Aktuelle Ausgabe Februar 2020

Im Alter von 83 Jahren starb am 29. Dezember 2019 Ministerpräsident a.D. und Oberkonsistorialrat i.R. Manfred Stolpe. Frohe Botschaft Februar
Im Alter von 83 Jahren starb am 29. Dezember 2019 Ministerpräsident a.D. und Oberkonsistorialrat i.R. Manfred Stolpe. Foto: Volker Tanner

Danke, Bruder Stolpe!
Der verstorbene Kirchenjurist und brandenburgische Ministerpräsident a.D. Manfred Stolpe war der „Frohen Botschaft“ sehr verbunden. Seit frühester Jugend kannte er die Zeitschrift. Er lebte und verkörperte eine wertschätzende Aufmerksamkeit.
Von Generalsuperintendent a.D. Martin-Michael Passauer und Oberkirchenrätin a.D. Rosemarie Cynkiewicz aus Berlin

Vom Bild zur Schrift. Wie die Bibel entstand – Teil 2
Die Weltweite Evangelische Allianz hat 2020 zum Jahr der Bibel ausgerufen. Die Frohe Botschaft startet dazu eine Reihe. Wissens- und Bemerkenswertes über das Buch der Bücher von einem, der Bibeln sammelt.
Von Hans-Jürgen Grundmann aus Berlin

Ein steiniger Weg
Während draußen die Wende passierte, befand sich Sabine Neuberts Gesundheit im rasanten Abwärtstrend. Serie 30 Jahre Maueröffnung.
Von Sabine Neubert, Leserin aus Ebenstock OT Sara

Hat die vertraute Liturgie ausgedient?
Alle reden von neuen Gottesdienstformen. Müssen ältere Menschen sich jetzt auf etwas ganz Neues umstellen? Die Lebensfrage.
Von Generalsuperintendent a.D. Hans-Ulrich Schulz aus Potsdam

Bunt wie Gott und das Leben
Notizen eines Pfarrers am Stadtrand von Bonn. Georg Schwikat beschreibt seinen Alltag in Gedankensplittern, aus denen die Liebe zum Beruf und den Menschen spricht. Und Humor. Eine Rezension.
Von Sibylle Sterzik, Berlin

Predigten des Monats Februar 2020

Winterlandschaft. Foto Alain Audet/Pixabay

Von Gott berührt

Predigttext zum 2. Februar 2020 Letzter Sonntag nach Epiphanias:
Offenbarung 1,9–18

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

 Offenbarung 1,17+18

 Von Gott berührt sein, herausgerufen, Ausnahmezustand. Für diesen Moment treten Raum und Zeit zurück. Da ist nur Gott, sein Licht, seine Stimme, als wäre der Himmel offen, als stände der, der diese Vision hat, vor Gottes Angesicht.

Welche Worte können das beschreiben? Wie kann er das, was seine Seele in diesem Moment ganz ausfüllt, anderen vermitteln?

Der Seher Johannes wählt Bilder der Vollkommenheit: sieben Leuchter, Gold, weiß für die ­absolute Reinheit, glänzende Füße, wassertosende Stimme, scharfe, schneidende Worte. Wirklich sehen kann er den, der ihm da begegnet, nicht: Alles strahlt wie die blendende Mittagssonne.

Wer kann schon in die Sonne sehen? Wer kann Gott ansehen? Johannes ist überwältigt und wird ohnmächtig.

Von Gott berührt. Besonderer Augenblick, herausgenommen sein aus Raum und Zeit. Der Himmel ist offen. Die Worte dessen, der zum Seher spricht, ordnen sein ganz persönliches Schicksal ein. Er ist einer, der zu seinem Glauben steht, von Gott redet. Sein Leben ist angegriffen, durchgeschüttelt, so gefährdet, dass er fliehen muss. Asyl ­findet er auf Patmos, einer kleinen Insel mitten in der Ägäis. Er lebt abgeschnitten von denen, die ihm lieb und wichtig sind, sicher voller Angst vor dem, was da kommt.

Aus seiner Ohnmacht und Hilflosigkeit hilft ihm der heraus, den er in seiner Vision sieht: der Menschensohn, Jesus Christus. „Fürchte dich nicht!“ Was sollen die Menschen Johannes schon anhaben? Der, der die ganze Schöpfung umfasst, Anfang und Ende, der immer schon ist und ewig sein wird, der spricht zu dem Seher und nimmt ihn für sich in seinen Dienst. Da werden Menschenwünsche, Menschenworte, Menschenbedrohungen klein und unwichtig. Der Seher Johannes ist Teil der Geschichte Gottes mit den Menschen.

Jetzt macht auch die Einsamkeit Sinn. Hierher musste er kommen, fernab aller Hektik und Betriebsamkeit der Menschen, um Gott zu begegnen und Gottes Wort aufzuschreiben, um nach Worten zu suchen für die von Gott geschenkten Bilder, die in seinem Kopf entstehen und das Geschehen der Welt für die Menschen in ein neues Licht tauchen.

„Fürchte dich nicht!“ Zeiten der Einsamkeit, alle Selbstverständlichkeiten sind in Frage gestellt. Und dann begegnet dir Gott: in einem Bibelwort, in einem ermutigenden Satz, den jemand dir sagt, im Gebet, wenn sich die Anspannung löst, in einem Moment, in dem der Himmel offen ist und deine inneren Bilder dich Gottes Licht sehen ­lassen und dir neues Verstehen ­schenken.

„Fürchte dich nicht!“ Gott geht mit dir, der Anfang und Ende umfasst, der Leben schenkt, der an deiner Seite geht und dir hilft, auch aus Schwerem Gutes werden zu ­lassen, heil zu werden, an Leib und Seele.

Angelika Scholte-Reh ist Pfarrerin in der Region Ortrand im Südlichen Brandenburg

Ein besonderer Augenblick. Foto: Pixabay

Von welcher Güte leben wir?

Predigttext zum 9. Februar 2020 Septuagesimae: Matthäus 20,1–16

… weil ich so gütig bin. Matthäus 20,15

Mitte der 1990er Jahre war ich das erste Mal in Jerusalem. Ich war gespannt, was mich dort erwarten würde. Früh am Morgen fuhren wir mit einem PKW durch die Stadt. An einer Kreuzung sah ich eine Gruppe von Männern herumstehen. Ich habe gefragt, was das für Leute seien. Die Antwort: Tagelöhner. Tagelöhner in unserer Zeit. Das war für mich wie ein Schock. Dann aber schossen mir Gedanken durch den Kopf.

Wir gut für die, die an diesem Tag eine Arbeit haben. Um wie vieles besser sind die dran, die eine feste Anstellung haben. Am allerbesten ist aber eine Arbeit, in der man Sinnerfüllung finden kann. Aber was mögen die Tagelöhner denken, die an dieser Kreuzung herumstanden?

Was empfinden sie;

werde ich nicht gebraucht;

bin ich überflüssig;

was soll aus meiner Familie werden?

Ich – ein Versager, ein Verlierer?

Eine Überraschung

In unserem Bibeltext wird erzählt, dass ein Weinbergsbesitzer Tagelöhner zu unterschiedlichen Zeiten einstellt. Nun geschieht etwas Unglaubliches. Alle bekommen den gleichen Lohn, obwohl sie unterschiedlich lange gearbeitet haben.

Gerecht ist das nach unseren Maßstäben nicht. Der Weinbergsbesitzer bezahlt nicht nach Leis­tung, sondern er gibt ihnen, was sie suchen und was sie nötig brauchen. Hier wird deutlich, dass zur Gerechtigkeit ein Gegenüber gehört. Und ­dieses Gegenüber findet seinen Ausdruck in dem folgenden Satz:

Weil ich so gütig bin

„… weil ich so gütig bin“. Das nötige Gegenüber ist die Güte. Ja, wir brauchen sie, alle und jeder von uns. Wir sind Menschen mit Schwächen, uns unterlaufen Lieblosigkeiten. Auch der Neid auf andere, die eben auch wie wir einen „Silbergroschen“ bekommen, liegt uns nicht fern, weil wir selbst verletzte und beschädigte Menschen sind. Wir brauchen Güte und leben von Güte.

Von welcher Güte leben wir?

Von welcher Güte wir leben? Wir leben von der Güte Gottes. Gott hat seine Güte in „die Krippe und an das Kreuz dieser Welt“ gelegt. Diese Güte ist seine Nähe, seine Vergebung. Sie ist ablesbar an jedem Wort und an jedem Tun von Jesus Chris­tus. Von dieser Güte leben wir. Danke für diese Güte, die nie resigniert.

Von welcher Güte leben wir? Wir leben von der Widerspiegelung der Güte Gottes in der Güte von Menschen. Zuwendung, Anteilnahme, Verstehen, und wie die Namen dieser Güte alle heißen mögen. Von dieser Güte leben wir. Danke für jede empfangene Güte.

Ein kleiner Wunsch

Und übrigens, ich hätte nichts dagegen, wenn die Tagelöhner, die so lange herumstehen ­mussten, zwei Silbergroschen bekommen würden.

 Manfred Koloska, Pfarrer im Ruhestand, Berliner Stadtmission, Berlin-Blankenburg

Gottes Güte öffnet Türen. Foto: pixabay

Schwere Kost für den Propheten

Predigttext zum 16. Februar 2020 Sexagesimae:
Hesekiel 2,1–5 (6–7) 8–10; 3,1–3

Und sprach zu mir: Du Menschenkind, gib deinem Bauch zu essen und fülle dein Inneres mit dieser Schriftrolle, die ich dir gebe. Da aß ich sie, und sie war in meinem Munde so süß wie Honig.   Hesekiel 3,3

Ich sehe vor mir eine Radierung von Marc Chagall, die Berufung des Hesekiel. Voller Ehrfurcht blickt Hesekiel hinauf zur Hand, die ihm eine Schriftrolle reicht (2,9). „Iss …, fülle dein Inneres mit dieser Schriftrolle!“ (3,1+3)
Das Buch des Hesekiel ist keine leichte Kost. Früher war die Berufung auch nicht als regulärer Predigttext vorgesehen. Wohl als zu schwer verdaulich befunden. Aber es lohnt, solche Speise nicht von sich zu schieben.

Für Dorothee Sölle zum Beispiel sind die Psalmen „eines der wichtigsten Lebensmittel. Ich esse sie, ich trinke sie, ich kaue auf ihnen herum“. (Schottroff/Sölle, Den Himmel erden). Aber dafür muss man sich Zeit nehmen. Und die ist bekanntlich knapp. Vor allem für Bibelkost, sie soll leicht bekömmlich sein.

In der Schriftrolle standen „Klage, Ach und Weh“ (2,10). Ähnlich ist es mit dem Prophetenbuch. Während der Wochenspruch aufruft, „seine Stimme zu hören“ (Hebräer 3,15), scheint es bei Hesekiel egal zu sein, ob die Zuhörer gehorchen oder es sein lassen (2,7). Das Gericht wird über Jerusalem hereinbrechen und alles niederwalzen. Hier ist es kein Jona, durch dessen Predigt Umkehr bewirkt werden soll und damit die Ab­wendung eines Gerichts.

Das klingt in unseren Ohren heute sehr fremd und wir fragen: Kann der Abba Jesu so zornig und böse sein? Aber vorsichtig, wir brauchen Zeit und müssen wie Hesekiel die ganze Schriftrolle in uns aufnehmen. Er „aß“ sie und sprach „die war in meinem Mund so süß wie Honig“ (3,3). Das Buch Hesekiel ist zuerst als ein Buch konzipiert und also primär zum Lesen gedacht.

Die Leserinnen und Leser schauten damals zurück auf die große Katastrophe der Zerstörung des Gotteshauses 586 vor Christus und das ­babylonische Exil. An der Tatsache war nichts mehr zu ändern, sie war über das Land gerollt. Jetzt ging es um die Zukunft. Können wir noch auf Gott setzen? Ja, so die Botschaft des Hesekiel. „Siehe, ich will Odem in euch bringen, dass ihr ­wieder lebendig werdet“ (37,5). Sie wussten zugleich, dass zum Neuanfang auch die Umkehr gehört. So entwickelte sich wie ein Wunder aus einer katastrophalen Niederlage ein epochaler Neustart.

Vielleicht war es in unserem Land nach 1945 so ähnlich. Uns wurde ein Neuanfang geschenkt. Zugleich mussten wir aufarbeiten und uns zur Umkehr bekennen. Da sollten wir dranbleiben, damit nicht alte Geister erneut Oberwasser gewinnen. Aktuell ist es keine Katastrophe, die wir zu verarbeiten haben. Trotzdem stellen sich kritische Fragen zu einer Umkehr, wie die nach unserem Lebensstil und nach unserer Gottvergessenheit. Noch können „Klage, Ach und Weh“ vermieden werden.

Martin Zobel, Pfarrer in Boitzenburg, Uckermark

Hesekiel erhält eine Schriftrolle. Foto Ulrike Mai/Pixabay

Alle sind auserwählt, alle

Predigttext zum 23. Februar 2020 Estomihi:
Lukas 18,31–34

… und am dritten Tage wird ER auferstehen.

Lukas 18,33

Zur Halbzeit des Fußballspiels rief der Trainer seine Spieler in der Kabine zusammen. Mit hängenden Köpfen kamen die jungen Männer, Petrus (der ihn verleugnete), Thomas (der an ihm zweifelte, Judas (der ihn verriet) und die anderen zu ihm vom Spielfeld.

Sie lagen aussichtslos zurück. Nach seiner Ansprache kehrten sie motiviert um und drehten das Spiel. Aus einer drohenden Niederlage wurde noch ein Sieg!

Ein Fußballspiel wird nicht über Taktik entschieden, sondern über die Mentalität der Spieler. Daran muss ich denken, wenn ich auf den ­Predigttext schaue. Jesus nahm zu sich die Zwölf, einen mehr als beim Fußball. Und dann folgte seine Ansprache, streng und liebevoll. Er verwandelte ihre Aussichtslosigkeit in Hoffnung.

Zurück am Spielfeld pfeifen ihn die Zuschauer aus. Sie verspotten ihn, sie spucken ihn an. Sie wollen dafür sorgen, dass er seinen Trainerposten verliert.

Doch jetzt ist er noch da. Noch kann er das Spiel drehen und die Mannschaft mitreißen aus dem Abstieg in den Aufstieg.

Am dritten Tag nach seinem Tod am Kreuz stand Jesus auf von den Toten. In der Kirche ­spreche ich diesen Satz mit erhobener Stimme, lauter als die anderen Sätze. Erfrischt und ­motiviert kehrt die Gemeinde auf ihr Fußballfeld, in ihr Leben, zurück.

Manchmal können uns Gottesdienste nicht ­verändern. Mit hängenden Köpfen kommen wir in die Kirche. Da passiert nichts. Da wird keine Frohe Botschaft verkündigt. Da erfahren wir nicht, dass sich etwas verändern lässt, weder in der Natur noch unter Menschen. Mit hängenden Köpfen schleichen wir wieder hinaus.

Es ist ein Trauerspiel. Die Mannschaft, die Gemeinde begreift nichts von der Auferstehung. Der Sinn der Rede Jesu ist ihr verborgen. Wir verstehen nicht, was er damit sagte.

Jesus sagt es uns dreimal, dass er sterben u n d  auferstehen wird: Lukas 9,18–22, Lukas 9,43b–45 und Lukas 9,31–34. „Lasst diese Worte in eure 0hren ­dringen.“

Da ist viel Sterben in der Welt, aber noch viel mehr ­Auferstehen von den Toten.

Eckart Wragge, Pfarrer im Ruhestand, Berlin

Gebet des Monats Februar 2020

Verschneite Landschaft
Winderlandschaft. Foto: pixabay

 

 

In guten wie
in schlechten Zeiten

Gott, wie wir täglich von der Liebe andrer leben, wollen wir an ihrer Seite stehen, wenn sie uns brauchen. Lass Gutes von uns ausgehen. Hilf uns, gegen Leid anzukämpfen, das unnötig ist. Hilf uns, Schmerzen zu ertragen, die das Leben mit sich bringt. In guten wie in schlechten Zeiten leben wir aus deiner Hand. Dir vertrauen wir uns an.

Wilfried Engemann. Aus: frei und unverzagt. Gebete der Hoffnung, Hamburg 2017

Gebet des Monats Januar 2020

Verschneite Landschaft
Winderlandschaft. Foto: pixabay

 


Gebet zum neuen Jahr 2020

Lieber Herr Jesus,
danke für das neue Jahr,
das Du uns schenkst.

Deine Gnade ist übergroß,
dass Du uns die Chance gibst,
Dir immer ähnlicher zu werden.

Nur hier im Zeitlichen können wir Dir, unserem Herrn und ­Heiland, nachfolgen
und Gottes Liebe unsere ­Mitmenschen spüren lassen.

Danke, dass Du uns
diese Zeit schenkst
und uns – mit unseren
guten Vorsätzen –
durch das neue Jahr
geleiten willst. Amen

Karl-Heinz Eberhardt Schäfer

Aktuelle Ausgabe Dezember 2019

Herrnhuter Stern

Foto: Isabell Demuth/Pixabay

Die Weihnachtssterne leuchten
Jörg macht eine Entdeckung als er mit dem Vater im Advent bei Einbruch der Dämmerung durch die Straßen der Stadt geht.
Von Christina Telker aus Bernau

Überwältigt von der Zuwendung30 Jahre Mauerfall – Teil 4
Erst war alles dunkel. Dann Jubel.
Von Sabine und Gert Müller, Leserin und Leser aus Drebach

Rezensionen: Sehnsucht himmelwärts und Predigten am Heiligen Abend
Warum Sehnsucht eine Kraft ist und es sich zu lieben lohnt
Von Sibylle Sterzik aus Berlin

Vorbild in der Bibel: die Hirten
Was, wenn sie einfach sitzen geblieben wären? Sind sie nicht. Die Hirten waren die ersten Apostel des Heilands.
Von Sibylle Sterzik aus Berlin

Den ganzen Menschen sehen
Es ist eine Freude, die Schätze der Bibel mit Kindern und Jugendlichen zu entdecken.
Von Beate Sträter, Pastorin und Schulreferentin in Bonn

Predigten des Monats Dezember

Mit Liedern durch den Advent. Foto: pixabay

Liebe und Licht

Predigttext zum 1. Dezember 2019 1. Advent:
Römer 13,8–12

  • Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
  • Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe herbeigekommen. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.

 Römer 13,8+12

Advent beginnt mit dem traditionellen Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem und dem Adventskranz mit der ersten Kerze. Die Worte aus dem Römerbrief beschreiben das Wesentliche des Advents: Wir hoffen auf Liebe und zunehmendes Licht. Gottes Nähe und Liebe vertreiben das Dunkel unserer Welt. Paulus macht deutlich: in der Liebe wird das Wesen der Gebote Gottes für alle erkennbar – eine Liebe, die alles umfängt. 

Kevin, 7 Jahre alt, darf bei den Großeltern übernachten. Er wird manchmal nachts von ­Alpträumen geplagt. In der Nacht hören die Groß­eltern lautes Weinen. Sie gehen hin und nehmen den schluchzenden Jungen in die Arme. „Ich habe so schlimm geträumt.“ Er hatte fürchterliche Angst. „Warum bist Du denn nicht einfach zu uns ins Bett gekrochen?“ fragt die Großmutter. „Es war so dunkel, ich hatte ganz, ganz schlimme Angst.“ Jetzt brennt nachts das Flurlicht.

Licht kann trösten, die Großeltern sind noch in der einer Zeit groß geworden, als es pädagogisch fest stand: Die Kinder müssen lernen bei Dunkel zu schlafen. Das macht diese Jahreszeit dann auch besonders bedrohlich.

Die tröstende Botschaft der Adventszeit ist doch: Das Licht kommt! Jedes Jahr nähern wir uns der Geburt des Jesuskindes im Stall von Bethlehem mit Kerzen. Sie werden immer mehr, je näher wir an Weihnachten heranrücken. Und dann: die ­überwältigende Lichterflut in den Häusern und Kirchen am Weihnachtsabend.

Liebe und Licht: mit diesen Verheißungen lässt sich das Dunkel ertragen. Auch das Dunkel der politischen Landschaft, der Menschen gemachten Katastrophen, der Menschen auf der Flucht? Große Zweifel bleiben, aber auch die Verheißungen:

Er kommt, ein Gerechter und ein Helfer.

Ein Pfarrer hat mich beeindruckt, seine Segensformel am Ende des Gottesdienstes nach dem Abendmahl spricht er nicht als Bitte, sondern als Ansage: Der Herr segnet dich und behütet dich, der Herr lässt sein Angesicht leuchten über dir und ist dir gnädig, der Herr erhebt sein Angesicht auf dich und schenkt dir Frieden.

Leuchten im Angesicht Gottes, Frieden im Angesicht Gottes, geborgen in den Armen der Großeltern, wir erwarten Ihn, der kommt. Ein altes Adventslied von Max von Schenkendorf (1783–1817) beschreibt das:

1. Die Tage sind so dunkel, die Nächte lang und kalt;
doch übet Sterngefunkel noch über uns Gewalt.

3. Er war einmal erschienen in ­ferner sel’ger Zeit,
da waren ihm zu dienen die Weisen gleich bereit.

6. Wir wollen nach dir blicken du Licht, das ewig brennt.
Wir wollen uns beschicken zum seligen Advent!

Paul Geiß, Pfarrer im Ruhestand in Berlin

Winterlandschaft Foto: Pixabay

Zeichen der Zeit erkennen

Predigttext zum 8. Dezember 2019 2. Advent: Lukas 21,2533

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein … und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Lukas 21,25-27

Der Lukastext macht mir Angst. Genauso Angst wie der neulich so oft gehörte Satz: „Ich trete aus der Kirche aus!“ Die Warum-Frage kam von mir. Auf ­Kirchensteuer oder ähnliches eingestellt, kam eine ganz andere Antwort: „Die sind auch nicht anders, als unser Staat. Dann brauche ich keinen Gott und Kirche, die mich genauso wenig verstehen, wie Merkel & Co.“ Leider muss ich meinem Gegenüber zumindest damit recht geben, dass mich die Ignoranz und Buchstabenfrömmigkeit meiner Kirche auch öfter wundert.

Auf den Predigttext schauend, ist das ein ganz normaler Vorgang. Ein Vorgang der zu erwarten ist. Das Ende.

Ich denke, nein, Gottes Pläne werden wir nicht aufhalten können, aber ja wir können etwas dazu tun, dass dieses Ende nicht so krass wird. Machen wir uns Gedanken darüber, wie man vom Ich zum Wir kommt und weg von Sätzen wie: „Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht!“

Ja, Gott, Vater, ich möchte mich auf das Ende freuen. Ohne Angst und Zweifel. Wie das Ende aussieht, mit oder ohne Jesu Christus, bestimmen wir zu Lebzeiten selbst. Dafür bete ich, dass es ein gemeinsamer Weg wird, mein Glaube, meine Kirche und ich. Aber dafür müssen wir alle sofort etwas tun!

 Titus Schlagowsky, Seelsorger und Prädikant, Nochern in der Evangelischen Kirche ­Hessen und Nassau

Ich steh an deiner Krippe hier. Foto: Gerd Altmann/Pixabay

Was tun?

Predigttext zum 15. Dezember 2019 3. Advent:
Lukas 3, (1–2) 3–14 (15–17) 18

Und Johannes kam in die ganze Gegend um den ­Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buch der Worte des Propheten Jesaja (40,3–5): „Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden. Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen.“ Und die Menge fragte ihn und sprach: Was sollen wir tun?

Lukas 3,3+4+6+8+10

Die Adventszeit war früher eine Zeit der Buße. Sie galt der Vorbereitung auf das Kommen des Heilandes, des Heil bringenden Jesus Christus. Davon wird in diesem Predigttext für den 3. Advent noch etwas deutlich. Wir sind ja eher gemütliche ­Wohnzimmer gewohnt, in wärmendes Kerzenlicht getaucht und herrlich duftendes Gebäck dazu.

Aber was könnte das heißen, sich vorzubereiten auf die Ankunft Christi? Johannes der Täufer ­predigt es mit den Worten des Propheten Jesaja: Alle Täler sollen erhöht werden, alle Berge und Hügel erniedrigt, was krumm ist soll gerade werden. Alles wird anders, geradezu in sein Gegenteil verkehrt. Tiefe Täler werden hoch, hohe Berge ­werden klein gemacht, Krummes begradigt.

Die Gedanken sprühen nur so dazu: Herrscher, die sich für gewichtig halten, sehen neben Jesus Christus klein aus, wenn sein Stern über Bethlehem aufgeht. Die Macht der Liebe ist so viel größer als die Ohnmacht der Willkür. Was klein ist wird groß. Unterdrückte und ihrer Freiheit beraubte Menschen richtet Jesus auf und gibt ihnen ihre Würde zurück. Wo das geschieht sehen alle Menschen den Heiland Gottes. Zu Weihnachten, aber nicht nur da.

Der Mensch gewordene Heilbringer Gottes gibt selbst die Antwort auf die Frage der Menge, der Zöllner und der Soldaten: Was sollen wir tun? Es ist das, was er selbst im Namen Gottes tat: Hungrige speisen, Fremde beherberge, Kranke pflegen, ­Gefangene besuchen, niemandem Gewalt tun und von der Liebe Gottes erzählen.

Sibylle Sterzik, Berlin

Plätzchenduft. Foto Ulrike Mai/Pixabay

Hoffnungen liegen in der Luft

Predigttext zum 22. Dezember 2019 4. Advent: 2. Korinther 1,18–22

Bei der Treue Gottes, unser Wort an euch ist nicht Ja und Nein zugleich. Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm. Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. Gott ist’s aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt hat und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.                 

2. Korinther 1,18–22

Eigentlich wollte ich ja zu euch kommen, so schreibt Paulus in einem Brief an die Christen in Korinth. Aber er kam nicht. Das löst Ärger, Unverständnis und Enttäuschung über mangelnde Zuverlässigkeit aus. Der lange geplante und versprochene Besuch bleibt aus.

Paulus’ Glaubwürdigkeit und die seiner Be­gleiter stehen auf dem Prüfstand. Und im Hintergrund, ja vielleicht unbewusst, spielt der Gedanke mit: Wenn die – Paulus und seine Begleiter – ein Versprechen schon nicht einhalten, dann wird wohl an ihren Worten, auch nicht viel dran sein.

Eine Zusage muss doch eingehalten werden.

So sind wir erzogen. Eine Meinungsänderung oder Absage kommt schlecht an.

Dabei merke ich, wie sehr die Worte der Kirche an dem Verhalten und den Entscheidungen der Mitarbeiter gemessen ­werden. Wie viele haben auch in unseren Tagen der Kirche den Rücken gekehrt, nur wegen dem Verhalten von anderen Christen. Aber die Worte der Bibel sind nicht mit dem Verhalten der ­einzelnen Christen zu vermischen, jedenfalls nicht so ohne Weiteres. Deshalb beruft Paulus sich auf ­seinen Glauben. Gott sei mein Zeuge (Vers 18) oder „Bei der Treue Gottes“.

Ja ist eben ja, und nein ist ebenfalls nein. Jedenfalls, was die Zusagen Gottes betrifft.

Änderungen fallen uns schwer und eine Entscheidung zurückzunehmen bringt oft Enttäuschung mit sich. Das ist auch Paulus klar: „Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meiner Seele, dass ich euch schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin“ (Vers 23). Was dahinter steckt, wissen wir nicht. Ist mir auch nicht ­wichtig. Eher eine Frage, die der Text aufwirft: „Müssen wir nicht manchmal andere ent­täuschen aus Rücksicht, aus Liebe, aus Barmherzigkeit zu uns selbst und zu anderen?“

In wenigen Tagen feiern wir wieder das Weihnachtsfest, das mit vielen Erwartungen und Hoffnungen verbunden ist. Wir bereiten uns auf Besuche vor und freuen uns darauf. Doch zu keiner Zeit liegen so viele Konflikte in der Luft, wie an den Weihnachtstagen. Alte Verletzungen werden manchmal wieder wach. Sicher sind wir traurig, wenn die Kinder ihr Kommen absagen, wenn wir plötzlich krank werden, eine Reise nicht unternehmen können oder was es auch immer sei.

Kann es nicht sein, dass Gott uns damit gerade „schonen“ will vor etwas, was auf uns zugekommen wäre?

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren“ (Lukas 2,10+11), so lautet Gottes Wort an uns – auch wenn sich unsere Pläne und ­Vorhaben verändern.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Ragnar Manneck, Pfarrer im Ruhestand, Berlin

Gott erscheint in Christi Geburt – Licht in dunkler Nacht. Foto: Jill Wellington/Pixabay

In tiefster Nacht erschienen

Predigttext zum 29. Dezember 2019 Sonntag nach Weihnachten: Hiob 42,1–6

Da antwortete Hiob: „Herr, ich erkenne, dass du alles zu tun vermagst; nichts und niemand kann deinen Plan vereiteln.“
Hiob 42,1+2

„Schade eigentlich …“ war mein erster Gedanke, als ich den Predigttext für den Sonntag nach Weihnachten las. Am Ende gibt Hiob auf. Er unterwirft sich Gott und erkennt seine Allmacht an. Dabei hat er am eigenen Leib erfahren müssen, dass Gott nicht alles tun konnte – oder wollte? Für Hiob selbst geht die Geschichte zwar gut aus, aber seine Familie wird nicht wieder lebendig, sondern durch eine neue ersetzt. Das kann er doch nicht einfach so hinnehmen!

So gibt es vieles auf dieser Welt, was ich nicht als von Gott gewollt betrachten möchte: Das Kind, das vom Auto überfahren wird oder den immer hilfsbereiten Mann aus der Gemeinde, den die unheilbare Krankheit mitten aus dem Leben reißt. Wie ungerecht! Dahinter kann kein Plan Gottes stecken, und wenn es so wäre, dann möchte ich mit diesem Gott nichts zu tun haben.

Wieso bloß steht dieser Text direkt nach Weihnachten? Soll er uns aus den allzu gemütlichen Weihnachtsträumen reißen? Uns darin erinnern, dass sich auch dieses Jahr wieder sehr vieles nicht zum Guten gewendet hat? Wie schön wäre es da, wenn Gott das alles schlagartig ändern würde, die Kriege beenden, den Hunger stillen.

Doch wie beruhigend ist es, dass wir Gott nicht hilflos ausgeliefert sind wie Marionetten, sondern eigene Pläne und eigene Fehler machen dürfen. Dass Gott sich dafür entschieden hat, mit uns als Mensch durch die Welt zu gehen, sich uns als hilfloses Kind in der Krippe auszuliefern.

Ich musste bei Hiobs Worten an einen Satz aus dem Lied „Weil Gott in tiefster Nacht erschienen“ (Evangelisches Gesangbuch 56) denken: „Nimm an des Christus Freundlichkeit, trag seinen Frieden in die Zeit.“ Gottes Plan ist nicht, seine Allmacht zu beweisen, sondern uns darin zu unterstützen, die Welt ein Stück besser zu hinterlassen, als wir sie vor­gefunden haben. Indem wir uns vom Kind in der Krippe anstecken lassen und versuchen, „seine Freundlichkeit“ anzunehmen. Indem wir die in den Arm nehmen, die sich wie Hiob von Gott ungerecht behandelt fühlen, und ihnen sagen: Das, was dir geschieht, das ist nicht Gottes Plan. Gott leidet mit dir.

Elisabeth Rosenfeld, Pfarrerin für Flüchtlingsarbeit im Sprengel Görlitz und Seelsorgerin in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt.

Aktuelle Ausgabe Juni 2019

Foto: Nicole Wolf

­­

Sanftes Brausen
Der Pfingstgeist lässt Menschen zusammenstehen, so wie sie sind. Rückblick auf den Kirchentag 2017 und Ausblick auf Dortmund 2019
Von Superintendent Michael Raddatz, Kirchenkreis Berlin Tempelhof-Schöneberg

Erschöpft
Petra hat sich verausgabt und über ihre Kräfte um andere gekümmert. Sie muss wohl oder übel auf ihren Arzt hören und eine längere Kur antreten musstest. Es wird schwer.
Der Krankenbrief von Freundin Beate

Getröstet
Gott ist der echte Tröster, der uns nahe ist: in unserer Einsamkeit und Abschiedstrauer, in unserer Heimatlosigkeit und Suche nach Geborgenheit, in unserem Versagen und unserem Zweifel.
Pfingstpredigt von Bischof i.R. Klaus Wollenweber, Bonn

Kati ist wie eine Schwester
Und trotzdem hatte und hat Kati für jeden ein offenes Ohr. Manchmal will ihr Telefon gar nicht still stehen, denn sie hat die Gabe, geduldig zuhören zu können. Aber Gott hat ihr noch eine weitere, ganz besondere Gabe geschenkt; ihre Gastfreundschaft.
Echte Freundschaft, von Karl-Heinz Eberhardt Schäfer, Lehrer im Ruhestand und Autor, Leipzig

Menschen unseres Gottes sein
Doch, das ist der gottgewollte Ansatz der Vergebung. Trost, jede Menge Trost! Verständnis für den Nächsten, die Gemeinde, den Pastor, wen auch immer. Verständnis und Trost für ihr Fehlverhalten. Dann können wir wieder eine Kirche, Gemeinde, Menschen unseres Gottes der ­Liebe und des Friedens sein. Es wird Zeit. Los, beginnen wir damit.
Predigt zu Trinitatus von Titus Schlagowsky, Seelsorger und ­Prädikant, Nochern in der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau

Aktuelle Ausgabe April 2019

Das lesen Sie in der April-Ausgabe der Frohen Botschaft:

Cover-Frohe Botschaft-april 2019
Cover-Frohe Botschaft-april 2019

Ein Marathon, der jede Anstrengung lohnt
Dem Frieden nachjagen – Gedanken zur Jahreslosung 2019
Von Bernd Neukirch

Echte Freundschaft (Serie)                                                                         Das besetzte Herz    / Freundin Maritta, die Enkel Richard und Ramon und ein Geschenk mit Rätseln       

von Leserin Sabine Neubert aus Eibenstock

Mein Vorbild in der Bibel (Serie)
Josua
Einer, der mutig Stellung bezieht. Von Ursula Hecht

Lebensfragen
Kirchlich beerdigen
Karl-Heinrich Lütcke, Propst a.D. beantwortet eine Leser-Frage

Wie bei einer Rolltreppe
Geschichten, die das Leben schreibt.
Von Pastor Siegfried Dehmel

Der Krankenbrief
Manchmal braucht die Seele einen Schutzpanzer
Christina schreibt an Erna im Pflegeheim

Gedanken zum Monatsspruch April und Predigten zu vier Sonntagen des Monats

Gebet des Monats Dezember 2019

Gottes Zuneigung –
Gebet für Dezember

Gott, jagten wir einst die Stunden des Glücks,
genießen wir nun der Jahre Frucht.
Leibhaftige Liebe zum ständigen Begleiter –
kaum fasst der Kopf dies tägliche Wunder.
Rückwärts schauend verklärt sich die Erinnerung,
doch nach vorn gerichtet spüren wir die Kürze unseres Schritts,
Gott in deines Menschen Zuneigung spüren wir die deine.

Georg Schwikart.
Aus: frei und unverzagt. Gebete der Hoffnung, Hamburg 2017