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Ausgabe November

Editorial

„die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten“, so schrieb der Dichter Rainer Maria Rilke in seinem Herbstgedicht und wird viel zitiert. Die Blätter fallen und sind ganz fort, wenn du Geburtstag hast, sagte ich zu meinem Sohn, als er noch klein war. Er wurde uns am letzten November-Sonntag geschenkt.

Zwischen Geboren werden und unserem Lebensende liegt eigentlich nur ein kleiner Augen­blick. Doch so viel Wonne geht davon aus, fällt uns in Herz und Hand. Ein wenig davon erzählt die Begegnung mit einer Freundin, der unsere Leserin Renate Bärthel in der Rubrik „Echte Freundschaft“ ein berührendes Denkmal setzt. Eine Begegnung mit Jesus hatte in biblischer Zeit eine Frau, die lange krank war. Von der Berührung mit ihm erhoffte sie sich Heilung.

Die Prädikantin Christiane Frees-­Tillil erzählt in dieser Ausgabe von ihrer Favoritin in der Bibel. Ein Leser fragt, was wir tun müssen, damit unser Leben einst im Buch des Lebens steht. Professor Wolfgang Huber antwortet darauf. Um die Obrigkeit, Hiob und die Hoffnung auf eine neue Zukunft geht es in den Predigten. Denn es ist „Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen ­Händen hält“ (Rilke).

Herzlich grüßt Sie,

Ihre

Sibylle Sterzik

 

 

Sibylle Sterzik