foto: dietmar silber
Der Blick ins Heft August 2016

foto: pixabay.com Monatsspruch:

Habt Salz in euch
und haltet Frieden untereinander!

Markus 9,50 (E)

Von Paul Geiss, Pfarrer im Ruhestand, Berlin

Salz gehört zu den Lebensbausteinen von Pflanzen, Tieren und Menschen, zu viel Salz schadet.

In Jesu Wort ist Salz ein Bild für seine Lehre, ja sein ganzes Leben, Sterben und Auferstehen für uns, eine gesunde Menge Salz, die das Christenleben antreibt. Ohne diese Grundlage kann das Leben sinnlos und fad sein, mit zu viel davon besteht die Gefahr, penetrant zu wirken mit den christlichen Belehrungen, und vielleicht gar nicht mehr in der Lage zu sein, Mitmenschen zuzuhören und sie zu verstehen.

Deshalb die Aufforderung: Haltet Euch zurück, haltet Frieden untereinander! Die Jünger hatten sich zuvor heftig darum gestritten, welch hoher Rang ihnen im künftigen Gottesreich zukommt.

So ist das Christenleben unterschiedlich und bunt in Afrika mit Tanz und Gesang, in Indonesien mit den Gamelan-Ensembles, in Japan auf den Spuren des Tokyoter Toyohito Kagawa, eines frommen Pazifisten, Gewerkschafters und Bruderschafts-ökonomen nach Jesu Lehre, in Amerika mit den Gospelgesängen der christlichen Afroamerikaner, hier in Deutschland mit den vielfältigen Formen lebendiger Christengemeinden.

Salz sein in dieser Welt in Jesu Namen, das kann unsere Aufgabe sein, das soll unter dem Zeichen des Friedens und der Hingabe an den Nächsten geschehen wohldosiert mit dem Ziel: Gott allein die Ehre, nicht mir, seinem oft unwürdigen Werkzeug.

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foto: AngMoKio/Wikipedia Vom Pferd geholt

Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Apostelgeschichte 9,3-5

Predigttext zum 14. August 2016
12. Sonntag nach Trinitatis:
Apostelgeschichte 9,1-9(10-19)

Von Hans-Jürgen Grundmann, Berlin

Hätten wir nicht genau so ängstlich reagiert, wie die Leute damals in Damaskus und auch ?später in Jerusalem und gesagt: „Ist das nicht der ...?“ Denn sie fürchteten sich alle. Hatte Saulus nicht schon in Jerusalem genug Unheil angerichtet? Und nun war er, mit entsprechenden Vollmachten ausgerüstet, auf dem Weg nach Damaskus, um auch dort Jagd auf die Anhänger dieser neuen Lehre von einem angeblich vom Tod auferstandenen und lebendigen Sohn Gottes zu machen.

Aber der hat etwas ganz anderes mit diesem Saulus vor. Jesus will aus diesem Verfolger einen großen Verkündiger dieser neuen Lehre, einen eifrigen Missionar und Gemeindegründer machen. Jesus beruft sich schon seine Mitarbeiter, selbst wenn er einen vom Pferd holen muss, ihn blind werden lässt und ihn dann in die Stille in die Breite Straße in das Haus des Judas führt, wo er nachdenken und beten kann.

So geschieht es auch anderen Menschen. Jesus macht aus einem, der noch vor kurzem gesagt hat: „Verflucht, ich kenne diesen Menschen nicht“, den Felsen, auf den er seine Gemeinde bauen will. Und ein Mörder, der mit ihm am Kreuz hing, der wird noch am gleichen Tag mit ihm im Paradies sein. Bei Gott gelten also doch wohl andere Maßstäbe! „Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig ...“ (2. Mose 33,19).

Nicht immer beginnen Bekehrungen so spektakulär, aber oft sind andere Menschen helfend beteiligt. Hier sind es die Gefährten, die Saulus in die Stadt führen, aber vor allem ist es der Jünger Hananias, der den Auftrag bekommt, den Willen Jesu, aus einem Saulus einen Paulus zu machen, zu Ende zu bringen.

Auch der kennt ihn ja und ist verständlicherweise ängstlich, aber letztlich gehorsam und er geht hin. Mit den Worten: „Lieber Bruder Saul ...“, richtet er Saulus wieder auf und lässt ihn sehend werden. Ein neues Leben beginnt!

Das lässt auch uns hoffen und glauben, dass Gott mit jedem Menschen zum Ziel kommen wird und dass geschehen wird, was er für diesen Menschen, auch für Dich und mich, nach seinem Willen vorgesehen hat. Dafür dürfen wir dankbar sein!

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foto: archiv Immer eine gute Nachricht

Siebzig Jahre „Frohe Botschaft” nach dem Verbot

Von Manfred Stolpe, 1982 bis 1990 Konsistorialpräsident der Ostregion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und 1990 bis 2002 Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Potsdam

Vor 70 Jahren konnte die von der Nazi-Diktatur verbotene christliche Zeitschrift „Frohe Botschaft“ wieder erscheinen. Eigentlich war sie damals schon fast 50 Jahre alt und viele treue Leser waren glücklich, sie wieder zu haben. Aber auch viele neue Leser in Brandenburg und Berlin, in Pommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, in Mecklenburg und Thüringen nahmen gern die „Frohe Botschaft für Jedermann“ in die Hand. Es war eine Notzeit. Millionen Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten, Ausgebombte in den Städten, Witwen und Waisen von gefallenen und vermissten Soldaten, Hunger und Elend rundum prägten diese Nachkriegszeit, suchten Halt und Hoffnung.

Die „Frohe Botschaft“ war ein Angebot für alle, vielseitig, verständlich und sie stärkte die Erwartung, dass Trümmerchaos, Vertreibung und die ungewisse Zukunft nicht das Ende aller Wege Gottes mit den Menschen in Deutschland sein würde. Zehntausende abonnierten die „Frohe Botschaft“ und tausende Exemplare dieser Monatszeitung wurden an Kranke, Behinderte, Notleidende kostenlos verteilt.

Meine Mutter hat damals die „Frohe Botschaft“ abonniert. So lernte ich in früher Jugend diese Zeitschrift kennen, habe mangels anderer Literatur sie regelmäßig gelesen, vorgelesen, das meiste verstanden und hatte die Chance, in der Familie nachzufragen. Das Abonnement „Frohe Botschaft“ für Familie Stolpe gilt bis heute.

Erneut war die „Frohe Botschaft“ bedroht, als die DDR sich gegen West-Berlin und die Bundesrepublik abschottete, schließlich eine Mauer baute und westliche Druckerzeugnisse nicht ins Land ließ. Die „Frohe Botschaft“ wurde in West-Berlin hergestellt und sollte nicht mehr in der DDR eingeführt werden. Kirchenrat Willy Federlein forderte mich auf, mit ihm eine Ausnahmegenehmigung zur Einfuhr der „Frohen Botschaft“ in die DDR bei der Staatsmacht zu erwirken. Eigentlich war das nicht möglich. Zehntausende Exemplare einer komplett im Westen hergestellten Zeitschrift regelmäßig in die „sozialistische“ DDR einzuführen, schien unvorstellbar. Ausnahmegenehmigungen gab es nur für wenige Fachzeitschriften in sehr geringer Auflage.

Wir wollten aber eine große Zahl der Zeitschrift mit vielseitigen Texten in die DDR bringen lassen. Ohne dass die „Zensur“ ändern, kürzen, weglassen konnte. Leser von Kirchenzeitungen in der DDR, insbesondere der Wochenzeitung „die Kirche“ erinnern sich vielleicht, dass ihre Kirchenzeitung manchmal gar nicht oder mit Verzögerung oder mit Leerstellen erschien. Federlein und Stolpe wollten eine Blanko-Genehmigung für die Zulassung einer Zeitung mit großer Auflage, die im „Feindesland“ komplett hergestellt und direkt an den Postzeitungsvertrieb der DDR geliefert werden und dort im ganzen Land verteilt werden sollte.

Wir Kirchen-Unterhändler waren es gewohnt, Forderungen an den Staat zu richten, die nach dessen gegen den Westen gerichteten Selbstverständnis und seiner religionsfeindlichen Ideologie nicht vorgesehen waren. Aber wir waren überzeugt, etwas Richtiges, Nötiges für viele Menschen zu verlangen. Wir wiesen darauf hin, dass die „Frohe Botschaft“ Mut zum Leben in der DDR machte und auch Flüchtlingen, Aussiedlern, Vertriebenen ein Heimatgefühl vermitteln würde. Und die „Frohe Botschaft“, verglichen mit den Katastrophenmeldungen in der Zeitungslandschaft, immer eine gute Nachricht bereithielt.

Ein Verbot der „Frohe Botschaft“ in der DDR würde tausende Leser tief enttäuschen und den Gegnern des Sozialismus Gelegenheit zu staatsfeindlicher Hetze bieten. Schließlich boten Kirchenrat Willy Federlein und Oberkonsistorialrat Manfred Stolpe an, für die Zeitschrift „Frohe Botschaft“ zu bürgen und jederzeit zur Verantwortung gezogen werden könnten. Irgendwie hat das die Funktionäre umgestimmt. Vielleicht beeindruckte sie, dass wir den Kopf hinhielten und wir als beharrlich fordernd aber zuverlässige Gesprächspartner bekannt waren. Die „Frohe Botschaft“ konnte ungehindert bis zum Ende der DDR ausgeliefert werden. Ich glaube, die Zensoren haben das Blatt gar nicht mehr gelesen. Aber vielleicht hat es auch ihnen Ruhe und Seelenfrieden gegeben.

Nun lese ich seit Jahrzehnten das handliche, übersichtliche, vielseitige Monatsblatt „Frohe Botschaft“. Es bietet keine Sensationsmache, keinen unverständlichen Tiefsinn und ist keine kilo-schwere Sonntagszeitung, die niemand ganz lesen kann. Von Anfang bis Ende kann man die „Frohe Botschaft“ lesen und alle können etwas für sich finden. So ist es gewollt. Eine frohe Botschaft, eine gute Nachricht für Jedermann, die Lebensfragen und Nöte behandelt und dabei ein Grundvertrauen in das Leben vermittelt und die Gewissheit zugrunde hat, dass alle in Gottes Hand sind. Auch wenn sie noch nicht daran glauben. Die „Frohe Botschaft“ ist keine Zeitung, die an Schreckens-meldungen verdient und dabei Ängste und Schrecken schürt. Die „Frohe Botschaft“ weicht Problemen nicht aus, aber sie vermittelt eine Geborgenheit und macht Mut zum Leben und Helfen in einer komplizierter werdenden Gesellschaft mit wachsenden sozialen Problemen, Fremdenhass und Intoleranz. Die „Frohe Botschaft“ kann Lebens- und Überlebenshilfe sein. Sie vermittelt, dass das Leben einen Sinn und ein Ziel hat.

Lesen Sie die „Frohe Botschaft“ und geben Sie das Blatt weiter!


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foto:pixabay.com und silber Ein Brief Gottes

Die Redaktion der „Frohen Botschaft” bedankt sich
bei den Leserinnen und Lesern


Liebe Leserinnen und Leser, wir waren überwältigt von den vielen Briefen, die Sie uns zum 70. Jubiläum des Wiedererscheinens der „Frohen Botschaft” geschickt haben.
Zu erfahren, warum Sie die „Frohe Botschaft” lesen und was Ihnen gefällt, war sehr spannend. Gefreut haben wir uns auch über Ihre Ermunterung, so weiterzumachen und den einhelligen Eindruck, dass viele die „Frohe Botschaft” als „gottgegebenes Navy“ und „Brief Gottes für die Menschen“ empfinden. Manche von Ihnen haben uns aus ihrem Leben erzählt, wir haben geschmunzelt und geweint beim Lesen! Das war sehr bewegend. Danke, dass Sie uns mit in ihre persönliche Lebensgeschichte genommen haben. Leider können wir nicht alles abdrucken. Stellvertretend hier eine Auswahl.

Herzlichen Dank und Gottes Segen für Sie alle!
Ihre Redaktion


Briefe der Leserinnen und Leser

Viele Jahre haben wir, meine Schwiegergroßmutter, dann meine Schwiegermutter und nun schon viele Jahre ich und meine Familie die „Frohe Botschaft” abonniert. Ich lese dieses Blatt immer wieder gerne und freue mich über die wunderbaren Berichte, Predigten und alles andere, was in der „Frohen Botschaft” steht. Besonders hat mir die Serie „Meine Großeltern“ gefallen.
Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Mitarbeitern bedanken. Es geht ein großer Segen von dem allen aus. Gott segne sie.
Heidemarie Reißig, Jöhstadt, Ortsteil Neugrumbach


Ich lese die „Frohe Botschaft” seit 1953. Im ersten Kriegsjahr 1940 wurde ich konfirmiert. Als ich mich nach dem schrecklichen Krieg, den nachfolgenden Hungerjahren, der Typhus-Erkrankung und noch so manchen Schwierigkeiten von Gott entfernt hatte, fand ich endlich durch eine Evangelisationswoche wieder auf den Weg des christlichen Glaubens.
Um diese Zeit war es noch schlecht bestellt um christliche Literatur und Zeitungen. Es gab aber die „Frohe Botschaft”, die ich gleich abonnierte und mit Freude und innerem Gewinn gelesen habe, anfangs als Schwarz-Weiß-Ausgabe. Als sie dann farbig erschien, war die Freude noch größer.
Was mich besonders berührte, waren die seelsorgerlichen Artikel von Herrn Generalsuperintendent Martin Herche. Wie gut, dass man die Gedanken und Fragen anderer Christen erfahren kann - und wenn ich das freundliche Gesicht von Herrn Herche anschaue, denke ich immer: Wenn ich doch solch einen Vater gehabt hätte. Diese Artikel müssten fortgesetzt werden und sind in dieser aufgeregten Zeit besonders nötig.
Zusammengefasst: Die „Frohe Botschaft” ist wunderbar und eine große Hilfe auf dem Glaubensweg. Ich konnte in den letzten Jahren drei neue Abonnenten dafür gewinnen.
Nun bin ich 90 Jahre alt und kann jeden Morgen nur Gott danken, dass er mich so liebt, was kaum zu fassen ist. Durch zwei gut gelungene Augen-Operationen kann ich alles noch sehr gut lesen. So bitte ich Gott um seinen Segen für diese wunderbare Frohe Botschaft, für alle, die daran arbeiten und ihr Brot verdienen und für alle, die sie lesen.
Ruth Köhler, Zwickau


Die „Frohe Botschaft” begleitet uns schon sehr lange. Uns gefällt sie, so wie sie ist, von vorn bis hinten. Ich wünsche Ihnen weiter Erfolg in der Arbeit für uns, die Leser.
Hanna und Henry Müller, Thum, Ortsteil Herold


Warum ich die „Frohe Botschaft” lese und das schon seit DDR-Zeiten? Es hat etwas mit Festhalten und Glaubwürdigkeit zu tun. Die frohe Botschaft vom Herrn Jesus ist für mich Energie an dunklen Tagen, Mut machend für Herz und Seele. An dieser Botschaft halte ich mich fest. Die „Frohe Botschaft” orientiert sich ausschließlich am Evangelium und am gelebten Glauben, deshalb ist sie für mich glaubwürdig. Sie führt durch das tägliche Leben. Wie ein roter Faden nimmt die „Frohe Botschaft” stets aktuellen Kurs und ist das gott?gegebene Navy, dass uns sicher zum Ziel bringt. Was für eine frohe Botschaft.
Christina Boblenz, Erfurt


Ich bin Jahrgang 1928 und kenne die „Frohe Botschaft” schon von Kind an in meinem Elternhaus. Nach unserer Hochzeit haben wir sie auch sofort abonniert. Jeden Monat freue ich mich immer wieder darüber. Gerne lese ich den Krankenbrief und so weiter. Nur bedauere ich, dass jetzt die „Lebensfragen“ nicht mehr erscheinen werden!
Hanna Wegner, Kirchberg/Sachsen


Schon seit den 50er Jahren kenne ich die „Frohe Botschaft” von einer Tante meiner Mutter. Darauf habe ich sie später abonniert. Ich lese sie jeden Sonntag und gebe sie weiter an unseren Nachbarn. Der Glaube an Jesus hat mich zu allen Zeiten gestärkt. Nun, so Gott will und ich lebe, möge mich die „Frohe Botschaft” bis zum Ende meines Lebens segensreich begleiten. Herzlichen Dank an alle Autoren der „Frohen Botschaft”.
Helmut Faust (80), Schlotheim


Meine Tante Else Krauß las die „Frohe Botschaft” schon vor dem Zweiten Weltkrieg. Einmal im Monat trafen sich Frauen aus dem Dorf abends zur Frauenhilfe. Das wurde auch verboten. Meine Tante hat nach dem Krieg die „Frohe Botschaft” wieder gelesen, bis sie im Juni 1960 starb. Ich habe die Zeitung behalten, lese sie immer gern und werde dabei bleiben, solange ich lebe. Die „Frohe Botschaft” gebe ich an meinen ehemaligen Nachbarn weiter und hoffe, dass er sie weiterlesen wird, wenn ich nicht mehr lebe. Als mein Onkel und kurz darauf meine Tante starben, brauchte ich viel Kraft. Die bekam ich aus der „Frohen Botschaft” Dafür war ich sehr dankbar. Machen Sie so weiter mit allem. Es ist schön, die „Frohe Botschaft” zu lesen.
Ilse Jeremias (90), Hohenwarsleben


Ich kannte die „Frohe Botschaft” schon von meinen Eltern und lese sie sehr gern. Sie beschreibt und drückt das aus, was sie gerne sein möchte, für das Zusammenleben unter uns Christen in dieser Welt. Zuspruch, einen Rat geben, zuzuhören und Trost zu empfangen in trüben Stunden. In meinem Alter von 85 Jahren hat man etwas mehr Zeit zum Lesen. Man ist ja nicht mehr so agil wie früher. Daher freue ich mich jedes Mal auf ihr Erscheinen, die Beiträge aus dem Leben, Gedichte, Lieder und so weiter. Das stärkt immer wieder. Für mich ist der Glaube an unseren Herrn Jesus Chris?tus sehr wichtig! Darum wünsche ich Ihnen in der Redaktion für die weiteren Jahre alles Gute, um mit Gottes Segen die „Frohe Botschaft” weiter zu verbreiten.
Gabriele Seidel (85), Schönheide


Die „Frohe Botschaft” ist mir seit Kindheitstagen ein treuer Begleiter gewesen. Sie war die einzige Zeitschrift, die aus West-Berlin offiziell in die DDR kam. Über die Postzeitungsliste wurde sie durch die Postboten ausgetragen für 0,60 Mark im Monat. Als Pfarrer von 1966 bis 1982 unmittelbar im Grenzgebiet DDR-BRD, am Grenzkontrollpunkt Marienborn/Helmstedt, gelegen an der Transit-Autobahn nach Berlin, habe ich immer auch für die „Frohe Botschaft” geworben. Ebenso dann auch im Pfarramt in Prittitz bei Naumburg/Saale. Im Ruhestand zogen wir im Jahr 2000 nach Weißenfels. Seit über einem halben Jahr bin ich verwitwet. Ich bin weiterhin aktiv tätig im Verein für Kirchengeschichte in Mitteldeutschland. Die Ausbreitung der frohen Botschaft unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus ist und bleibt mein Herzensanliegen.
Manfred Andersen (76), Pfarrer im Ruhestand, Weißenfels


Seit vielen Jahrzehnten lese ich sie, mal mehr, mal weniger intensiv, wahrscheinlich sogar bald nach dem Wiedererscheinen vor 70 Jahren. Die Lebensberichte von Lesern und die Zeichnungen zur Bibel, zum Beispiel von Julius Schnorr von Carolsfeld und Albrecht Dürer interessieren mich sehr. Auch Berichte, wie zum Beispiel Kirchen-Männer ihre „Schäfchen“ vor Gewalt in der NS-Zeit zu retten versuchten, die Entwicklung kirchlicher Werke und Kurzberichte gläubiger Politiker oder bekannter Persönlichkeiten. Die Großeltern-Berichte, der Krankenbrief und das Erlebnis der Konfirmation haben eigene Erlebnisse aus der Versenkung geholt. Besondere Freude bereitete mir die Hunde-Geschichte von Kaleb und Esther. Schade, dass sie zu Ende ist. Auch die Aufmachung gefällt mir sehr. Eigentlich ist alles wichtig: die Predigten oder die Lebensgeschichte der Oberin vom Paul-Gerhardt-Stift oder der Hinweis auf den Posaunentag. Viele Ausgaben habe ich lange aufgehoben und schweren Herzens entsorgt. Jetzt gebe ich die „Frohe Botschaft“ nach dem Lesen weiter.
Erika Freitag, Berlin-Köpenick


Als die „Frohe Botschaft“ „erfunden“ wurde, dachten treue Christenmenschen an die „Sonntagslosen“, an Dienstboten, Droschkenkutscher, Kellner und solche Leute, die auf den Gottesdienstbesuch verzichten mussten - so war das eben vor 120 Jahren. Die wahren „Sonntagslosen“ unserer Zeit sind die vielen kleinen Gemeinden, bei denen sonntags die Kirche oft geschlossen bleibt. Schon seit Jahren hilft da die „Frohe Botschaft“ in Hauskreisen und in Heimen zur Gemeinschaft unter dem Wort! Darum lese ich als erstes die vier Anregungen zum Sonntagstext und freue mich, wenn es echte, gute „Wege zum Wort“ sind.
Dietrich Wegmann, Pfarrer im Ruhestand, Ragow


Ein Gedicht

Hoffnung verbreiten

Die Frohe Botschaft liebe ich sehr,
ich brauch sie in Freuden und Leiden,
auch zu verstehen ist sie nicht schwer,
ist Hilfe zu allen Zeiten.

Schon in der Kindheit, im Elternhaus
war sie ein treuer Begleiter,
sie ging mit mir ins Leben hinaus
und hilft auch im Alter mir weiter.

Ob Bibeltext, Themen, Bekenntnis und mehr,
nichts möchte ich davon missen,
auch lieb ich die Krankenbriefe sehr
und das vermittelte Wissen.

Und da in den oberflächlichen Zeiten
die schwache Lehre oft Not macht,
kann sie immer noch Hoffnung verbreiten,
sie hat noch die klare Botschaft.

Der treue Herr erhalt uns Sein Wort,
für Sie und Sein Werk erbitten wir Segen
und möge Er weiter an jedem Ort
Menschen in Seiner Botschaft begegnen.
Edeltraud Rauthe (74), Greiz

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fotos:Dietmar Silber (3), Archiv (2)

Wie die„Frohe Botschaft” entsteht

Von Sibylle Sterzik

Was möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser, gern lesen, was passt in die Jahreszeit und das Kirchenjahr? Welche Themen und Autoren wählen wir aus, welche Bibelworte sind zu bedenken? Darüber beraten wir in der Redaktion Monat für Monat. Viele Autorinnen und Autoren sind immer wieder gern bereit, Predigten oder Berichte zu schreiben. An dieser Stelle einen großen Dank an alle unsere Prediger und Verfasser!

Viele beraten uns, geben uns Tipps. Pastor Dietrich Wegmann gehört dazu, gibt Hinweise zum Titelbild oder zu Inhalten von Predigten! Ohne zwei Menschen geht die Zeitung aber gar nicht erst in Druck: Hans-Jürgen Grundmann aus Berlin, ehemaliger Hersteller im Wichern-Verlag, und Pfarrer im Ruhestand Martin Kramer aus Magdeburg. Sie lesen Korrektur, fügen jedes fehlende Komma hinzu, ersetzen jeden falschen Bibeltext. Großartig, dass wir sie haben! Und falls es doch zu inhaltlichen Fehlern kommt, jemand eine Idee oder Geschichte teilen möchte, haben wir immer ein offenes Ohr. Ich, Sibylle Sterzik, trage die inhaltliche Verantwortung für die „Frohe Botschaft”, spreche mit Autoren und Ihnen, liebe Abonnenten. Vielleicht kennen Sie aber auch meine Kolleginnen, Ursula Robin und Sabine Hoffmann, gut? Mit Rat und Tat stehen sie Ihnen am Telefon zur Seite und sorgen dafür, dass die „Frohe Botschaft” pünktlich zu Ihnen ins Haus oder die Gemeinde kommt.

Keine Zeitung ohne Layout: Dietmar Silber gestaltet die "Frohe Botschaft" schon seit über 16 Jahren. Manchmal sucht er auch länger, um das passende Titelbild zu finden - wie in dieser Jubiläumsausgabe - oder die geeigneten Bilder zu den Artikeln. Auch seine Kollegin Nicole Wolf hat ein geschicktes Händchen für ungewöhnliche Fotos. Erinnern Sie sich an die junge Frau in einer der vergangenen Ausgaben, die kopfüber auf der Wiese lag? Das Foto hatte Nicole Wolf ausgewählt. Dietmar Silber betreut seit nunmehr zwölf Jahren die Internet-Seite der „Frohen Botschaft”.

Nach dem Herausgeberwechsel vor zweieinhalb Jahren kam die Frohe Botschaft in den Wichern-Verlag. Deren Geschäftsführerin Elke Rutzenhöfer trägt die rechtliche Verantwortung für die „Frohe Botschaft” und unterstützt uns regelmäßig mit inhaltlichen Ideen. Auch zum Redaktionsteam gehören Constance Bürger und Constanze Grimm, die unter anderem beide im vergangenem Jahr zwischenzeitlich die „Frohe Botschaft” redaktionell betreut haben.

Kaum ist die eine Ausgabe fertig, geht es mit der nächsten weiter. Das macht uns allen viel Freude - zusammen mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die uns immer wieder Mut machen. Sie zeigen uns in ihren Briefen, wie Sie den Glauben ganz in der Mitte ihres Alltags leben, so gut wir das eben alle können - und das beeindruckt und immer wieder sehr.

Im nächsten Jahr, wenn wir das 500. Jubiläum der Reformation feiern, hat die „Frohe Botschaft” schon wieder Geburtstag: Sie wird immerhin 120 Jahre alt. 1897 erschien sie erstmals als Geschenkblatt im Christlichen Zeitschriftenverein. Wir freuen uns auf das doppelte Jubiläum und danken Gott dafür!

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Die aktuelle Ausgabe

foto privat Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Ausgabe blicken wir auf 70 Jahre "Frohe Botschaft" zurück. Deshalb ist auch fast alles anders. Über das siebte Gebot und ein Erlebnis bei der Konfirmation lesen Sie wieder etwas im September. Auf den Krankenbrief und die Auslegungen der Predigttexte, unsere frohe Botschaft, haben wir nicht verzichtet.

Zurück zur Geschichte: Die Nazi-Diktatur verbot die „Frohe Botschaft”. Die letzte Ausgabe erschien am 16. Februar 1941. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Zeitschrift am 5. August 1946 wieder erscheinen und verkündet bis heute ihre frohe Botschaft.

Lesen Sie die spannende Geschichte, erzählt vom damaligen Konsistorial-präsidenten und späteren Minister-präsidenten Manfred Stolpe, der sich sehr für die Zeitschrift einsetzte. Kürzlich feierte er seinen 80. Geburtstag.

Erfahren Sie auch etwas über die Mitarbeiter, die hinter der „Frohen Botschaft” stehen. Und was wäre die Zeitschrift ohne Sie, unsere Leserinnen und Leser. Viele von ihnen haben uns zum Jubiläum geschrieben. Danke. Lesen Sie selbst!

Herzlich grüßt Sie Ihre

Sibylle Sterzik
Leitende Redakteurin

titel februar 2014