fast immer nachvollziehbar. Wenn ich etwas gar nicht verstehe, kann man immer nachfragen. Die Leserartikel zu den ­Erlebnissen zum Kriegsende blieben mir lange im Gedächtnis, weil es authentische Geschichte war. Die Beiträge waren sehr emotional geschrieben und ich konnte sehr gut nachvollziehen, wie in schwierigen Zeiten der Glauben Hoffnung gibt.

16 Seiten Gottvertrauen

Das spürt man auch im Krankenbrief. Er animierte mich, dass ich kranken Freunden schreibe. Gerade jetzt in Zeiten des Abstands hilft ein Brief, Kontakt zu halten. In der „Frohen Botschaft“ ist von Seite 1 bis 16 einfach „Gottvertrauen“. Keine Zweifel und Fragezeichen, sondern klares Bekenntnis zum Evangelium. Das tut gut, wenn die Nachrichten in der Welt fast nur noch schlecht sind. Ich brauche einen tröstenden Haltepunkt, an dem ich mich festhalten kann. Das ist die „Frohe ­Botschaft“.
Sabine Hoffmann, Vertriebsleiterin der Frohen Botschaft im Wichern-Verlag, Berlin

 

Ein treuer ­Alltagsbegleiter
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In der Ausgabe März 2022 erzählt Jürgen Mann, ­Bürgermeister der Gemeinde Muldenhammer im Vogtland, warum ihn die Frohe Botschaft seit Jahrzehnten im Alltag begleitet:

Bild von Jürgen Mann
Jürgen Mann, ­Bürgermeister der Gemeinde Muldenhammer.
Foto: privat

Die Frohe Botschaft ist für mich eine gut verständliche Ergänzung der im Gottesdienst gehörten Predigten. Sie zeigt mir so manchen über­raschenden Blickwinkel und Auslegungsinhalt der thematisierten Bibelstellen auf. Außerdem ist sie für alle Altersgruppen interessant und greift auch immer aktuelle Themen auf. Haltung und Orientierung ist gerade in unserer Zeit für die vielen desorientierten Menschen sehr wichtig. Das Wort Got­tes ist für mich Lebens- und Entscheidungsgrund­lage und Wegweiser meines Lebens. Besonders in meinem Beruf als Bürgermeister ist diese Lebenshaltung von vielen Anfechtungen und Zweifeln geprägt. Vor der politischen Wende bezeichnete man mich auf Grund meines Glaubens und meiner politischen Haltung als „Klassenfeind“. Seit 1990 bin ich ehrenamtlich und seit 13 Jahren hauptamtlich kommunal politisch für meine Heimatgemeinde tätig. Gleichzeitig war ich über 20 Jahre selbstständig in der Wirtschaft unterwegs.
Der Umgang mit Menschen macht mir immer noch große Freude, obwohl sich die Ansprüche der Menschen und die gesellschaftlichen Werte stark verändert haben. Bei aller profanen, menschlichen und sicher dem Zeitgeist geschuldeten Umstände, gilt es gerade jetzt auf unsere Lebensgrundlagen im Wort Gottes zu verweisen. Gerade wir Christen haben heute die elementar wichtige Aufgabe, unsere Menschen daran zu erinnern und eine Orientierung in den Wirren dieser Zeit zu geben. Dazu wünsche ich uns auf der Grundlage unseres Glaubens viel Kraft, Durchhaltevermögen und vor allem Gottes Segen.

Eines Tages fand ich sie wieder
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Bild von Christina Telker
Christina Telker, Leserin und Autorin aus Bernau. Foto: privat

In dieser Ausgabe April 2022 erzählt Christina Telker, ­darüber, dass sie die Frohe Botschaft im Elternhaus gelesen, abbestellt und nach Jahren wiedergefunden hat und nun gern liest:
Ich konnte es kaum fassen, als ich es las, 125 Jahre, das ist ein stolzes Jubiläum, auf das die Frohe Botschaft zurückblicken kann. Mehrere soziale und politische Epochen hat diese Zeitung überstanden, und sie gibt es immer noch! Ich wünsche der Frohen Botschaft noch weitere 125 Jahre und mehr.
In meinen Kinderjahren (in den 1950er Jahren) lernte ich die Frohe Botschaft kennen. Sie gehörte in meinem Elternhaus ganz selbstverständlich dazu. Vielleicht auch ganz besonders, weil christliche Zeitschriften zu DDR Zeiten eine Seltenheit waren. Die christliche Botschaft gehörte ganz selbstverständlich in unseren Alltag, mit Morgen- und Abendandacht und dem Tischgebet. Später hatte ich diese Zeitschrift aus den Augen verloren. Selbst in den Aufstellern in den Kirchen mit kostenlosem Material war sie nie zu finden. Ich arbeitete im kirchlichen Dienst und war auch später im Ruhestand in unserer Kirchgemeinde ehrenamtlich vertreten. Da mir diese Zeitschrift jedoch nie begegnete, nahm ich an, es gibt sie nicht mehr.
Eines Tages fand ich sie im Urlaub in einer Kirche. Die Freude war groß. So war für mich klar, diese Zeitschrift in den nächsten Bibelkreis nach der Sommerpause (2019) mitzunehmen. Da dieser Kreis ausschließlich nur aus Senioren besteht, nahm ich an, eine ebenso große Freude vorzufinden, wie sie bei mir war. Leider war dies nicht der Fall. Nicht einmal unser Pfarrer kannte diese Zeitschrift. Das fand ich sehr schade und bot dieses Exemplar, das ich mitgebracht hatte, zum Lesen an. Das Inter­esse war mäßig. Jetzt lesen wir meine Zeitung zu dritt, da sie immer weitergegeben wird.
Für mich persönlich war es auch eine weitere Freude, dass sich die Frohe Botschaft auch vom Inhalt her treu geblieben war. Trotz der Veränderungen in der Kirche, ist es für die Frohe Botschaft weiterhin ihr Ziel, nicht mit den Wölfen zu heulen, sondern Gottes Frohe Botschaft unter die Menschen zu bringen. Dies zeigt auch der Beitrag Lebensfragen in der Februarausgabe. So wünsche ich dieser Zeitschrift, dass es gelingen möge 125 und mehr neue Leser zu finden.
Christina Telker, Leserin aus Bernau

Ich bin 82 Jahre alt und das jeweilige Doppelblatt der Frohen Botschaft ist immer Bestandteil meiner sonntäglichen Morgenandacht. Ich lese die „FroBo“ seit meiner Rückkehr in die christliche Gemeinschaft seit 2002 regelmäßig und habe daraus in meinen wöchentlichen Familien-E-Mails oft zitiert.
Das führte dazu, dass eine gestandene junge Frau und Mutter erwachsener Töchter ein solches Interesse bekundete, dass ich die Zeitschrift seit einigen Jahren diese für sie abonniert habe.
Hermann Hünecke, Leser aus Potsdam

Wir dürfen unserem Herrn sehr dankbar sein, dass die Frohe Botschaft bereits 125 Jahre erscheinen darf – durch alle politischen Systeme hindurch. Allerdings sind weitere 125 Jahre erforderlich bis das Vierteljahrtausend erreicht ist. Als Anmerkung zur Februar Ausgabe der Frohen Botschaft.
Matthias Lemke, Leser aus Friedrichroda

 

Sie bildet und bietet gute Anregungen
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In dieser Ausgabe erzählen Hildegard Eydam, Ann-Susann Kießling und Edeltraud Mödl, was ihnen an der Frohen Botschaft sehr wichtig ist, die sie seit Jahren lesen:

Bild von Hildegard Eydam
Hildegard Eydam, Leserin aus Naumburg. Foto: privat

Warum ich die „Frohe Botschaft“ (früher hieß es noch weiter „für jedermann“) so gerne mag? Ich finde, die Vielseitigkeit der Themen und die unterschiedlichen Meinungen und Auslegungen der Bibeltexte sind eine Bereicherung meines ­Allgemeinwissens. Auch die Lebensbilder, die mir viele bekannte und unbekannte Menschen näherbringen, sind sehr interessant. Und dann ist auch im Allgemeinen eine gute Mischung aus vielen Themen für mich sehr interessant und aufschlussreich. Nicht zuletzt ist es die langjährige Tradition, die mich immer wieder gespannt sein lässt, was es wohl diesmal zu lesen gibt. Ich gebe die Frohe Botschaft auch immer weiter in ein Altenheim, wo es noch einige Leserinnen, vielleicht auch Leser gibt. So wünsche ich der Zeitschrift mit der Frohen Botschaft für jedermann, die lebensnotwendig und frohmachend ist, noch viele Jahre für viele Neue und langjährige Leser/innen.
Hildegard Eydam, Leserin aus Naumburg

Ich lese die „Frohe Botschaft“ schon immer. Im Jahre 2000/2001 übernahm ich diese dann nach dem Tod meiner Mutter für mich selbst. Immer wieder finde ich darin gute Berichte und ­Anregungen. Manchmal gebe ich sie auch weiter, oder lese es später noch einmal. Ich bin Jahrgang 1962. Mit freundlichen Grüßen aus dem Vogtland
Ann-Susann Kießling, Oelsnitz OT Hartmannsgrün
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Seit einigen Jahren bin ich Abonnentin der „Frohen Botschaft“. Ich freue mich zum Monatswechsel immer auf die neue Lieferung, lese aber trotzdem die Ausgaben erst zum jeweiligen Sonntag.
Dann allerdings ab und zu auch mehrmals an ­darauffolgenden Tagen.
Zum einen finde ich die Ausführungen zu den Predigttexten sehr interessant, insbesondere, falls ich vorher die Möglichkeit hatte, den Gottesdienst in der hiesigen Dorfkirche zu besuchen.
Manchmal finden sich Parallelen, das andere Mal gänzlich neue Punkte und Argumente, die Ausgangspunkt für weitere Gedanken meinerseits sind.
Besonders gerne lese ich den „Krankenbrief“. Diese Lektüre führt dazu, sich wieder mehr ­Gedanken über sich selbst zu machen; die eigene Gesundheit beziehungsweise Behinderung. Und auch das eventuelle Ende, welches hoffentlich noch in weitere Ferne liegt, zu reflektieren.
Gerade im Moment beschäftigt mich der Tod ­meiner schwerkranken Freundin, die nur drei Wochen älter als ich gewesen ist, zusehends. Zwar bin ich erleichtert, dass sie nach einer längeren Beschwerdezeit mit ALS gehen durfte, aber dennoch bin ich traurig, nicht mehr mit ihr sprechen zu können.
Sonstige Texte, Gebete oder ­Rätsel betrachte ich als positive Zugaben, die mir Spaß und ­Freude bereiten, das eine oder andere Mal auch Zuversicht oder Trost! Sehr froh bin ich, dass die „Frohe Botschaft“ ­zuverlässig jeden Monats­anfang in meinem Brief­kasten liegt. Eine gute, gesunde und friedvolle Zeit für das gesamte Team.
Edeltraud Mödl, Leserin aus Offenbau

 

 

 

 

 

Predigten des Monats Mai 2022

 

 

geöffnetes Briefcovert mit Stift
Post von Freunden macht Freude. Foto: pixabay

Monatsspruch Mai 2022

Ich wünsche dir in jeder Hinsicht ­Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohlergeht. Johannes 2 (E)

 

Da erhält Gaius einen Brief von Johannes. Das alleine ist schon mal eine Freude wert, denn wer erhält nicht gerne Post, noch dazu, wenn sie von Freunden ist. Beim Lesen des Briefes kommt eine weitere Freude für Gaius hinzu. Er wird gelobt und nicht zu knapp. „Ich habe mich sehr gefreut, als Brüder kamen, die für deine Treue zur Wahrheit Zeugnis ablegten und berichteten, wie du in der Wahrheit lebst“ (3. Johannes 2,3). Gemeint ist hier der Einsatz für den Glauben und für Christus. Da kann man sich wahrhaft freuen, denn wer wird nicht gerne gelobt?

Doch dann folgt auch gleich eine Bitte. „Du, hör mal“, meint Johannes. „Auch, wenn du dir alle Mühe gibst, es stimmt etwas nicht. Euer Oberhaupt, Diotrephes, setzt sich nicht so für unseren Glauben ein, wie wir es uns gewünscht hätten. Im Gegenteil, er will die Führung selbst übernehmen und uns so langsam ausbooten. Die letzten Briefe, die ich schrieb, erreichten euch nicht, sie kamen zurück zu mir. Darum habe ich heute einen anderen Weg gewählt und diesen Brief direkt an dich gesandt.“

Das hört sich wirklich schlimm an. Doch auch heute noch kommt es vor, dass wir solche Hirten finden. Was kann man tun, was kann in unserem Fall Gaius tun? Das ist nicht einfach, noch dazu, wo wohl keinem von uns nach Streit der Sinn steht. Es geht weniger darum, wer die Führung behält, sondern allein um Christi Sache, um den wahren Glauben. Das einzige, was da wohl helfen wird, ist ein Gespräch in Nächstenliebe, um Diotrephes zu überzeugen, ohne ihn bloßzustellen.

Christina Telker, Bernau

 

Christus mit einem Lamm auf dem Arm
Christus ist der gute Hirte.
Foto: pixabay

 

„Weide meine Lämmer!“

Predigttext zum 1. Mai 2022
Miserikordias Domini: Johannes 21,15–19

Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr, als mich diese lieb haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer!
Johannes 21,15–19

Es ist der Sonntag des guten Hirten. Wochenspruch und Psalm und Lesungen sind darauf abgestimmt. So auch der Predigttext. Und vermutlich wird die Gemeinde diesmal nicht im Wechsel, ­sondern unisono, vielleicht sogar auswendig und im Bewusstsein der Verbundenheit auch mit den jüdischen Geschwistern beten: „Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Spätestens beim Evangelium aber wird dieser „HERR“ sich zu erkennen geben als einer, der sich selber wie ein Lamm zur Schlachtbank führen lässt: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die ­Schafe …“. Was aber heißt das für die Schafe?

„Weide meine Lämmer!“. Das ist ein Wort des Auferstandenen, der sich als solcher seinen Jüngern zu erkennen gibt. Sie waren wieder zurück- gekehrt nach Galiläa, zurück zu ihren Netzen. Sie waren wieder auf sich selbst zurückgeworfen, wie Schafe, die keinen Hirten haben. Sie sehen ihn am Ufer stehen. Sie essen mit ihm Brot und Fische, so wie es immer war, wenn sie mit ihm zusammen waren. Sie wissen, dass er da ist, mitten unter ihnen, und sie wissen es doch nicht. „Niemand wagte, ihn zu fragen.“ Soweit die Vorgeschichte.

Und dann der Auftrag, die Berufung: „Weide meine Schafe!“ Der Angeredete ist Petrus, gemeint aber sind alle, auch mit der Frage: „Hast du mich lieb?“ So haben sie sich doch wohl alle nach seiner Hinrichtung gefragt: „Hab ich ihn lieb? Ist er für mich immer noch derselbe, auf den ich mich verlassen konnte, auf dessen Wort wir alles wagen wollten? War er nicht für uns so wie ein Hirte, der seine Schafe gut und sicher weidet, so dass sie keinen Mangel leiden und nichts zu fürchten haben, keine Feinde, keine Wölfe, keine Löwen? Nun aber ist er selbst gerissen worden! Oder? Ist er’s, oder ist er’s nicht?“

„Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe!“ ­Dreimal dieselbe Frage. Dreimal dieselbe Antwort. So als wagte der Gefragte nicht, es frei heraus zu sagen, als müsste es ihm in den Mund gelegt werden: „Sag du es mir! Du kennst mich besser als ich!“ Und dreimal, fast möchte man verwundert sagen: trotzdem, der Auftrag, die Berufung: „Weide meine Schafe!“ Sei selbst ein guter Hirte! So wie ich es war für euch, sei du es jetzt für andere!

Der Berufung aber folgt die Warnung: „Aber Vorsicht! Ich gebe meine Schafe jetzt in deine Hand. Du sollst sie in meinem Sinne führen. Aber du wirst ein geführter Führer sein und bleiben. „Ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst. Folge mir nach!“ Manch einer wird sich noch erinnern an den Bericht von Helmut Gollwitzer über seine Zeit als Kriegsgefangener in Russland. Es geht nicht immer nur nach unserem Willen. Oft zeigt es sich erst im Nachhinein, wohin der gute Hirte seine Schafe führen will. Dann ­werden sie erkennen, dass es trotz allem eine gute Weide war. Dann werden sie unter all den Stimmen, die auf sie einreden, seine Stimme heraushören und wieder wissen, was sie an ihrem guten Hirten hatten und dass nichts und niemand sie „aus seiner Hand reißen“ wird.

Ulrich Hollop, Pfarrer im Ruhestand, Berlin

 

Eine Gruppe von interreligiösen Predigern
Mitglieder der Vorbereitungsgruppe der Langen Nacht der Religionen vor dem Brandenburger Tor.
Foto: Archiv Nützel

Was ziehen wir an?

Predigttext zum 15. Mai 2022
Kantate: Kolosser 3,12–17

So zieht nun an, als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld. Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leib, regiere in euren Herzen und seid dankbar.                                                                               Kolosser 3,12+15

Diese Frage stellt sich dem jungen Mann vor mir zurzeit nicht. Er ist als nigerianischer Student aus Kiew mit seiner Braut nach Berlin geflohen – mit nichts als den Kleidern auf dem Leib und ihren Handys. Aber er jammert nicht. Er spricht von seinem Glauben an Gottes Vorsehung und wie froh er ist, dass ihnen die Flucht gelungen ist, auch wenn die letzten Bilder vom Bombeneinschlag neben ihnen in Kiew in ihre Seele eingebrannt sind. Er ist voller Dankbarkeit für Gott und die Menschen, die ihm eine sichere Unterkunft in ihrer Wohnung für zwei Wochen zur Verfügung stellen und 50 Euro für die ersten Tage gegeben haben.

In der Zeitung fragt der Trendanalyst, ob die blaugelben Pradamodelle bei der Fashion Week eine solidarische Kleidungsform angesichts des Krieges in der Ukraine sind oder ob Mode besser schweigen sollte. Die Bilder im Fernsehen zeigen einen scheinbar rational agierenden russischen Präsidenten im blauen Anzug mit Krawatte beim Regierungsbusiness wie gewöhnlich und einen ukrainischen Präsidenten im olivbraunen T-Shirt konzentriert auf die Organisation der Verteidigung der Ukraine.

Und was ziehen wir in diesen Zeiten an? Die Antwort, die unser Predigttext aus dem Kolosserbrief auf diese Frage gibt, war an eine kleine christliche Gemeinde gerichtet, die nach dem Tod des Apostels Paulus verunsichert war, wie es weitergehen soll. Sie lebte als kleine Gruppe in einer religiös und kulturell pluralen kleinasiatischen Stadt, die ihre besten Zeiten hinter sich hatte. In unserem Predigttext sind sie aber nicht irgendwer am Rande der Weltgeschichte, sondern sie werden angesprochen als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten Gottes. Es kommt auf ihre Bekleidung, ihr Weitergeben der Vergebung Gottes, ihr gegenseitiges Ertragen und das derjenigen, die ihnen als gänzlich „Andere“ begegnen, ihre Taten im Namen Jesu Christi in Worten und Werken, ihr Lehren, Ermahnen, Singen vom Frieden und der Weisheit Jesu Christi und ihren Dank, ihr Dankbarwerden gegenüber Gott an.

Ihre Kleidung soll aus herzlichem Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld bestehen und die Liebe als Band der Vollkommenheit soll diese Kleidung zusammenbinden. Wenn ich diese Kleiderordnung lese, sehe ich eine Vielfalt von gläubigen Menschen vor mir. Mit Kopftuch, Haube, Turban und Kippa, mit schwarz-weißen, blauen, braunen und orange-roten Mönchs-, Nonnen- und Diakonissentrachten aber auch Uniformen, roten, schwarzen und weißen Talaren und Miniröcken sind sie in einem Video zu dem Lied „Imagine“ von John Lennon zu sehen. Es ertönt bei den Friedensdemonstrationen in dieser Zeit wie eine Hymne und besingt die Hoffnung auf das Einssein der Welt, die Überwindung von Feindschaft, Gewalt und Tod aufgrund von Grenzen, Ländern, Religionen und gegenseitigen Verteufelungen als Überzeugung nicht nur von Träumerinnen und Träumern, sondern als zu realisierende Möglichkeit für diese eine Welt. Für mich ist es ein Hoffnungslied und in diesem Sinn dann auch ein Danklied am Sonntag Kantate für die Perspektive, die uns Gott mitten in den Schreckensbotschaften eröffnet.

Dr. Gerdi Nützel, Pfarrerin in der Evangelischen Studierendengemeinde Berlin für internationale Studierende

 

Junge betet mit gelb-blauen Bändern um die Hand
Friedensgebet für die Ukraine.
Foto: pixabay

 

 

Hilft beten?

Predigttext zum 22. Mai 2022
Rogate: Lukas 11,(1–4)5–13

Bittet, so wird euch gegeben; suchet so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. … Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn ­bitten!                                                               Lukas 11,(1–4)5–13

Die Botschaft scheint klar, die Aufforderung und Ermutigung, die dem Sonntag den Namen gibt: Rogate! Betet!

In den ersten vier Versen hören wir Jesus, wie er seine Jünger lehrt, in nur wenigen Worten zu beten. In wenigen Worten das Wesentliche, vom Bekenntnis zu dem einen Gott bis hin zur Selbstverpflichtung der Betenden. Ein christlicher Gottesdienst ohne dieses Gebet ist für mich nahezu unvorstellbar, ist es doch immer auch Ausdruck der weltweiten ökumenischen Verbundenheit der Christen.

Aber in diesen Tagen ist meine Freude darüber sehr getrübt, muss ich doch daran denken, dass der oberste Geistliche der russisch-orthodoxen ­Kirche den kriegerischen Angriff auf die Ukraine, unermessliches Leid, vieltausendfachen Mord und hemmungslose Verwüstung religiös rechtfertigt. Und ich weiß auch, wie vielfältig in Vergangenheit und Gegenwart das Beten einher ging und geht mit verwerflichen Gedanken und schändlichem Tun. „Ihr, die ihr böse seid …“ sagt Jesus in ­unserem Text.

Wir werden uns die Frage gefallen lassen müssen, welchen Sinn und Wert das (gemeinsame) Gebet denn habe, wenn es nicht einher geht mit entsprechendem Tun.

Auch der zweite Teil des Textes, diese bilderbuchartigen Gleichnisse vom Bitten und Empfangen, vom Suchen und Finden, Anklopfen und Eingelassen werden rufen mit Sicherheit Fragende und Zweifler auf den Plan. Auf den ersten Blick suggerieren diese Verse, man müsse nur deutlich und nachdrücklich, vielleicht sogar unverschämt drängend vor Gott treten – und dann würde das schon klappen mit dem Gebet.

Ich denke an die vielen Friedensgebete in ­diesen Tagen. Wie schön wäre es, wenn damit der Krieg in der Ukraine, ja Kriege und Unfrieden überhaupt aus der Welt zu schaffen wären, wenn es durch Beten kein sinnloses Töten, keine Vertreibungen und Fluchten, keinen Hunger, keine Armut, kein Corona und keine Klimakatastrophe mehr gäbe und wir alle manche Sorge weniger haben müssten.

Ist Beten also nutzlos? Nein! Es ist nur ein ­Missverständnis, wenn wir meinen, es müsse nur richtig gebetet werden und dann würde Gott es schon richten! Er ist kein Automat, aus dem man bei Einwurf passender Währung sofort das Gewünschte erhält. Am Ende unseres Textes steht, was Gott denen geben wird, die ihn bitten. Das ist nicht mehr, aber vor allem nicht weniger als der Heilige Geist! Recht verstanden geht es beim Beten also letztlich nicht um einen möglichen Sinneswandel des Vaters im Himmel, sondern um unseren und um unser Denken und Handeln im Geist Jesu, im Geist des ­Friedens und der Liebe.

 Manfred Lösch, Pfarrer im Ruhestand und Gefängnisseelsorger der EKBO

Ein Säugling im Arm der Mutter
Ein Kind ist Kraftquelle in schwieriger Zeit.
Foto: pixabay

Der Geist tritt für uns ein

Predigttext zum 29. Mai 2022
Exaudi: Römer 8,26–30

Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf … der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.                                                                               Römer 8,26+28

Noch ist der vor wenigen Stunden Neugeborene namenlos und doch hat er bereits viele Aufgaben, ja Funktionen. Sein Platz in der Familie ist der Erste der nächsten Generation. Zur Welt gekommen ist er in unsicherer Zeit, wie damals seine nun Urgroßeltern. Geliebt von den Familien ist er schon lange vor diesem Geburtstag. Sein erster Schrei war ein Urschrei, berichtet der stolze Vater. Dieses Kind ist Kraftquelle in schwieriger Zeit, unaussprechliche Freude neuen Lebens, Verheißung auf eine Zukunft. Ist er berufen oder ­vorherbestimmt?

Alles ist bereits da, ist längst in diesem kleinen Menschen angelegt. Vieles wird er selber gestalten müssen und wollen. Auch in Zeiten eigener Schwachheit – und gebe Gott ihm das Vertrauen, auch dann geliebt zu bleiben. Sich ins Herz schauen zu lassen, Leiden und Freude zu zeigen. Und sich trösten zu lassen, Sorgen und Nöte abgeben zu können in dieses unaussprechliche Seufzen des Heiligen Geistes, den Tröster und Statthalter für unsere Sorgen, den Lebensbegleiter und unermüdlichen Aufrichter.

Auch in uns ist so vieles längst angelegt und darüber hinaus wird immer wieder mehr von uns erwartet. Gott stellt uns vor weitere Aufgaben und Herausforderungen. Einige können wir nicht allein aus eigener Kraft bewältigen oder gar meistern. Aber wir wissen auch, dass Gott uns nicht überfordern wird, selbst wenn es sich immer wieder mal so anfühlt. Gott bleibt bei uns gerade dann, wenn es schwerfällt, sich tatsächlich trösten zu lassen, weil wir fragen: Wozu der Wahnsinn des Krieges? Warum die Schrecken der Pandemie? Wie können wir diese Angriffe auf das eigene Leben ertragen?

Der Geist hilft unserer Schwachheit auf – wenn uns die Worte und die Kräfte fehlen, wenn wir nur noch seufzen können, wenn wir einen großen Atemzug Lebensatem benötigen. Um auch dann noch glauben und hoffen und lieben zu können, wenn uns längst nicht alle Dinge zum Besten dienen. Manche geben dem inneren Zweifel nach und verzweifeln an diesen Fragen. Andere fühlen sich getröstet und gestärkt in ihrem Glauben und ihrer Zuversicht. Sind sie die Berufenen, Ausersehenen und Vorherbestimmten?

Denken und glauben wir noch in diesen ­Kategorien? Als Kinder Gottes, Geschwister Jesu, hat Gott viel in uns längst angelegt auch ­Bescheidenheit, Demut, Geduld und das unbedingte Vertrauen, geliebt zu sein und getröstet zu ­werden. Vom ersten Atemzug bis zum letzten getröstet und begleitet vom Heiligen Geist. Geborgen in Gottes Liebe, von ihm geschaffen und ins Leben gerufen und somit längst Berufene.

Karin Bertheau, Pfarrerin in Müncheberg im Land Brandenburg

 

Gebet des Monats Mai 2022

Maiglöckchen
pixabay

 

 

 

 

 

 

Ein Gebet für Mai

vielleicht kommt mir

im meeresrauschen

dein wort entgegen

 

vielleicht höre ich

im regen und sturm

rettende gedanken

 

vielleicht bist du

mir in der fremde

ankunft und halt

 

vielleicht spüre ich

im licht der natur

deinen herzschlag

 

vielleicht finde ich

durch gute worte

einen lebenssinn

 

vielleicht zeigt uns

der schmetterling

den weg zum glück

Michael Lehmler

Aktuelle Ausgabe Mai 2022

Bildnis Julius Schnorr von Carolsfeld
Julius Schnorr von Carolsfeld, gezeichnet von Hugo Bürkner (Holzschnitt)

Neue Serie: Menschen
Die Bibel in Bildern
150. Todesjahr:
Julius Schnorr von Carolsfeld
Von Hans-Jürgen Grundmann, Berlin

Vertraust du mir?
Die Flügel kamen über das Gebet. Gedanken zu den beiden Mai-­Sonntagen „Betet“ (Rogate) und „Singet“ (Kantate) Gedanken von Sabine Neubert, Leserin aus dem sächsischen Eibenstock im Westerzgebirge

Lebensfragen
Wie soll ich mit meiner Hilflosigkeit umgehen, die zurückbleibt, wenn ich Bilder vom Krieg sehe? Es antwortet: Pfarrerin Katharina Plehn-Martins aus Berlin

Moms in Prayer.
Einer überkonfessionellen Gebetsbewegung von Müttern, die überzeugt sind, dass Gott durch unsere Gebete Menschen und Situationen verändert.
Von Britta Petersen, Berlin

Serie 125 Jahre Frohe Botschaft.­
Sie bildet und bietet gute Anregungen.
In dieser Ausgabe erzählen Hildegard Eydam, Ann-Susann Kießling und Edeltraud Mödl, was ihnen an der Frohen Botschaft sehr wichtig ist, die sie seit Jahren lesen.

 

 

 

Gebet des Monats März 2021

Tulpen im Frühling. Foto: Pixabay

 

 

 

 

 

 

Ein Gebet für März

alles lege ich in deine hände
das kommende und das gut
das schöne und das zeitliche

die lichtblicke und das böse
den anfang und die hoffnung
die nähe und das befremden

die weite und die geschenke
der segen und die abschiede
die liebe und die neuanfänge

den tod und die auferstehung
sei unser zeitgenosse heute
sei unser guter weggefährte

segne uns mit deiner gnade

Michael Lehmler

Aktuelle Ausgabe März 2021

Neue Serie: Mein liebstes Bibelwort.
Das Leben ist schön.
Von Ilse Krause, Leserin aus Thale OT Neinstedt

Weltgebetstag 2021
Worauf bauen wir? In diesem Jahr kommt der Weltgebetstag am 5. März von Frauen des ­pazifischen Inselstaats Vanuatu

Lebensfragen
Ist Corona über uns gekommen, damit wir etwas lernen sollen? Und was könnte das sein?
Es antwortet: Generalsuperintendent a.D. Martin-Michael Passauer aus Berlin

Palmzweige am Weg.
Jesus kommt nicht als der ­erwartete neue Herrscher.
Von Thilo Haak, Pfarrer in Berlin-Wedding

Serie 75 Jahre Kriegsende.­
Wie haben Sie es damals erlebt?
Meine Mutter auf der Flucht.
Von Monika Treblin, Leser aus Wernigerode

 

 

 

Gebet des Monats Februar 2021

Winterlandschaft
Foto: pixabay

Ein Gebet für Februar

Großer Gott, Zeiten zwischen Virus und Wahlen,
Gewalt und Sterbehilfe, Verkleiden und Verzichten.
Wie geht das – auf Dich vertrauen, ohne aufzugeben?
Wie geht das – leicht werden im Zweifel und laut sagen:

Du bist wohl grade nicht da. Ach Gott, wir bitten Dich, erhöre uns:

Ohnmächtiger Gott, geliebt hast Du und gelitten.

Leidest und liebst weiter. Von morgens bis abends.

Jeden Tag und jede Nacht. Hilf uns, das zu fühlen in diesen Wochen bis Ostern: Es ist dunkel zwischendrin. Und darin kennst du dich aus. Ach Gott, wir bitten Dich, erhöre uns.

VELKD

Predigten des Monats Februar 2021

 

 

Familienstammbuch
Familienstammbuch. Foto: Sibylle Sterzik

Monatsspruch Februar 2021
Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!                Lukas 10,20 (E)

Beim Aufräumen im Pfarrbüro fiel mir zufällig ein Familien-Stammbuch in die Hand. Ein bekannter Name: Welk, der Schriftsteller Ehm Welk fiel mir ein. Ich blätterte los. Gleich auf der ersten Seite las ich die Eheurkunde von Karl August Welk, einem Straßenbahnschaffner, geboren 1892 in Glauschdorf im Kreis Oststernberg, und Juliana Johanna Ludwig, 1891 in Berlin geboren. Sie heirateten am Reformationstag 1914. In dem Jahr brach Deutschland den Ersten Weltkrieg vom Zaun. Merkwürdigerweise starben beide Eheleute am selben Tag, dem 27. Januar 1944, dreißig Jahre nach ihrer Eheschließung kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Als Sterbeort war Berlin-Friedrichshagen angegeben, mein Wohnort.

Mein Interesse war vollauf geweckt. Was mag nur ­zwischen Hochzeit mit Mitte Zwanzig und dem Sterbedatum Anfang Fünfzig geschehen sein? Ein Sohn war noch angegeben, und eine Ausbürgerungsurkunde einer Tochter aus DDR-Zeiten lag noch zwischen den Seiten. Weiter hinten handschriftliche Einträge aus den Jahren zwischen 1914 und 1919. Die Namen sind verzeichnet, aber wer kennt die Lebensgeschichten? Wem könnte dieses Stammbuch etwas bedeuten, diese Menschen wichtig sein?

„Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel ­verzeichnet sind“, lesen wir Jesu Worte im Lukasevangelium. Auch wenn so ein Familienstammbuch verloren geht oder niemand mehr da ist, der mit den Namen etwas verbindet, unser Leben hat ein zu Hause bei Gott. In seiner Ewigkeit und seiner Güte sind unsere Namen gegenwärtig. Keiner geht verloren, sondern jede und jeder von uns hat eine ewige Heimat im Himmel. Das tröstet. Wie ein Baum, der tiefe Wurzeln ins Erdreich getrieben hat, so lässt Gott uns bei sich wohnen. Die Namen hat er schon mal notiert. Schon jetzt, wo wir noch hier leben, sind wir bei ihm aufgehoben. Und einst dann im großen himmlischen Festsaal

Sibylle Sterzik, Pastorin, Berlin

 

Traktor pflügt auf dem Acker
Auf guten Samen kommt es bei der Aussaat an.
Foto: pixabay

Saat und Frucht

Predigttext zum 7. Februar 2021
Sexagesimä: Lukas 8,4–8(9–15)

Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. 8 Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.

Lukas 8,5.8.15

Wer sät den Samen aus – und welchen Samen? Warum nur fallen mir beim Lesen des Textes sofort  Sorgen und Nöte von Menschen ein? Zeichen der Zeit? Man sieht immer und überall Probleme und Schwierigkeiten. Ich denke an Landwirte, die befürchten, dass es auch in diesem Jahr wieder zu trocken sein wird und der Same nicht aufgeht. Eltern, deren Kinder nun Jugendliche geworden sind, fragen sich, ob der Same ihrer Erziehung standhält. Ein Blick in die Gesellschaft zeigt ein Auseinanderbrechen.

Welcher Same könnte Menschen beieinander halten? Ich war fast  vierzig Jahre Pfarrer in einer Gemeinde. Ich kann jede Aussage dieses Gleichnisses bestätigen. Ja, genau so ist es.

Wer sät den Samen aus? Wir, wir selbst, also Menschen wie du und ich, wir säen Samen aus.

Welchen Samen? Alles, was seinen Ursprung im Evangelium hat, unsere Worte, was wir tun und wie wir leben. Denn in diesem Samen liegt die Kraft Gottes, deshalb dieses hundertfach.

Soll ich meine Bedenken über die Sorgen und Nöte nun streichen? Nein, ich tue es nicht, sie stimmen ja. Ich stelle ihnen aber den Samen gegenüber und dessen Wirksamkeit.

Wer sät den Samen aus – welchen Samen?

Jesus möchte verdeutlichen, was „Reich Gottes“ ist. Er spricht von seinem Wort und damit von sich selber. Denn: er ist in seinem Wort gegenwärtig. Das ist ein Geheimnis des „Reiches Gottes“. Er sät und verschenkt sich selbst in diesem Samen und wir sind der Boden.

Welcher Boden von den vier verschiedenen Bodenarten sind wir? Ich habe in Gemeindegruppen oft gefragt, was sind wir für ein Boden? Die Antwort war immer gleich, alle vier. Mal mehr der eine, mal mehr der andere. Das zu erkennen ist schmerzlich, es ist eine Passionserfahrung, ich – harter Boden; Dornen und Disteln wachsen auf.

Was ist zu tun? Das ist zu tun: Dem Evangelium, den Worten von Jesus Christus weiten Raum geben, ganz, ganz weiten Raum. Dann könnte Frucht entstehen, nicht Betriebsamkeit, nicht Erfolg, sondern gewachsene Frucht, bei jedem ­Menschen je eigene Frucht.

Und wenn wir einmal ganz traurig werden, weil wir Disteln und Dornen nicht verdrängen können, was dann? Nun, er kommt ja wieder, der, der den richtigen Samen in unser Herz, in unsere Gedanken, in unsere Gefühle hinein säen kann. Der Landwirt sät jedes Jahr neu. Er kommt, ganz bestimmt, denn er ist ja der, der aussät.

Manfred Koloska, Pfarrer im Ruhestand der Berliner Stadtmission, Berlin

 

 

Leerer Teller mit Besteck
Dass der Teller leer bleibt, damit ist dem wahren Fasten kein Genüge getan. Foto: pixabay

Gerechtes tun

Predigttext zum 14. Februar 2021
Estomihi: Jesaja 58,1-9a

Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte …

Jesaja 58,6+8a

Die Passionszeit steht unmittelbar bevor. Wir gehen hinauf nach Jerusalem, das Leiden Jesu und das Bedenken dieses Weges unseres Herrn und Bruders ans Kreuz, steht unmittelbar bevor. Dann beginnt die Fastenzeit. Fasten bedeutet unter einem bestimmten Verzicht Raum und Zeit und Offenheit für die Nähe zu Gott zu bekommen. Was sonst von eigenen Wünschen und Ablenkungen besetzt ist, soll Zeit werden, sich der Weisung Gottes für seine Menschen zu öffnen. Solches im besten Sinne fromme Fasten gab es zu allen Tagen der Geschichte des Glaubens. Schon in biblischer Zeit. Unser Bibeltext führt uns 2500 Jahre zurück.

Der Prophet Jesaja fragt seine Gemeinde und fragt damit auch uns: Genügt es, ein frommes Ritual zu üben, sich den Traditionen hinzugeben? Genügt es zu fasten, den Gottesdienst zu besuchen, seinen Teil in die Kollekte zu legen? Ist es genug zeitweise Gott das Seine zu geben und sich dann wieder eigenen Bedürfnissen hinzugeben?

Der Prophet sagt ganz klar: Es genügt nicht. Er wählt als Beispiel dafür das Fasten. Es genügt ihm nicht, wenn diese Üblichkeit keinen Bezug zum Alltag der Menschen hat. Fasten als Ritual zu befolgen reicht nicht hin, sagt Jesaja im Auftrag Gottes, wenn im Übrigen das Gottesverhältnis im Argen liegt. Wenn das Alltagsleben eine andere Sprache spricht als das Glaubensleben. Wenn das Ritual zu einer leeren Hülle geworden ist. Die Glaubwürdigkeit der Frommen steht auf dem Spiel.

Darum macht der Prophet die selbstgerechten Kläger zu Angeklagten. Er zitiert sie vor den Thron Gottes. Und Gottes Worte prasseln hart herab auf die, die sich mit ihrem Fasten rechtfertigen wollen. Knallhart hält der Prophet uns Frommen den Spiegel vor. Und es ist nur recht, dass diese Anklage sich bis in unseren Sonntag hinein Gehör verschaffen will. Unsere Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel, vor uns selbst, und vor Gott.

Gott will, dass wir die Gemeinschaft des ­Glaubens leben, dass sich unser Glauben im Leben äußert. Er will aus uns Menschen machen, aus denen Licht hervorbricht wie die Morgenröte, heile Menschen aus denen Heilung ungerechter und unsozialer Zustände hervorgeht. Ja, Gerechtigkeit wird vor uns hergehen und die Herrlichkeit Gottes wird unser Leben begleiten Dazu ist es nötig sich auf die Weisung Gottes zu besinnen. Gott zeigt uns den Weg auf, der ihm wohlgefällig und der menschlichen Lebensgemeinschaft von Nutzen ist.

Gerechtigkeit, Freiheit, Umverteilung und Frieden, davon spricht der Prophet. Es sind die „Werke der Barmherzigkeit“, die hier auch einen politischen Impuls aussenden. Obwohl wir sie aus dem Munde eines Mannes hören, der vor 2500 Jahren gelebt hat, verstehen wir genau, was gemeint ist. Die Intensität der Prophetenworte macht deutlich, wie Gottes Wort sich an jeden Einzelnen wendet. Aus der Anrede im Plural ist ein Du geworden. Gott spricht mich ganz persönlich und mit meinen eigenen Möglichkeiten an. Vielleicht kann ich die kommende Fastenzeit zu einem ersten Schritt nutzen. Das Fasten beginnt im Denken. Nehmen wir uns Zeit dazu: Eine Viertelstunde am Morgen sich besinnen mit einem Bibelwort, oder im Supermarkt einmal stehen ­bleiben und die Fülle meditieren, oder ein Projekt finden, dem ich konkrete Hilfe zuwenden kann – Gelegenheiten zum Nachdenken bieten sich genug. Das Tun muss folgen.

Thilo Haak, Pfarrer der Ostergemeinde Berlin-Wedding

Jesu letztes Abendmahl mit seinen Jüngern
Das letzte Abendmahl. Foto: pixabay

 

 

 

Verrat schmerzt

Predigttext zum 21. Februar 2021
Invokavit: Johannes 13,21–30

Als Jesus das gesagt hatte, wurde er erregt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete.    

Johannes 13,21+22

Invokavit – der lateinische Name dieses ersten Passionssonntags bezieht sich auf Psalm 91. Der endet mit der Zusage Gottes: Er hat mich angerufen, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Das Abendessen von Jesus mit seinen Jüngern führt endgültig zum letzten Countdown.

Jesus wird erregt im Geist, er hat eine Eingabe, eine Vision, eine Erkenntnis: „Unter uns ist ein Verräter! Er wird mich an die feindseligen ­Behörden ausliefern.“ Was bedeutet das für ­jemanden, der plötzlich weiß, dass ein Mensch, dem er vertraut hat, zum Verräter wird? Das ist doch furchtbar. Die Jünger müssen erkennen: Es ist Judas, der fühlt sich ertappt. Jesus konfrontiert ihn mit dem Hinweis: „Was Du tust, das tue bald!“ Judas flieht aus der Gemeinschaft.

Was ist sein Antrieb? Neid, Gier nach Geld, enttäuschte Liebe?

Jeder von uns kennt wohl auch solche ­Situationen. Menschen, die man für seine Freunde hielt, machen eine Kehrtwende, machen einen lächerlich, sind plötzlich voller Bosheit. Auch mir ist das passiert: Wir haben zusammen studiert,

wir haben zusammen gelernt, gestritten und dann haben wir uns aus den Augen verloren. Jeder ist seinen Weg gegangen, und manchmal haben wir uns wieder getroffen. Der eine hat völlig unvermutet einen bösen Brief geschrieben. Der andere hat sich von seiner Familie getrennt und war ­neidisch, weil ich seiner Meinung nach in ­glücklichen Verhältnissen lebte. Das habe ich bei manchen Begegnungen schmerzlich erfahren ­müssen. Da war dann bei mir tiefe Traurigkeit und Unverständnis.

Furchtbar, dass Judas zum Verräter wird. Er führt dann im Garten Gethsemane die Soldaten, die Jesus gefangen nehmen.

Verrat ist etwas Entsetzliches. Vertrauen wird enttäuscht. Liebe zurückgewiesen. Schnöder ­Vorteil in Geld, andere Vergünstigungen oder auch enttäuschte Liebe sind der Antrieb zur Intrige. Jesus weiß das. Er schreckt nicht zurück. Er weiß, was sein Schicksal ist, er nimmt es an, spätestens dann im Garten Gethsemane kurz vor der Gefangennahme. Im Nachhinein sage ich: Gott sei Dank. Denn sein Schicksal ist unsere Erlösung. Sein Tod und seine Auferstehung sind unsere Rettung. Wir ­können uns in Freude und Leid an ihn wenden. Gott sei Dank. Jesus sei Dank, dem Heiligen Geist, sei Dank, der Jesus Klarheit schenkt.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen, sagt Gott in Psalm 91. Das hat er mit seinem Sohn wahrhaftig getan. So traurig es ist. Auch dieses Ereignis ist ­notwendig, es ist über alle Zeiten hinweg der Grund für unser Heil!

Paul Geiß, Pfarrer im Ruhestand, Berlin

Zornige Frau
Jetzt ist Schluss mit lustig! Foto: pixabay

Weinberg des Herrn

Predigttext zum 28. Februar 2021
Reminiszere: Jesaja 5,1–7

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte.

Jesaja 5,1–2

Das Lied vom unfruchtbaren Weinstock handelt vom Zorn Gottes, aber Jesaja erzählt es so, als sei es mein Zorn, als sänge es von meiner Wut. Über viele Jahre unterstütze ich die Witwe mit ihren beiden Kindern. Sie tat mir in der Seele leid, als alles anfing. Ich beerdigte ihren Mann. Ich erinnere mich an die Kinder im Konfirmandenunterricht.

Langsam begann sie, an meinen Bemühungen herum zu nörgeln. Die Lehre für den Sohn und der Job für die Tochter, die ich vermittelte, waren nicht das Richtige. Eine Stelle für Mutter lehnte sie in letzter Minute ab. Zwei Wohnungen, die ich ihr besorgte, kamen für sie nicht in Frage. Es war zum Mäusemelken! Ich denke, Betreuer*innen kennen solche beratungsresistenten Familien. Zuletzt lehnte sie den optimalen Haushaltsplan ab, den ich für sie entworfen hatte.

Aber jetzt ist Schluss mit lustig! Ich stehe voll und ganz auf der Seite des Gottes, gespielt von einem Weinbauern, von dem Jesaja erzählt. Was sollte er oder ich noch mehr tun an meinem Weinberg, an der Witwe mit ihren Kindern, das ich nicht an ihr getan habe? Warum hat sie schlechte Trauben gebracht, während ich auf gute Ergebnisse wartete? Ich erwartete Gemeinschaftstreue, und sieh’ da Trauergemeinschafft (die Bibel in gerechter Sprache). Ich harrte auf Rechtsspruch und siehe da Rechtsbruch (Kommentar von 0tto Kaiser). Ich wartete auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit (Martin Luther). Der Tenor aller Übersetzungen ist der gleiche: Gott möchte nicht mehr. Er will nicht mehr. Er kann nicht mehr. Und ich möchte auch nicht mehr mit meiner nervenden Witwe.

Wissen Sie, was ich tun werde? Ich werde den Kontakt zu den widerspenstigen Leuten abbrechen! Ich werde den Acker liegen lassen, den ich so lange beackert habe. Sollen sie sehen, wie sie allein zurecht kommen. Soll Israel ohne seinen Gott klarkommen, der es solange unter seine ­Fittiche nahm. Reize nicht den Zorn des geduldigen Mannes!

Ich war soweit gekommen in meiner Philippika gegen die Familie, als mir bewusst wurde, dass die Witwe einen Klumpfuß mit sich herumschleppt, und sie zuletzt auch noch ihren geliebten Hund verlor. Auch ihren erwachsenen Kindern geht es gesundheitlich nicht gut. Dazu kam, dass mir ein Vers aus dem Johannesevangelium zum Sonntag Reminiscere (Erinnere dich!) nicht aus dem Sinn ging: „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern, dass die Welt durch ihn gerettet werde“ (Johannes 3,17).

Ich begreife, dass ich nicht ich es bin, der sie retten kann. Anstatt zu warten, dass Christus wirkt, grätschte ich dazwischen und fand mich ganz toll in der Rolle als Witwentröster. Nicht wenige Pfarrer gefallen sich darin. Viel zu lange wollte ich „unserer Witwen Helfer sein“ (EG 281, 2) anstatt hinzuschauen, wer ich sein kann und wer nicht. Wahrscheinlich hoffte sie, ich würde sie heiraten.

Letztendlich entlud sich mein Zorn nicht gegen sie, sondern gegen mich selbst. Ich versuchte, den lieben Gott zu spielen. Doch im Weinberg des Herrn bin ich nur eine kleine Nummer. Ich bin nicht der große Zapano bei Witwen und Waisen. Ich muss endlich mit ihr und ihr die Wahrheit sagen. Ich muss aufpassen, dass ich Gott den Vortritt lasse und im Gespräch, im Gebet mit ihm bleiben. Reize nicht den Zorn Gottes!

Pfarrer i.R. Eckart Wragge, Berlin

 

 

Aktuelle Ausgabe Februar 2021

Gottes Gnade trägt -  auch durch Selbstzweifel. Foto: Andrea Piacquadio/pexels
Gottes Gnade trägt – auch durch Selbstzweifel. Foto: Andrea Piacquadio/pexels

Neue Serie: Mein liebstes Bibelwort.
Gott liebt mich. Ich bin Gott genug.
Das genügt.
Von Pfarrerin Angelika Scholte-Reh aus Kroppen

Buchtipp.
Der Kalender für Frauen 2021 aus dem St. Benno Verlag.
Von Sibylle Sterzik,  Berlin

Aufruf zur Fürbitte für Indiens Christen
In Indien werden Christinnen und Christen verfolgt,
bedrängt und in ihrer ­Religionsfreiheit eingeschränkt
Von Petra Bosse-Huber, Auslandsbischöfin der EKD aus Hannover

Serie 75 Jahre Kriegsende.­
Wie haben Sie es damals erlebt?
Mit 17 eingezogen.
Von Joachim Saalfrank, Leser aus Taucha bei Leipzig

 

 

 

Aktuelle Ausgabe Januar 2021

Renate Bärthel und ihr Mann bei ihrer Diamantenen Hochzeit
Renate Bärthel und ihr Mann bei ihrer Diamantenen Hochzeit. Foto: privat

Neue Serie: Mein liebstes Bibelwort.
Ein Bibelwort begleitet Paare von der Hochzeit an durchs gemeinsame Leben.
Von Renate Bärthel, Leserin aus Zschorlau

Singen, hören und beten.
Komm mit zur Allianzgebetswoche.
Von Birgit Förster,  Berlin

 

Seid barmherzig wie euer Vater.­
Gedanken zur Jahreslosung 2021
Von Thilo Haak, Pfarrer der Ostergemeinde im Wedding

Neujahr – ein beliebiges Datum?
Eigentlich war ganz früher mal der 6. Januar der Neujahrstag, wann hat sich das eigentlich ­verändert?
Es antwortet: Sibylle Sterzik aus Berlin