foto: dietmar silber
Der Blick ins Heft Januar 2017

foto: pixabay.com Monatsspruch:

Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

Lukas 5,5

Von Charlotte Woldt,
Mitarbeiterin der Evangelischen Wochenzeitung „die Kirche“, Berlin

Neulich traf ich eine alte Freundin. Anja ist seit längerem auf der Suche nach einem Freund. Seit kurzem sucht sie über das Internet. Sie erzählte mir von ihren vielen Versuchen und missglückten Treffen mit Männern: einer hat mehr mit den Kellnerinnen geflirtet als mit ihr, ein anderer hielt endlose Monologe, eine Dritter hat sie nach langem und intensiven Austausch per E-Mail einfach versetzt. Anja war frustriert: „Das kostet mich so viel Kraft, dabei sind es die Begegnungen nicht wert – da bleibe ich doch lieber auf meinem Sofa!“

Vielleicht ging es den Fischern ähnlich: Nach einer langen Nacht, in der sie nichts gefangen haben, waren sie mit dem Reinigen ihrer Netzte beschäftigt. Sicher waren sie erschöpft, frustriert und hungrig, geplagt von Zukunftssorgen. Und dann kam dieser Mann, um von ihren Booten aus das Wort Gottes zu verkünden. Der den erstaunten Fischern riet, ihre Netze noch einmal auszuwerfen. Sie glauben Jesus - und werden mit einem so reichen Fang belohnt, dass die Boote zu kentern drohen.

Ein paar Tage später kriege ich einen Anruf: Anja erzählt mir begeistert von ihrem letzten Date. Ein Mann, den sie zuerst nicht sehr interessant fand, hat sie beim Treffen total umgehauen. Jetzt verabreden sie sich regelmäßig. „Vielleicht lernst du ihn ja bald mal kennen!“ sagt sie zum Abschied. Wie gut, dass wie bei den Fischern auch bei Anja der Glaube gewonnen hat.

Mehr lesen Bitte hier klicken


foto: pixabay.com Die Jahreslosung 2017:

Gott spricht:
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch

Hesekiel 36,26

Von Barbara Killat, Pfarrerin, Krankenhausseelsorgerin, New Yorck City, USA

Wie es Gott gefällt

Ich stelle mir vor, Gott macht mir dieses Angebot: Ich schenke dir ein neues Herz. Ich glaube, zuerst würde ich sagen: "Ein neues Herz? Wozu das denn? Ach nein, danke! Ich bin ganz zufrieden mit meinem Herzen. Was ist denn falsch daran? Es ist gesund. Es ist voll Liebe für meine Familie. Ich freue mich an meinem Leben. Ich bin jeden Tag dankbar für alles, was du mir gibst. Bestimmt gibt es andere Leute, die es nötiger brauchen als ich. Gib es doch lieber den Hartherzigen. Denen, die sich nicht darum scheren, wie es ihren Nachbarn geht. Denen die Zukunft des Landes egal ist. Die nicht danach fragen, was gerecht ist und wie Frieden werden kann auf Erden. Die brauchen ein neues Herz, einen neuen Geist. Wasch denen doch mal den Kopf und zeig ihnen wo es langgeht. Ich selber brauche gerade kein neues Herz. Aber danke für das Angebot."

Seit einigen Monaten lebe ich in New York City und arbeite als Seelsorgerin in einem Krankenhaus. Ich weiß wenig über die politische Landschaft meines Gastlandes. Aber ich sehe und höre die Härte, mit der die politischen Gegner im Wahlkampf einander verurteilten. Sich gegenseitig der Lüge bezichtigen und die Verantwortung für soziale Ungerechtigkeiten einander zuschreiben. Der Streit entzweit Familien, Arbeitskollegen und Kirchengemeinden. Wochenlang gab es kaum ein anderes Thema.

Als der Wahlsieger Donald Trump feststand, triumphierten die einen und waren die anderen entsetzt. Wie soll es nun weitergehen? Wird der neue Präsident das umsetzen, was er angekündigt hat? Migranten abschieben und eine Mauer an der mexikanischen Grenze bauen? Den mühsam gefundenen Atom-Kompromiss mit dem Iran aufkündigen? Wird ein neuer Krieg kommen? Und wie sollen wir nun miteinander reden, leben und arbeiten? Nach all den gegenseitigen Anschuldigungen und Verurteilungen.

Ich erlebe eine große Ratlosigkeit. Ich höre den dringenden Wunsch nach einem neuen Geist. Einem Geist des Miteinanders, der Versöhnung und des Respektes füreinander. Aber wie kann man das erreichen? Einfach zurück zur Tagesordnung? Nach vorne schauen und das Beste hoffen? In der Subway Station, die ich oft benutze, hängen viele kleine Klebezettel an den Wänden mit Wünschen für die Zukunft des Landes, Befürchtungen, Gebete, Ratschläge. Und immer stehen Menschen davor. Lesen, fügen Neues dazu, diskutieren und streiten. Manchen Zettel weht der Wind davon.

Als Gott den Propheten Ezechiel beauftragte zu reden, war sein Volk in einer schweren Krise. Jerusalem war zerstört. Das Land verwüstet. Wie sollte es nun weitergehen? Gott ruft zur Umkehr auf. Zur Wiedervereinigung in seinem Namen. Und er verspricht ein neues Herz, einen neuen Geist. Das neue Herz wird nicht mehr aus Stein sein, sondern ein Herz, das fühlen kann. Mitfühlen und leiden und hoffen. Und der neue Geist wird sich nach Gottes Geboten richten und handeln, wie es Gott gefällt.

Ich glaube, das Angebot Gottes, uns ein neues Herz und einen neuen Geist zu schenken, bedeutet, dass wir uns selbst und andere danach fragen müssen, was es heißt, sich nach Gottes Gebot zu richten. Was dient der Versöhnung? Was müssen wir tun, damit alle sicher leben können und unsere Gesellschaft gerechter wird? Wir müssen uns selbst in Frage stellen. Ist das, was ich sage und tue dem Gemeinwohl nützlich? Wir müssen danach fragen, wie es in den Herzen derer aussieht, die nicht unserer Meinung sind.

Wenn Gott mir ein neues Herz und einen neuen Geist schenken will, sollte ich vielleicht nicht so schnell „Ach, nein danke!“ sagen, sondern "Ja, bitte!". Darauf vertrauen, dass er seinen Geist in mir wohnen lässt, da wo ich hartherzig bin und wo ich nicht danach frage, was sein Gebot für mich ist. Dass er mir Weisheit schenkt, die richtigen Worte zu finden für ein Gespräch mit denen, deren Meinung ich nicht teile. Dass er mir Geduld gibt zuzuhören und die nötige Demut, meine Irrtümer zu erkennen.
Ich hoffe, die Jahreslosung wird uns manchmal daran erinnern zu beten: "Komm barmherziger Gott, gib uns ein neues Herz und leg einen neuen Geist in uns. Amen."

Mehr lesen Bitte hier klicken


foto: dietmar silber Neu anfangen

Da nun Jesus hörte, dass Johannes gefangen gesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am Galiläischen Meer liegt. Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
Matthäus 4, 12-13.17

Predigttext zum 8. Januar 2017
1. Sonntag nach Epiphanias: Matthäus 4,12-17

Von Thilo Haak, Pfarrer in der Epiphanien-Kirchengemeinde Berlin-Charlottenburg

Die Krise droht mich umzuwerfen. Wohin soll ich gehen? Und dann kommt eine neue Idee, ein Impuls, der mein Leben umkehrt: Jetzt geht’s los! Heute fange ich neu an! Solche oder ähnliche Gedanken sind Ihnen bestimmt auch schon mal durch den Kopf und durch das Herz gegangen.

Heute fange ich damit an! Eine Kehrtwende! Möglicherweise hatte auch der junge Jesus aus Nazareth solche Gedanken. Immer wieder hatte er gespürt, dass Gott etwas Besonderes mit ihm vorhat, aber gemacht hat er nichts daraus. Dann war er dem Umkehrprediger Johannes in der Wüste begegnet. Dieser hatte gewagt die Menschen aufzurütteln, sie zur Umkehr zu locken mit seiner Predigt, seiner Lebensgestaltung, mit seiner unmissverständlichen kritischen Härte gegen die Mächtigen seiner Zeit: "Kehrt um! Ändert euren Sinn. Tut Buße, Gott hat eine neue Idee für Euer Leben!"

So begeistert war Jesus von dem Auftritt und der Botschaft des Johannes, dass er sich von ihm zum Zeichen der Umkehr taufen ließ. Endlich bricht er auf und folgt seiner Berufung. Doch dann erfährt er, dass Johannes inhaftiert wurde. Jesus zieht sich zurück in die Gegend um Kapernaum, erlebt in der Wüste eine Krise, begegnet dem Versucher und widersteht dem Teufel. Dann beginnt er zu predigen. Er, der selbst die Krise durchlitt, hat der krisengeschüttelten Welt etwas zu sagen: Denjenigen, denen der kalte Wind des Lebens ins Gesicht bläst.

Mit der Krise ist für Jesus nicht alles aus und vorbei. Im Gegenteil! Er findet seine Aufgabe und seinen Platz. Jesus wird den Menschen in der Krise Gottes frohe Botschaft verkünden. Er wird die Schattenseiten der Welt zu seiner Wohnung machen und sich mit den kleinen Leuten solidarisieren: den Bauern, Handwerkern und Fischern. Rund um Kapernaum sind die Menschen tatsächlich arm. Hier trifft Jesu Botschaft, dass Gottes Herrschaft angebrochen ist, auf offene Ohren: Glücklich seid ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes! Glücklich seid ihr, die ihr hungert und dürstet nach Gerechtigkeit, denn ihr sollt satt werden!

Tut Buße! - Das ist aber auch noch radikaler und umfassender zu verstehen. Die Menschen, denen Jesus begegnet ist, haben das so erlebt. Seine Gegenwart hat das Leben von vielen vollkommen gewandelt.

Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! Jesus bekommt mitten in seiner Krise die Kraft und die Gewissheit, im Namen Gottes der Welt Zuversicht zu predigen. Ich bin gewiss, dass er auch mir Kraft und Zuversicht geben, wenn ich in einer Krise bin. In der Nachfolge Jesu kann ich lernen, welche Kraft ein neuer Anfang geben kann. Wer die Krise erlebt, durchlebt, der bricht auf zu neuem Leben.

Mehr lesen Bitte hier klicken


foto: pixabay.com Serie: Meine große Angst

Mein Herz

Wie lerne ich, glücklich zu sein?


Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Psalm 23,4


Von Amet Bick, Autorin und Redakteurin, Berlin

Seit Wochen bekam ich kaum noch Luft, war ständig müde. Ich konnte nur noch japsend sprechen, und wenn ich es endlich zu unserer Wohnung in den fünften Stock geschafft hatte, fiel ich aufs Bett und brauchte lange, bis ich mich wieder rühren konnte. Dann war ich endlich zu meiner Hausärztin gegangen. Sie war ähnlich ratlos wie ich. Nachdem ich zum vierten Mal in ihrer Praxis gewesen war, weil ich nicht mehr weiterwusste, schickte sie mich vorsichtshalber zur Echokardiografie, einem Ultraschall des Herzens, ins nächste Krankenhaus.

"Hier im rechten Vorhof", sagte da der Arzt, "haben Sie einen Tumor. Ein sogenanntes Vorhofmyxom." Man müsse es schnell operieren. Und dass das wirklich eine seltene Krankheit sei, sagte er auch noch. In meinem Kopf war plötzlich Stille. Dann der Gedanken: Das geht nicht. Ich bot dem Arzt an, in ein paar Tagen wiederzukommen, wenn das Nötigste organisiert sei. Er meinte, das sei keine gute Idee. Der Tumor säße wie der Korken auf der Flasche, er müsse nur noch minimal wachsen oder ungünstig verrutschen, dann sei die Herzklappe zu und ich tot.

Das Krankenhaus habe ich dann erst ein paar Tage später wieder verlassen, und auch nur, um in das nächste transportiert zu werden. Ein Krankenwagen brachte mich in das Herzzentrum, wo ich operiert wurde.

Die Operation glückte, der Tumor war gutartig. Ich wusste nach dem Aufwachen nur, dass ich mich noch nie so elend gefühlt hatte, aber am Leben war. Der Heilungsprozess dauerte viele Wochen. Das Herz musste wieder einen Rhythmus finden, die Lunge wieder gut arbeiten, das Brustbein zusammenwachsen. Ich kam in eine Rehaklinik, war lange krank geschrieben. Irgendwann war mein Körper wunderbarerweise wieder so leistungsfähig wie früher. Ich war wieder die Alte. Aber meine Seele konnte diese Erfahrung nicht verwinden. Wieso war mir das passiert? Warum war ich fast gestorben? Und was bedeutete das für mein Leben?

Traurig und zornig war ich darüber, verletzlich und sterblich zu sein. Ich fühlte mich einsam, von Gott verlassen, weil mir so etwas passiert war und so vielen anderen nicht. Ich hatte Angst, mein Herz könnte doch noch stehen bleiben. Das überwand ich nach und nach. Aber nicht das Gefühl, ich müsse dringend etwas ändern, wenn ich die Chance, die so ein Leben ist, nicht ungenutzt verstreichen lassen wollte. Denn wenn ich gestorben und vor eine Art Jüngstes Gericht gerufen worden wäre, dann hätte ich bekennen müssen, zu wenig riskiert und geliebt zu haben, zu selten zufrieden und dankbar gewesen zu sein. Ich hatte in den 42 Jahren zu wenig erfüllte Augenblicke angesammelt.

Warum das alles? Wenn ich lauschte, hörte ich nur eine leise Stimme, die sagte: Sei glücklich. Schön und gut, aber brauchte es für diesen Hinweis wirklich eine Herz-Operation? Kein Wunder, dass viele meinen, Gott habe einen etwas schrägen Humor. Wie wird man glücklich? Aus sich heraus - nicht weil man sich etwas Schönes kaufen darf, weil jemand einen über den grünen Klee lobt oder Aufstiegschancen verspricht? Das alles interessierte mich nämlich mit einem Mal nur noch sehr wenig. Was sollte ich mit einem Kleiderschrank voller schicker Sachen oder mit dem neuesten Smartphone-Typ, was mit Titeln und Ehrabzeichen, wenn ich doch sterben musste?

In Zukunft wollte ich mit leichtem Gepäck unterwegs sein. Wollte mich vorbereiten auf den Tod, damit ich mutiger und gelassener sein würde, wenn es dann wirklich soweit war. Damit ich loslassen und in Liebe gehen konnte. Ich merkte, dass es mich erfüllte, wenn ich wieder Zeit für die Menschen hatte, mit denen ich lebte. Und für die anderen auch. Ich lernte mühsam, offener zu sein, Menschen nicht schnell danach zu beurteilen, ob es mir passte, was sie sagten oder nicht. Denn das hatte ich zunehmend getan vor meiner Krankheit, so schien es mir jetzt.

Ich hörte auf, mehr von mir zu wollen, als ich leisten konnte, und nie zufrieden zu sein mit dem, was mir gelang. Und ging lieber dazu über, mich in Ordnung zu finden, so wie ich war. Ich war nicht mehr so oft wütend. Und ich meditierte nun viel, und sah zu, dass ich Zeit für mich hatte. Ich akzeptierte, dass ich dem Leben nicht vorschreiben konnte, wie es zu laufen hatte. Ich nahm es hin und kam Gott dadurch überraschenderweise näher. Das klingt nicht gerade nach bahnbrechenden Veränderungen, aber es war tatsächlich wie ein großes inneres, oft schmerzhaftes Aufräumen. Viele dicke Staubschichten von Unzufriedenheit und Angst, ein paar Packen Neid und Missgunst und auch die eine oder andere Selbsttäuschung habe ich schon rausgeschafft, der Rest folgt hoffentlich noch. Die Operation liegt nun fünf Jahre zurück, und so schwer die Zeit danach auch war, ich bin heute dankbar für diese Erfahrung.

Mehr lesen Bitte hier klicken


foto: pixabay.com Fürchtet euch nicht

Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser.
Matthäus 14,27-28

Predigttext zum 29. Januar 2016
4. Sonntag nach Epiphanias: Matthäus 14,22-33

Von Ursula Hecht, Berlin

Diesen Trost Jesu brauchten die Jünger im Boot dringend. Wer könnte ihre Angst nicht verstehen: Nachts, bei Sturm, der Gewalt von Wind und Wellen ausgesetzt, und dann noch eine unheimliche Gestalt, die auf dem Wasser läuft.

Oft reicht schon viel weniger, um Angst auszulösen. Ob sie begründet war? Ganz ehrlich - im Augenblick der Angst gelten rationale Überlegungen oft nicht! Im Glauben übrigens auch nicht. Das heißt nicht, dass beim Glauben der Verstand überflüssig wird. Er ist Gottes Geschenk an uns. Mit dem Verstand können wir Zusammenhänge erfassen und Entscheidungen treffen.

Aber er ist nicht das richtige "Werkzeug", um Gottes Nähe und Handeln zu erfassen. Das ist der Glaube. Er ist ebenfalls Geschenk Gottes. Durch Glauben können wir akzeptieren, dass es Dinge jenseits unserer Wahrnehmung gibt, die unserem Verstand unerklärlich sind. Wir sind gewissermaßen verständnislos, wenn Gott uns einen Blick in die Dimension seines Handelns werfen lässt. Der Glaube lebt und wächst durch den Entschluss, sich auf Gottes Möglichkeiten einzulassen. Bis hierhin würde Petrus sicherlich zustimmen.

Vielleicht würde er sogar sagen, dass man gar nicht gleich alles verstehen muss, was man glaubt. Nur so kann ich mir sein mutiges Angebot erklären: "Herr, wenn du es bist - dann ..."

Petrus hatte seinen Meister in der unheim?lichen Gestalt erkannt. Er glaubte, was er sah: Jesus war da - seine Realität versetzte Petrus in Bewegung. Aber die Wellen waren auch da - und ihre Realität wurde ihm schließlich zum Problem.

Ausschlaggebend in der Gefahr ist, worauf man vertraut. Vertrauen Sie nur dem, was Sie sehen? Oder erwarten Sie im Glauben Gottes Handeln - jenseits ihrer Wahrnehmung?

Ich möchte Sie an dieser Stelle übrigens vor Nachahmung warnen, denn Jesus nimmt solche Angebote ernst. Nicht nur bei Petrus. Wer sich in dieser Weise an Jesus wendet, den ruft er zu sich - und immer ist es ein Wagnis. Nicht immer besteht die Gefahr, in reißenden Fluten unterzugehen, aber immer ist ein erster Schritt ins Ungewisse notwendig, ein Glaubensschritt.

Fangen Sie nicht nur im Glauben an, auf Jesus zuzugehen. Gehen Sie jeden Schritt in der Zuversicht, dass er da ist. Wenn Sie ihn zum Mittelpunkt Ihres Lebens machen, dann richtet sich alles an ihm aus: Ihre Blickrichtung, Ihre Entscheidungen, ja sogar Ihr Verstand.

Und dann wird Ihr Glaube wachsen. Möge der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, Sie in Ihren Glaubensschritten bestärken und näher zu Jesus bringen.

Mehr lesen Bitte hier klicken


Frohe Botschaft Abonnement bestellen Bitte hier klicken
Die aktuelle Ausgabe

foto privat Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns, dass wir die „Lebensfragen“ im Jahr 2017 wieder aufnehmen können und danken den Autoren, die auf Ihre Fragen antworten werden. Neu beginnen im Jahr des 500. Jubiläums die Stichworte zur Reformation.

Und wir fragen: Was war Ihre größte Angst? Was gab Ihnen Hoffnung und half Ihnen heraus? In jeder Ausgabe veröffentlichen wir eine Schicksalsgeschichte unter dem Psalmwort: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück ...“

2017 - wird es Gutes bringen oder Schweres? Wir wissen es nicht. Aber wir dürfen in Gottes Hand legen, was kommt. Er schenkt uns ein neues Herz und einen neuen Geist.

Was ist neu daran? Das Vertrauen darauf, dass wir einen Vater haben, der weiß, wessen wir bedürfen, bevor wir es aussprechen. Der die Arme aufhält, wenn wir heim gehen zu ihm. Und der uns frei macht zu lieben.
In diesem Sinn wünscht Ihnen das ganze Team der "Frohen Botschaft" ein gesegnetes neues Jahr 2017
Ihre

Sibylle Sterzik
Leitende Redakteurin

titel september 2016